| Energiealternative und Wirtschaftsfaktor: Holzpellets aus Nordrhein-Westfalen |
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Pellets, kleine Presslinge aus Holz, sind inzwischen eine echte Alternative zu Öl und Gas. Köln/Düsseldorf. "Holz ist von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, die erneuerbaren Energien zu mobilisieren", so Umweltminister Eckhard Uhlenberg heute in seinem Begrüßungswort zur Eröffnung der 4. Fachtagung "Holzpellets NRW" in der Kölner Vulkanhalle vor über 300 Teilnehmern. "Holzpellets verbinden nahezu auf ideale Weise ökonomische, soziale und ökologische Interessen. Neben der klimaneutralen Verbrennung hat der Einsatz von Holzpellets auch für den Arbeitsmarkt relevante Vorteile, indem vor allem in ländlich strukturierten Regionen Arbeitsplätze dauerhaft geschaffen und gesichert werden", so der Minister. Pelletöfen verfügen längst über eine ausgereifte Technik. Rund 10.000 Stück sind inzwischen in NRW im Einsatz. Pelletöfen und –zentral-heizungsanlagen verfügen längst über eine ausgereifte Technik. Rund 10.000 Stück sind inzwischen in NRW im Einsatz. Der Pelletmarkt wächst, begünstigt durch derzeit niedrige Brennstoffpreise. Inzwischen heizen allein in Nordrhein-Westfalen fast 10.000 Anlagen mit Pellets, auch ein Erfolg der Aktion Holzpellets, die die EnergieAgentur.NRW im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums koordiniert. Zu Beginn der Kampagne im Jahr 2003 heizten etwa 600 Haushalte mit Holzpellets. Selbst die etwas höheren Anschaffungskosten für eine Holzpelletheizung schrecken nicht ab. Durch die günstigen Energiekosten und durch das Bundesgesetz zur Förderung erneuerbarer Energien zahlt sich die Anschaffung aus. Derzeit liegt die kWh aus Holzpellets bei rund 3,7 Cent, im Vergleich dazu kostet Öl rund 9,2 C/kWh und Gas rund 6,7 C/kWh. Die energetische Nutzung von Biomasse ist damit längst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und auch der Klimaschutz kommt dabei nicht zu kurz: Im Jahr 2008 werden in Nordrhein-Westfalen umgerechnet über 25 Millionen Liter Heizöl durch den Einsatz von Holzpellets eingespart und damit über 64.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden. "Über die Hälfte der Energie aus erneuerbaren Energiequellen wird durch Biomasse bereitgestellt, den Hauptanteil daran hat die Verwendung von Holz zur Wärmeerzeugung", so Minister Uhlenberg. Die Tagung in Koeln bot den Branchenvertretern ein Forum zum interessierten Meinungsaustausch. Die Tagung in Köln bot den Branchenvertretern ein Forum zum interessierten Meinungsaustausch. Neben der Wertschöpfung, die in der Region bleibt, macht vor allem die Versorgungssicherheit die Attraktivität von Pellets aus. "Der Brennstoff ist nachwachsend, kommt aus unserem Bundesland und die Produktionskapazitäten in Nordrhein-Westfalen sind heute sehr gut", so Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Vor einiger Zeit gab es in dem noch jungen Markt Lieferengpässe des Brennstoffs, aber "dieses Problem hat die Branche angepackt und gelöst", so Baumann. Erstmals werden in diesem Jahr in Deutschland voraussichtlich über 1,4 Millionen Tonnen Pellets produziert. Unschlagbar günstig. Pellets haben gegenüber anderen Energieträgern einen großen Vorteil: den Preis! Unschlagbar günstig. Pellets haben gegenüber anderen Energieträgern einen großen Vorteil: den Preis! Pellets bestehen aus Sägemehl oder Spänen, die als Abfallprodukte in der holzverarbeitenden Industrie anfallen und anschließend zum genormten Brennstoff gepresst werden. Nach aktuellen Angaben des Landesbetriebes Wald und Holz NRW sind ausreichend Holzpotentiale vor allen Dingen im Waldrestholz und im Sägerestholz vorhanden. Eine Verdopplung des Holzenergieanteils bis 2020 ist auch unter nachhaltigen Aspekten möglich. Weitere Informationen und Bildmaterial zu der 4. Fachtagung Holzpellets NRW und über die Kampagne "Aktion Holzpellets": www.aktion-holzpellets.de; www.energieagentur.nrw.de Weitere Informationen und Bilder können ebenso hier heruntergeladen werden: www.ea-nrw.de Pressemitteilung: EnergieAgentur.NRW c/o NRW-Umweltministerium; Heike Wübbeler; Tel.: (02 11) 45 66 - 692 |
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| Energie aus Stroh wird interessanter Potenzial - Nutzungskonkurrenz - Technik - Rechtliche Lage |
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Stroh stellt ein beachtliches Potenzial für die energetische Nutzung dar. Wenn diese Art der Nutzung derzeit noch gering ist, so zielen viele Verfahren der Kraftstofferzeugung auf genau diese Ressource. Die Konkurrenz zum Wärmemarkt wird letztendlich das langfristige Preisniveau bestimmen. Bei einem kontinuierlichen Absatz ist die Menge aber auch deutlich durch den Anbau von Miscanthus zu steigern. Stroh wird auf Ackerflächen produziert. Es ist ein Nebenprodukt, das bei der Getreide- und Grasproduktion im Sommer bei der Ernte anfällt und in der Regel natürlich auf dem Feld getrocknet werden kann. Lagerbar ist Stroh, wenn es weniger als 18% Feuchtigkeit hat. Als Produkt mit strohähnlichen Eigenschaften kann Miscanthus, auch Chinaschilf genannt, angebaut werden. Der Erntezeitpunkt liegt hier im Gegensatz zu Stroh im März bis Anfang April. Miscanthus hat bisher nur eine sehr untergeordnete Bedeutung. Wenn eine langfristige Nachfrage nach Stroh entsteht, so kann der Anbauumfang von Miscanthus, einer genügsamen und sehr ertragsstarken C4-Pflanze, schnell an Bedeutung gewinnen. Die gesamte Fläche NRWs beträgt 3,4 Mio. ha. Davon werden rund 1,7 Mio. ha durch Landwirtschaft und Gartenbau sowie 876.000 ha durch den Forst genutzt. Auf 1,07 Mio. ha wird in NRW Ackerbau betrieben. Auf dieser Fläche wurden 2007 556.083 ha Getreide und 75.662 ha Raps angebaut. Das Potenzial von Stroh ist aber nicht identisch mit den insgesamt aufgewachsenen Strohmengen. Der pressbare Strohanteil ohne Stoppel, Kaff und sonstige Verluste liegt in einer Größenordnung von 4 bis 5 t/ha. Im Land NRW fallen also knapp 2,9 Mio. t Stroh als Beiprodukt zur Getreide- und Rapsproduktion an. Je nach Fruchtfolge und Viehbesatz eines Betriebs wird ein Teil des Strohs zur Einarbeitung in den Boden benötigt, um eine ausgeglichene Humusbilanz zu erhalten. Nutzungskonkurrenzen von Stroh Es gibt eine klassische Nutzung von Stroh: Die Landwirte brauchen es selbst als Einstreu für die Tiere. Weiterhin sind die Niederlande ein großer Strohabnehmer. Die Nachfrage zieht sich in einem Korridor die Grenze entlang. Es werden zwei Qualitäten gehandelt: Zum einen Stroh aus der Lagerung im Feld unter Folien; hier können einzelne Großballen durchfeuchtet sein. Zum anderen wird qualitativ hochwertiges Stroh unter Dach gelagert. Dieses geht beispielsweise in viele Reitställe. Gerade im Ballungsraum Ruhrgebiet gibt es einen erheblichen Strohabsatz im Bereich der Reitpferde. Hier könnten in Zukunft Strohpellets eine Alternative zum klassischen Strohballen sein, da Pellets saugfähiger sind, sich logistisch besser handhaben lassen und die Entsorgung des Mists einfacher ist. Der Strohverbrauch verringert sich durch die bessere Saugfähigkeit ebenfalls. Gebiete mit höheren Strohreserven sind die Soester Börde und Ostwestfalen-Lippe. Für Strohpellets entwickeln sich derzeit auch neue Märkte in der Landwirtschaft. So können die Pellets alternativ zum Einstreu in Pferde- und Kuhställen verwendet werden. Sie werden ebenso als Strukturfutter in Schweine haltenden Betrieben eingesetzt. Nicht zuletzt werden auch Strohpellets auch zur Wärmeerzeugung genutzt. Ein weiterer kleiner Markt ist Heu aus Naturschutzflächen, das so stark verholzt ist, dass eine landwirtschaftliche Nutzung nicht möglich ist. Der Anfall von Stroh muss unter Betrachtung der Nutzungskonkurrenzen und der regionalen Gegebenheiten relativiert werden. Auf Bundesebene liegen Schätzungen des Strohpotenzials für eine energetische Nutzung vor, die vor dem Hintergrund der Versorgung von BtL-Großanlagen erstellt wurden. Danach liegt das Potenzial von Stroh bei rund 2,3% des Primärenergieverbrauchs der Bundesrepublik Deutschland. Die Strohnutzung wird sowohl für die BtL-Verfahren, hier speziell das Bioliq-Verfahren, angestrebt als auch für andere Vergasungsverfahren. Aus NRW liegen Abschätzungen aus einer BtL-Studie des Wuppertal Instituts vor. Dabei wurde ein mögliches Potenzial für die BtL-Produktion in NRW ermittelt. Das Ergebnis weist etwa 20% des Strohpotentials als tatsächlich nutzbar aus. Nach einer sehr langen Phase mit einem konstanten Preisniveau sind die Preise, bedingt durch eine sehr schlechte Erntesituation im Sommer 2007 und stark angestiegene Getreidepreise, auch für Stroh sprunghaft angestiegen. Von 50 €/t bei Feldlagerung und 60 €/t bei Unterdachlagerungen haben sich die Preise auf 90 bis 100 €/t erhöht. In der Praxis ist derzeit Stroh knapp und es werden durchaus auch noch höhere Preise für gute Qualitäten gezahlt. Energetische Nutzung bietet sich an Stroh fällt jährlich an und lässt sich hochautomatisiert in Form von eckigen Großballen bergen und gut transportieren. Großballen für Heizwerke und große Heizanlagen haben in der Regel ein Format von 1,2 x 1,2 x 2,4 m, wiegen knapp 500 kg und haben ein Heizöläquivalent von rund 200 l/Ballen. Für den Transport gibt es spezielle LKWs, die eine volle Ausladung ermöglichen. In der Kette sind aber jeweils beim Verladen und Abladen Radlader erforderlich, die auch das Einstapeln erledigen. Hierbei sind Teleskoplader wegen der höheren Stapelhöhen im Vorteil. Bei der Verbrennung von Stroh treten größere Probleme auf als beim Holz. Stroh kann im Leistungsbereich der Heizungen von 15 bis 100 kW als Regelbrennstoff eingesetzt werden. Dies ist in der 1. BImSchV im §3 Punkt 8 als "Stroh oder ähnliche pflanzliche Stoffe" definiert. Ähnliche pflanzliche Stoffe werden beschrieben als Energiepflanzen, wie zum Beispiel Schilf, Elefantengras, Heu und Maisspindel. Hier sind die Grenzwerte für die wichtigsten Verbrennungsparameter festgelegt. Der Staubgehalt als einer der am schwierigsten einzuhaltenden Parameter muss bei Stroh unter 150 mg/Normkubikmeter (Nm3) liegen. Anlagen über 100 kW Feuerungsleistung müssen nach der 4. BImSchV in Verbindung mit der TA Luft genehmigt werden. Hier liegt der zugelassene Staubgehalt unter 50 mg/Nm3. Dies ist bei Stroh nur mit nachgeschalteter Filtertechnik möglich. Technische Herausforderungen Worin liegt nun die technische Herausforderung bei der Verbrennung? Zuerst ist zu erwähnen, dass der Ascheerweichungspunkt mit rund 800 °C deutlich unter dem von Holz mit 1.200 °C liegt, auf den die klassische Kesseltechnik abgestimmt ist. Es müssen also konstruktive Maßnahmen ergriffen werden. Zu erwähnen sind hier Bewegung im Brennraum, wassergekühlte Roste oder auch - bei größeren Kesseln - eine Abgasrezirkulation. Andererseits kann man auch Kalk und andere Zuschlagstoffe zusetzen, die den Ascheschmelzpunkt erhöhen. Dies ist meist beim Einsatz von Strohpellets in kleinen Anlagen der Fall. Bei den Kleinanlagen wurde in den letzten Jahren eine Reihe von Kesseln neu entwickelt und an die speziellen Anforderungen der Verbrennung halmgutartiger Biomasse angepasst. In einer Reihe von Projekten der FNR wurde in Forschungseinrichtungen und in Feldversuchen die Praxistauglichkeit und Einhaltung der BImSchV-Vorgaben nachgewiesen. Weiterhin befinden sich Abgasreinigungsanlagen für Kleinanlagen in Entwicklung, so dass hier bei vielen Anlagen in absehbarer Zeit die Praxistauglichkeit erreicht wird und so die gesetzlichen Vorgaben an die Immissionen der Anlagen eingehalten werden können. Im Bereich der 100 bis 400 kW-Anlagen klafft eine Lücke. Einerseits muss in den größeren Anlagen aus Kostengründen mit einem Strohauflöser gearbeitet werden, der die Anlagenkosten deutlich erhöht und es muss zusätzlich auch eine Filtertechnik nachgeschaltet werden, um die Anforderungen der 4. BImSchV in Verbindung mit der TA Luft zu erfüllen. Dies ist gegenüber Holz diskriminierend und der technische Aufwand macht kleinere Anlagen unrentabel. Lösungen werden hier ab etwa 400 kW von Linka und von Reka angeboten. Sie sind noch nicht sehr verbreitet. Die nächste Klasse von Anlagen beginnt bei rund 2 MW Leistung. Diese Anlagen werden zusätzlich mit Laufkatzenkränen ausgestattet, die eine automatische Zuführung der Strohballen ermöglicht. In Deutschland läuft nur eine solche Anlage in Jena. In Österreich und besonders in Dänemark sind die meisten Strohverbrennungsanlagen dieser Leistungsklasse zu finden. Ein zukünftiges Einsatzgebiet von Stroh könnten kleinere und mittlere Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen sein. Die technische Entwicklung ist hier, auch bei Holz als Einsatzstoff, noch unzureichend. Bei Holz ist das Hauptproblem die Reinigung und Entfernung des Teers, bei Stroh dagegen die Korrosion durch Chlor. Eine letzte Möglichkeit stellt die Mitverbrennung in großen Braunkohle- oder Kohlekraftwerken dar. Hier kann Stroh durch seine CO2-Neutralität in Zukunft bei hohen Preisen für CO2–Emissionen eine Alternative darstellen. Bedingt durch die schlechten Wirkungsgrade ohne Wärmenutzung in konventionellen Kraftwerken sollte man bei der energetischen Verwertung von Biomasse regionalen, dezentralen Projekten mit Wärmenutzung den Vorrang geben, da sie auch dezentral anfällt und weite Transporte durch den geringen Energiegehalt kritisch zu sehen sind. Autor(in): Dr. Karsten Block (Landwirtschaftskammer NRW) Quelle(n): Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, 2008-05-08. |
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| Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe ausgeschrieben. Einsendeschluss: 15.9.2008 |
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Das Umweltministerium ruft zur Teilnahme am Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für nachwachsende Rohstoffe auf. Der Preis ist dotiert mit 3.000 Euro. Bewerben können sich Personen, Unternehmen und Institutionen der nordrhein-westfälischen Land- und Forstwirtschaft, einschließlich der vor- und nachgelagerten Branchen wie Futtermittel- und Lebensmittelindustrie, der landwirtschaftlichen Lehre und Forschung sowie der verarbeitenden Industrie. Bewerbungsschluss ist der 15. September 2008, die Auszeichnung wird Umweltminister Eckhard Uhlenberg persönlich vornehmen. Die Beiträge werden von einer unabhängigen Jury bewertet, deren Mitglieder aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung stammen. Eine wichtige Bewertungsgrundlage ist das Potenzial des Wettbewerbsbeitrags, die Nachhaltigkeit von Wirtschaftskreisläufen zu verbessern. Wichtige Bewertungskriterien sind: · Schonung von knappen Ressourcen · Verminderung von Emissionen · Entwicklung geschlossener Stoffkreisläufe · Erhöhung der Energieeffizienz · Verbesserung des produktintegrierten Umweltschutzes · Innovative Qualität des Beitrags · Realisierbarkeit · Bedeutung für die Entwicklung des ländlichen Raumes · Marktchancen Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können Sie hier im pdf-Format (www.biokraftstoff-portal.de/data/partner/ausschreibung_foerderpreis.pdf) oder telefonisch beim Infoservice des Umweltministeriums unter 0211/4566 - 666 bestellt werden. Bewerbungen für den Förderpreis nachwachende Rohstoffe können beim Zentrum für nachwachsende Rohstoffe NRW Landwirtschaftszentrum Haus Düsse 59505 Bad Sassendorf-Ostinghausen bis zum 15. September 2008 (Einsendeschluss) eingereicht werden. |
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| Bei der LUFA NRW Wirtschaftsdünger und Biogassubstrate untersuchen lassen! |
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Die LUFA NRW bietet auch in diesem Frühjahr wieder den Wirtschaftsdünger- Untersuchungsservice für Landwirte und Biogasanlagenbetreiber an. Mit dem Ende der Sperrfrist ist es wieder an der Zeit, die Nährstoffgehalte von Gülle und Mist exakt bestimmen zu lassen. Was dabei zu beachten ist erläutert Sigrid Johanning und Michael Strotmann von der LUFA NRW. Gülle- und Biogassubstratuntersuchung ist sinnvoll Für eine gezielte Düngung mit einem Wirtschaftsdünger ist es unerlässlich, dessen Nährstoffgehalte zu kennen. Durchschnitts- oder Faustzahlen liefern oft nur grobe Anhaltswerte. Gerade bei Substraten aus Biogasanlagen ist eine Verwendung von Faustzahlen in der Regel nicht zu empfehlen. Die Output-Substrate weisen von Anlage zu Anlage im Hinblick auf ihre Nährstoffzusammensetzung teils deutliche Unterschiede auf. Ein Grund liegt in der jeweils anlagenspezifischen Fütterungsgestaltung, darüber hinaus variieren die Nährstoffgehalte im Outputmaterial auch aufgrund der Qualität des eingesetzten Inputmaterials teils deutlich, wie Auswertungen der LUFA NRW zeigen. Die Abweichung der tatsächlichen Nährstoff- und Trockensubstanzgehalte (TS) von Durchschnittswerten kann unter Umständen enorm sein. Differenzen bei reinen Wirtschaftsdüngern ergeben sich z. B. durch unterschiedliche Fütterungsrationen und Haltungsformen. Auch der Zufluss von Wasch-, Spül- oder Regenwasser kann zu Verfälschungen führen. Die Bewertung der Nährstoffgehalte von Mischgüllen ist besonders schwierig, hier bringt in der Regel nur die Laboruntersuchung Klarheit. Probenahme Gülle Vor der Probenahme ist es unbedingt notwendig darauf zu achten, dass die Gülle sorgfältig durchmischt und homogenisiert wird. Danach werden an 10 verschiedenen Stellen des Güllelagers Teilproben (jeweils ca. 1 Liter) entnommen und in einem Eimer gesammelt. Die Teilproben im Eimer werden gut durchmischt. Dann werden ca. 0,75 l in eine 1-L-Weithals-Plastikflasche gefüllt. Die Gefäße bitte nicht ganz füllen. Es sollten unbedingt Kunststoffgefäße verwendet werden, weil sich durch die austretenden Gase ein erheblicher Druck aufbauen kann. Plastikflaschen dehnen sich, während andere Gefäße z. B. Glas keine Ausdehnungsmöglichkeit haben. Sie bilden eine potenzielle Verletzungsgefahr während des Transportes oder beim Öffnen im Labor. Probenahme Mist Um eine repräsentative Mistprobe zu erhalten, müssen mehrere Teilproben aus verschiedenen Tiefen des Misthaufens genommen werden. Hierzu sollte z. B. mit einer Mistgabel die äußere Schicht oben und an den Seiten des Misthaufens abgetragen werden. Dann können an verschiedenen Stellen und Schichten des Haufens Einzelproben entnommen werden. Diese sind nochmals intensiv zu durchmischen. Vom gemischten Material wird dann ca. 1 kg in einen sauberen Plastikeimer gefüllt. Beschriftung der Proben Die Proben sollten mit einem Etikett versehen werden. Dieses sollte Angaben zum Namen des Betriebes, Gülleart bzw. Mist-/ Dungart, ggf. Kooperationsname, Fax-Nr. und Probenbezeichnung enthalten. Zusätzlich sollte ein vorgefertigter Probenbegleitzettel (sind bei Kreisstellen, Kooperationen, der LUFA NRW oder unter www.lufa-nrw.de erhältlich) beigefügt werden. Probenkennzeichnung und Ausfüllen des Formulars sollten mit einem wasserfesten Stift erfolgen. Untersuchungsgebühren und Zuschüsse Der Preis für eine Vollanalyse Gülle/Jauche (N, NH4, P2O5, K2O, MgO; CaO und TS) beträgt 41,55 €. Die Untersuchung von Mist (N, P2O5, K2O, MgO, CaO und TS) kostet 45,15 €. Hierbei handelt es sich um ermäßigte Gebühren für Landwirte. Alle Preise verstehen sich zzgl. 1,53 € Auslagenpauschale pro Gebührenbescheid und der jeweils gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer. In Wassereinzugsgebieten wird eine Gülleuntersuchung häufig durch die Wasserkooperationen vollständig oder anteilig bezuschusst. Es lohnt sich hierzu den zuständigen Kooperationsberater zu befragen. Probentransport Proben können direkt bei der LUFA NRW abgegeben oder per Post an die LUFA NRW, Nevinghoff 40, 48147 Münster gesandt werden. Die LUFA NRW bietet darüber hinaus bundesweit einen Express-Abholservice für Biogasanlagenbetreiber an. Dieser holt Proben direkt auf der Anlage ab und bringt sie über Nacht zur LUFA NRW. Weiterhin besteht die Möglichkeit die Proben an den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer abzugeben. Von hier aus werden die Proben dann per Kurier abgeholt und zur LUFA gebracht. Auch Genossenschaften und Landhandel bieten Transportmöglichkeiten zur LUFA NRW an. Bitte vor Ort nachfragen. Weitere Informationen sind bei den Kreisstellen, Gewässerschutzkooperationen oder direkt bei der LUFA NRW unter 0251-2376 595 erhältlich. |
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| Über 245 Biotech-Unternehmen gründeten regionalen Industrieverband BIO.NRW |
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Am 18. September wurde in der Landeshauptstadt Düsseldorf BIO.NRW, die Biotechnologie Industrie Organisation NRW, gegründet. BIO.NRW (www.innovation.nrw.de/bionrw/index.html) wird die Interessen von über 245 in Nordrhein-Westfalen ansässigen Unternehmen, mehr als 30 Forschungseinrichtungen, über 50 Infrastruktureinrichtungen und der Finanzwirtschaft im Bereich Biotechnologie vertreten. Die Aktivitäten werden von der Geschäftsstelle in Düsseldorf aus geleitet und durchgeführt. BIO.NRW sieht sich als das Dach der Biotech-Industrie eines der führenden Bundesländer Deutschlands in der Förderung und Entwicklung anwendungsorientierter Biotechnologie und hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen aller Beteiligter systematisch zu bündeln und auf nationaler, europäischer und globaler Ebene in allen Belangen zu vertreten. BIO.NRW versteht sich als Sprachrohr aller Disziplinen und strebt mit der Verbandsarbeit an, die Zusammenarbeit und Synergien zwischen Unternehmen der roten, weißen, grauen und grünen Biotechnologie in Nordrhein-Westfalen zu fördern. Der Verband möchte ebenfalls das Bundesland Nordrhein-Westfalen international vertreten und als einen der führenden Biotechnologiestandorte Deutschlands präsentieren. Bei der Vernetzung, Weiterentwicklung und Präsentation der Biotechnologie in NRW wird BIO.NRW mit dem Cluster Industrielle Biotechnologie (CLIB2021) zusammen arbeiten. CLIB2021 wurde 2007 von 50 im Bereich "weiße Biotechnologie" engagierten Einrichtungen gegründet, darunter auch das nova-Institut. Initiiert wurde BIO.NRW durch die Bioregionen in NRW. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Bioregionen und -organisationen BioRiver, BioCologne, bioanalytik-muenster, BioIndustry, Bio-Tech-Region OstWestfalenLippe und LifeTecAachen-Jülich. In den siebenköpfigen Vorstand von BIO.NRW wurden Dr. Christoph Hüls (Vorstandsvorsitzender, Protagen AG), Dr. Christian Schetter (stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Coley Pharmaceutical GmbH), Dr. Stephan Hüwel (Schatzmeister und Schriftführer, TFM GmbH), Dr. Heinz Bettmann (RTZ GmbH), Dr. Jürgen Schumacher (NewLab BioQuality GmbH), Erika Sahrhage (PlasmidFactory GmbH & Co. KG) und Dr. Ingo Heschel (Matricel GmbH) gewählt. Kontakt Dr. Christoph Hüls Vorstandsvorsitzender BIO.NRW c/o Protagen AG Otto-Hahn-Str. 15 44227 Dortmund Tel.: 0231-9742-6300 Fax: 0231-9742-6301 E-Mail: info@protagen.de |
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| Studie zu Biogasanlagen sieht keine Konkurrenz zur Viehhaltung |
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Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen haben sich in den letzten Jahren für die CO2-neutrale Energieerzeugung aus Biogas entschieden und in eigene Anlagen oder Gemeinschaftsanlagen investiert. Dies hat in Landkreisen mit ausgeprägter tierischer Veredelungswirtschaft zu Diskussionen um steigende Pachtpreise und Konkurrenzwirkungen von Biogasanlagen auf die traditionelle Viehwirtschaft geführt. Im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums (www.umwelt.nrw.de) hat der Fachbereich Agrarwirtschaft Soest der Fachhochschule Südwestfalen daher eine Studie zu regionalen Struktur- und Einkommenswirkungen der Biogasproduktion durchgeführt. "Die Studie stellt eine fundierte Grundlage für eine vorurteilsfreie Diskussion der Wettbewerbssituation dar", so Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg. "Danach gibt es derzeit keine wettbewerbsverzerrende Förderung von Biogasanlagen. Die Anlagen stellen auch keine Bedrohung für Vieh haltende Betriebe dar, sondern können – insbesondere als Gemeinschaftsanlagen – ein zusätzliches Standbein für die Betriebe sein." Die Studie macht aber auch deutlich, dass es unter den aktuellen Marktbedingungen erforderlich ist, gezielte Anreize für eine verstärkte Vergärung von Gülle und Reststoffen zu geben. Hier existiert ein hohes Potenzial zur Vermeidung von Treibhausgasen und zur regenerativen Energieerzeugung, ohne dass es zu Konkurrenz mit der Erzeugung von Nahrungsmitteln kommt. Die Studie vergleicht in Modellrechnungen die Wettbewerbsfähigkeit von Biogasanlagen unter verschiedenen Rahmenbedingungen. Die Autoren stellen darin unter anderem fest, dass derzeit die Anreize zum Bau von Biogasanlagen angesichts der hohen Getreidepreise zu gering sind, um noch einen nennenswerten Zubau von Anlagen zu bewirken. Sie empfehlen deshalb eine Verstärkung und Erweiterung der Anreize zur Wärmenutzung sowie eine Erhöhung der Förderung für kleine, dezentrale Anlagen. Dagegen warnen sie davor, die Anreize für den Anbau von Energiepflanzen wesentlich zu verstärken oder gar an die Getreidepreise zu koppeln. Die Ergebnisse der Studie dienen auch als Diskussionsbeitrag für die anstehende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, mit dem die Vergütung für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien geregelt wird. Die Novelle ist Teil des von der Bundesregierung vorgelegten "Integrierten Klima- und Energiepaketes" im Rahmen des Meseberger Programms und wird in Kürze im Bundesrat beraten. Die vorläufigen Ergebnisse des ersten Teils der Studie beziehen sich auf die Struktur- und Einkommenswirkungen in Veredelungsregionen (am Beispiel der Kreise Borken und Steinfurt). Derzeit wird die Studie um den Bereich Grünlandregionen ergänzt, im kommenden Jahr soll sich eine Bewertung der Situation in Ackerbauregionen anschließen. www.nova-institut.de/news-images/20071221-07/endbericht_biogas07.pdf |
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| Boom bei Holzpellets in Nordrhein-Westfalen und bundesweit |
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Holzpellets als Heizmaterial sind auf dem Vormarsch, in Nordrhein-Westfalen und bundesweit. Die Aktion Holzpellets der EnergieAgentur.NRW informiert über Herstellung und Nutzung. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der installierten Pelletheizungen exponentiell erhöht. So stieg die Zahl bundesweit von rund 8.000 Anlagen im Jahr 2001 auf fast 70.000 Heizungen bis Ende 2006. Auch in Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Pelletheizungen mehr als verzehnfacht: Von rund 500 Anlagen im Jahr 2002 auf ca. 7.000 zum Jahresende 2006. Pelletproduktion in Deutschland Im Jahr 2007 wird sich die Kapazität der deutschen Pelletproduktionen deutlich erhöhen und auf über 1 Mio. Tonnen ansteigen. An über 30 Standorten werden Pellets produziert, und auch das Händlernetz wächst konstant mit. Damit ist die Versorgung auch zukünftig sichergestellt. Förderung von Pelletheizungen Der Einbau von Pelletheizungen wird staatlich gefördert. Während die Bundesregierung über das vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA durchgeführte Marktanreizprogramm direkte Zuschüsse auszahlt, gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen. Das Land NRW fördert Demonstrations- und Multiplikatorprojekte im Rahmen von progres.nrw, dem Programm für rationelle Energieverwendung, regenerative Energien und Energiesparen des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen Weitere Informationen zur Nutzung von Holzpellets sind auf der Homepage www.aktion-holzpellets.de erhältlich, unter anderem der Marktführer Holzpellets 2007. Dort stellen alle 166 Kampagnenpartner aus Nordrhein-Westfalen wie Installationsfachbetriebe, Kesselhersteller, Pelletproduzenten und Lieferanten ihre Leistungen vor. Quelle: "Aktion Holzpellets"(www.aktion-holzpellets.de), 2007-05-15. |
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| NRW: Programm zur Energieeffizienz, erneuerbaren Energien & Energieforschung |
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Die Landesregierung hat heute wenige Tage nach Vorlage der bisher umfangreichsten Studie zum Klimawandel im Auftrag der Vereinten Nationen (IPCC) - ein detailliertes Programm zur Energieeinsparung, zum Klimaschutz, zum Stellenwert erneuerbarer Energien, zur Energieforschung und zur Nutzung von Biomasse vorgelegt. Das Kabinett hat entsprechende Konzepte des Wirtschafts-, Umwelt- und Innovationsministeriums beschlossen. Zudem hat das Kabinett den Beitritt Nordrhein-Westfalens zur "Montréal-Deklaration" gebilligt. Nordrhein-Westfalen beteiligt sich damit an der internationalen Kooperation zum Klimaschutz in Regionen. Die Deklaration soll im Vorfeld der Sonder-Umweltministerkonferenz am 22. März unterzeichnet werden. "Energie muss sauber, sicher und wettbewerbsfähig sein. Das ist die zentrale Herausforderung an uns alle. Nordrhein-Westfalen als mit Abstand wichtigster Energiestandort in Deutschland will und muss eine Vorreiterrolle einnehmen: bei der Steigerung der Energieeffizienz, bei der wirtschaftlichen Nutzung von Energien sowie bei Forschung und Entwicklung. Nicht erst die IPCC-Studie sagt uns, dass wir keine Zeit zu verlieren haben", erklärte der stellvertretende Ministerpräsident, Innovationsminister Andreas Pinkwart, nach der Kabinettsitzung. Ziel der heute beschlossenen Programme: Nordrhein-Westfalen will die Vorgaben der EU und des Bundes schnell und konsequent umsetzen. Danach soll durch die Steigerung der Energieeffizienz der Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent gesenkt werden. "Geredet worden ist bei diesen Themen mittlerweile genug. Es ist an der Zeit, die vorhandenen und bewährten Instrumentarien einzusetzen und so den Primärenergieverbrauch konsequent zu senken", so Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben. Mit der Energieeffizienzoffensive "NRW spart Energie" will die Landesregierung eine Optimierung von Produktionsverfahren, Energieeinsparung in Gebäuden durch die Aktion "Mein Haus spart" und die Entwicklung innovativer und energieeffizienter Technologien und Verfahren sicherstellen. Die konkrete Beratung von Unternehmen, Handwerkern und Hausbesitzern übernimmt die neue Energie-Agentur NRW. Sie betreut auch die Netzwerke aus Betrieben, Forschung- und Entwicklung in Hochschulen. Ziele sind die Schaffung von Arbeitsplätzen im Handwerk und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der nordrheinwestfälischen Wirtschaft, die durch Effizienzsteigerung unempfindlicher gegen Preissteigerungen werden kann. Derzeit entfallen 35 Prozent des Brennstoffverbrauchs und 39 Prozent des Stromverbrauchs auf den produzierenden Sektor. Auch bei der Sanierung des Gebäudebestandes bestehen erhebliche beschäftigungspolitische Chancen: Derzeit wird rund 1 Prozent des Altbaubestandes in Nordrhein-Westfalen modernisiert, nur ein Drittel dieser Maßnahmen dient der Verbesserung der Energiebilanz. Fachleute schätzen, dass bei einer Verdoppelung dieser Quote 50.000 Arbeitsplätze entstehen können. Mit dem Konzept "Erneuerbare Energien" will die Landesregierung durch die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Energiemix einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Außerdem sollen die industriepolitischen Chancen der erneuerbaren Energietechniken für die exportstarke Wirtschaft des Landes genutzt werden. "Produkte aus NRW haben beste Exportchancen auf den Weltmärkten, das gilt für die moderne Kraftwerks- und Netztechnik ebenso wie für die Solarenergie, die Brennstoffzelle, die Nutzung von Grubengas oder moderner hochleistungsfähiger Windkraftanlagen", so die Energieministerin. Das Konzept "Erneuerbare Energien" umfasst 12 Einzelmaßnahmen, die bis zum Jahr 2020 unter Beteiligung der zuständigen Ressorts der Landesregierung umgesetzt werden sollen. Derzeit werden in der regenerativen Energiewirtschaft in NRW rund 16.500 Beschäftigte gezählt, sie erzielen 2005 bereits 4,2 Milliarden Euro Umsatz. Durch die jetzt beschlossenen Maßnahmen soll der Umsatz der regenerativen Energiewirtschaft auf 15 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 gesteigert werden, die Zahl der Arbeitsplätze soll dann bei 40.000 liegen. Das Innovationsministerium hat in seinem Konzept "Energieforschung in NRW" die Leitlinien der Forschungsförderung für den Energiebereich festgelegt. Die Energieforschung ist einer von vier Bereichen, auf die das Land seine Forschungsfördermittel konzentriert. "Nordrhein-Westfalen ist Energieland Nr. 1 – wir wollen bis 2015 auch Energieforschungsland Nr.1 werden", sagte Innovationsminister Pinkwart. "Wir brauchen neue, umweltschonendere Energiequellen. Aber auch bei den vorhandenen müssen wir uns verbessern: Wie kann ich Energie besser speichern, wie kann ich ihre Wirkung erhöhen? Auf diese Fragen können nur Forschung und Entwicklung eine Antwort geben", sagte Pinkwart. Schwerpunkte im Forschungskonzept der Landesregierung sind: Speichersysteme, CO2-arme Kraftwerkstechnik im fossilen und nuklearen Bereich, Kernfusion, Rohstoffe der Zukunft, Wasserstoff, Solarthermik, Photovoltaik und Einspartechnologien. Die Förderung der Grundlagenforschung konzentriert sich auf Materialforschung, Simulation an Supercomputern und das Zusammenbringen von Forscherteams über bisherige Fächergrenzen hinweg. In Nordrhein-Westfalen wird Energieforschung an über 20 Standorten betrieben. "Wir wollen so attraktiv wie möglich sein – sowohl für die besten Forscher als auch für die Industrie, von der ich mir künftig ein größeres Engagement in unserem Land erhoffe", sagte Pinkwart. Beispielhaft seien das neue Energieforschungsinstitut von E.ON und der RWTH Aachen oder die Initiative des Forschungszentrums Jülich, das führende Wasserstoffzentrum in Deutschland zu werden. Entscheidendes Förderkriterium für das Land sei, so Pinkwart, die Qualität der Institute: "Wir investieren zielgerichtet in Spitzenforschung." Nur international sichtbare Forschung habe die Möglichkeit, sich erfolgreich an den hochdotierten EU- und Bundesprogrammen zu beteiligen. Einen zentralen Beitrag zu dem heute vorgelegten Gesamtprogramm leistet die vom Umweltministerium erarbeitete Strategie zur Biomassenutzung. Umweltminister Eckhard Uhlenberg betonte, die Biomasse als heimischer und erneuerbarer Energieträger könne noch viel stärker genutzt werden. Die Landesregierung habe sich das Ziel gesetzt, die Leistungserzeugung bei Strom und Wärme bis 2010 zu verdoppeln. "Ob zur dezentralen Wärmebereitstellung in privaten Haushalten oder in zentralen Heizwerken, ob für den Einsatz in dezentralen Kraftwärme-Kopplungsanlagen oder in zentralen Stromerzeugungsanlagen sowie zur Bereitstellung von Kraftstoffen kann Biomasse, im Unterschied zu allen anderen regenerativen Energien, praktisch jede Nachfrageart nach Wärme, Elektrizität und Kraftstoffen befriedigen", erläuterte Umweltminister Eckhard Uhlenberg. Die Produktion von Biomasse in Nordrhein-Westfalen sollte für alle energetischen Nutzungsformen (Wärme, Strom oder Treibstoffe) verwendet werden können. Quelle(n): Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie (www.wirtschaft.nrw.de), des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (www.munlv.nrw.de) und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (www.mwf.nrw.de), 2007-02-13. |
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| NRW: Futter für die Biogasanlage - was ist drin? |
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Biogas erzeugen heißt Bakterien füttern. Wer als Betreiber einer Biogasanlage hohe Gasausbeuten und damit eine wirtschaftliche Arbeitsweise erwartet, muss sich genauso um die Futterqualität kümmern wie Rindvieh- oder Schweinehalter. Wenn Biomasse zugekauft wird, stellt sich die Frage, wie viel Biogas daraus zu machen ist und was sie wert ist. Hier hilft ein neues Angebot der LUFA NRW der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Nach einer Analyse im Labor errechnet die LUFA für das eingesandte Material die zu erwartende Gasausbeute und den zu erwartenden Methan-Gehalt. Außerdem werden die Energiegehalte in ME und NEL-Rind angegeben, so dass auch der Futterwert der Komponenten für die Rindviehhaltung eingeschätzt werden kann. Die Berechnung ist für alle Einzelfutter möglich, für die in der DLG-Tabelle für Wiederkäuer Verdauungskoeffizienten angegeben sind. Kontakt LUFA NRW Telefon: 0251 - 2376779 oder 0251 - 2376764 E-Mail: lufa@lwk.nrw.de Internet: www.landwirtschaftskammer.de Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, 2007-01. |
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| Uhlenberg verleiht Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe für Verfahren zur Abwärmenutzung und Rauchgas |
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Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat heute Prof. Dr. Rudolf Rawe und seine Mitarbeiter aus dem Labor für Immissionsschutz der Fachhochschule Gelsenkirchen mit dem Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe 2006 des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Prof. Dr. Rawe und seine Mitarbeiter haben in Kooperation mit der Fa. Schräder (www.schraeder.com) und dem Dipl.-Ing. Rupert Merkl ein Bauteil optimiert, das unter dem Namen "Schräder HydroCube" entwickelt wurde. Es handelt sich um eine Abgasreinigungstechnik für kleine und mittlere Holzfeuerungsanlagen, die gleichzeitig die Energieeffizienz erhöht. Dabei wird die im Abgas noch vorhandene Wärme genutzt und gleichzeitig der enthaltene Staub - insbesondere der Feinstaub – herausgewaschen. "Der Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe des Landes Nordrhein-Westfalen wird an Menschen verliehen, die sich in Nordrhein-Westfalen um die Nutzung von Biomasse für energetische oder für stoffliche Zwecke in Forschung, Lehre, Industrie oder Praxis besonders verdient gemacht haben. Wir wollen mit diesem Förderpreis das Engagement dieser Menschen belohnen und würdigen", so Umweltminister Eckhard Uhlenberg. Der Preis ist mit 3.000 € dotiert und wird alle 2 Jahre vergeben. Derzeit wird an einer Novelle der sog. "Kleinfeuerungsanlagenverordnung" gearbeitet. Ein Ziel dieser Novelle ist es, die Grenzwerte für die Emissionen solcher Anlagen an den Stand der Technik anzupassen und dadurch zu einer Entlastung vor allem bei den Feinstaubemissionen zu kommen. Darüber hinaus soll diese Novelle dazu genutzt werden, neben Holz auch andere Biomassebrennstoffe – wie z.B. Stroh oder Getreide – für die Nutzung in kleinen Anlagen frei zu geben. Das ist bisher nicht der Fall und verhindert, dass landwirtschaftliche Biomasse in größerem Umfang im Wärmebereich genutzt wird. Der Beitrag der Fachhochschule Gelsenkirchen (www.fh-gelsenkirchen.de) kann helfen, beide Ziele optimal miteinander zu verbinden und ist deshalb auch in der politischen Diskussion derzeit hoch aktuell. Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen [www.munlv.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse061214c.php] vom 2006-12-14. |
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| Uhlenberg (NRW): Lehrschau für erneuerbare Energien eröffnet |
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NRW- Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg hat am vergangenen Freitag im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Kreis Soest eine Lehrschau rund um erneuerbare Energien eröffnet. Die Ausstellung soll landwirtschaftlichen Betriebsleitern, in der Branche tätigen Unternehmen und allen Interessierten Wege aufzeigen, energie-effizienter zu wirtschaften und erneuerbare Energien verstärkt zu nutzen. Minister Uhlenberg freute sich, dass sich die Landwirtschaftskammer dieses Themas angenommen habe. Haus Düsse sei die zentrale Einrichtung für erneuerbare Energien in NRW und die richtige Stelle für wissenschaftliche Versuche mit dem direkten Bezug zur Praxis. Dr. Joachim Minnemann, Mitglied des Vorstandes der WestLB-Stiftung Zukunft NRW, die für die Verwirklichung der Energielehrschau umfangreiche Gelder bereitgestellt hat, bezeichnete die Ausstellung als ein "sehr gelungenes Projekt, das genau in die Linie der von der WestLB-Stiftung geförderten Vorhaben gehört Kammerpräsident Johannes Frizen nannte die Ausstellung eine Initialzündung für die Landwirtschaft. Die Energielehrschau wurde in einem ehemaligen Schweinestall auf Haus Düsse errichtet. Die Aussteller haben eigene Stände, die mit Trennwänden aus regenerativen Stoffen, wie Stroh, aufgeteilt sind. Die Baumaßnahme hat insgesamt 250.000 Euro gekostet, wovon die WestLB-Stiftung 110.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Zusätzlich stellen mehr als 20 Firmen Biomasse-Heizsysteme, Biogaskonzepte, Biokraftstoffe, Anlagentechnik, Wasserkraftsysteme, Wind- und Sonnenenergie vor. Die Energielehrschau kann täglich besichtigt werden. Die Landwirtschaftskammer bietet im Rahmen ihrer Beratung Energielehrschautage an, die jeweils am vierten Donnerstag im Monat stattfinden. Sie ist an diesen Tagen von 9 bis 16 Uhr geöffnet und wird von zwei Energieberatern der Landwirtschaftskammer betreut, die für Fragen und Beratungsgespräche zur Verfügung stehen. Des Weiteren sind drei Sondertage geplant, die unter einem Schwerpunktthema stehen, jeweils am vierten Donnerstag im November, Januar und März. Landwirtschaftlichen Betrieben bietet der Ausbau erneuerbarer Energien zusätzliche Einkommensquellen. Die Landwirtschaftskammer hat auf diesen Trend reagiert und die Energieberatung intensiviert. So betreibt sie drei Biogasanlagen: In ihrem Gartenbauzentrum Straelen sowie in ihren Landwirtschaftszentren Haus Riswick bei Kleve und in Haus Düsse. Ferner steht der Landwirtschaftskammer das Fachwissen von sechs Spezialberatern zur Verfügung. Hinzu kommen zwei Mitarbeiter beim Zentrum für nachwachsende Rohstoffe NRW im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, die für die energetische und stoffliche Nutzung sowie für Biokraftstoffe zuständig sind. Weitere Informationen stehen hier: www.duesse.de Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (www.landwirtschaftskammer.de) vom 2006-11-08 |
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| Ministerpräsident Jürgen Rüttgers eröffnet "Bio-Europe" in Düsseldorf: Mit BIO.NRW wird Nordrhein-We |
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Biotechnologische Innovations-Offensive fördert Wissens- und Technologietransfer und junge Wissenschaftler / Landesregierung plant Landesinnovationsfonds aus Privatisierungserlösen Die Staatskanzlei teilt mit: Nordrhein-Westfalen soll zum führenden Standort für Biotechnologie in Deutschland werden. Das hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers am 6. November 2006 in seiner Eröffnungsrede auf dem Kongress "Bio-Europe" in Düsseldorf angekündigt: "Das Ziel ist, Nordrhein-Westfalen zum Land der Biowissenschaften zu machen." Der Ministerpräsident kündigte den Start der biotechnologischen Innovations-Offensive BIO.NRW an, die das Landeskabinett in seiner letzten Sitzung beschlossen hat und für die bis 2015 insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen sollen. "BIO.NRW ist ein Kernelement unserer Innovationsstrategie für Nordrhein-Westfalen", sagte Rüttgers. Das Geld werde zielgerichtet dort eingesetzt, wo es insbesondere als Anschub für zusätzliche Investitionen aus Wissenschaft und Wirtschaft sorge. Mit BIO.NRW und dem damit verbundenen umfangreichen Maßnahmenpaket will Nordrhein-Westfalen Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie in Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft weiter vorantreiben, den Transfer unterstützen, Innovationshemmnisse abbauen und den internationalen Markt stärker erreichen. Ministerpräsident Rüttgers: "Dass Deutschland in der Biotechnologie vorne mitspielt, liegt auch an Nordrhein-Westfalen. Der Erfolg beim BioRegio-Wettbewerb hat in den neunziger Jahren einen echten Gründungsboom ausgelöst. Nordrhein-Westfalen ist heute schon ein Spitzenstandort für die biotechnologische Forschung. Auf diese Erfolgsgeschichte sind wir stolz." Als "ganz persönliches Anliegen" bezeichnete Rüttgers daher das Vorhaben, "die führende Position Nordrhein-Westfalens als Biotech-Standort weiter voranzutreiben und dafür optimale und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen." Um dies zu erreichen, investiert Nordrhein-Westfalen im Rahmen der BIO.NRW in Grundlagenforschung, baut Innovationsplattformen aus, verbessert die Rahmenbedingungen für Biowissenschaften und richtet den Biotechnologie-Standort NRW stärker international aus. Eine Voraussetzung dafür sei "ein gut funktionierender Wissens- und Technologietransfer." BIO.NRW vernetze daher die Biotech-Branche in Nordrhein-Westfalen: "Wir setzen dabei verstärkt auf die Weiße Biotechnologie, die Systembiologie und die regenerative Medizin." BIO.NRW sorge darüber hinaus für die Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlern. Außerdem werden mit BIO.NRW jungen Wissenschaftlern die besten Chancen zur Gründung eines eigenen Unternehmens eröffnet: "Dafür haben wir gemeinsam mit der landeseigenen NRW-Bank zukunftsweisende Finanzierungsinstrumente entwickelt, beispielsweise den Gründerfonds für Hochschulabsolventen oder die neuen regionalen Seed-Fonds der NRW.Bank für technologieorientierte Unternehmen. Der erste dieser regionalen Fonds geht jetzt in Dortmund an den Start", erläuterte der Ministerpräsident. Bereits in den vergangenen Monaten hatte die Landesregierung erhebliche Mittel investiert, um zusätzliche Forschungskapazitäten zu schaffen: "In Dortmund hat eine neue lebenswissenschaftliche Innovationsplattform ihre Arbeit aufgenommen. Die Landesregierung unternimmt alles, um ein neues Max-Planck-Institut für die Erforschung der Molekularbiologie des Alterns in Köln anzusiedeln, für das 30 Millionen Euro Landesmittel bereitstehen. Die Degussa AG investiert in Marl gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen in ein neues Science-to-Business-Center für Weiße Biotechnologie, das mit 12 Millionen Euro gefördert wird. Und kürzlich ist der Startschuss gefallen für ein neues Netzwerk der industriellen Biotechnologie, an dem sich die Unternehmen Degussa, Bayer, Lanxess, Cognis, Henkel sowie weitere kleine und mittlere Unternehmen beteiligen." Ministerpräsident Rüttgers zeigte sich überzeugt, dass die steigenden Investitionen des Landes in Forschung und Entwicklung für einen zusätzlichen Innovationsschub sorgen: "Zusätzlich zu den mehr als 8 Milliarden Euro, die das Land dafür bis 2010 bereitstellt, planen wir einen Landesinnovationsfonds aus Privatisierungserlösen. Und wir haben beschlossen, mindestens die Hälfte aller verfügbaren Fördermittel der Europäischen Union im Rahmen des neuen Ziel 2-Programms für Forschung und Entwicklung vorzusehen." Quelle: Presseservice NRW (www.presseservice.nrw.de) vom 2006-11-06. |
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| Dezentrale Brennereien produzieren Ethanolkraftstoff - E85 Regionol in NRW |
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Die Verknappung von Rohöl und die weltweit steigenden Kraftstoffpreise machen es notwendig, ökonomische und ökologische Kraftstoffalternativen in Deutschland zu schaffen und bestehende Alternativen in den Regionen auszubauen. Eine Initiative dezentraler, landwirtschaftlicher Brennereien in Nordrhein-Westfalen hat sich zum Ziel gesetzt, Treibstoffe auf Basis von Bioethanol - hier insbesondere E85 herzustellen und regional zu vermarkten. Die beim Maschinenring in Warendorf ansässige "Grünes Zentrum Agrar-Service GmbH" organisiert die Abläufe rund um den Aufbau des erneuerbaren Kraftstoffs E85. Ziel der Initiatoren ist es, den Rohalkohol der dezentralen landwirtschaftlichen Brennereien zu bündeln. Der Rohalkohol wird zentral absolutiert (entwässert) und anschließend von der Agrar-Service GmbH vermarktet. Vertrieben wird der Kraftstoff, der aus Getreide und Mais gewonnen wird, unter der Bezeichnung E85 Regionol. In Ländern wie Brasilien, USA, Schweden und Spanien wird dieser Kraftstoff schon seit einigen Jahren erfolgreich in Fahrzeugen eingesetzt. In Deutschland sind inzwischen von SAAB und Ford ebenfalls Fahrzeuge im Handel erhältlich, die mit Ethanol betrieben werden. Auf dem Weltmarkt haben nahezu alle Automobilhersteller so genannte "Flexible-Fuel-Vehicles" (FFV) im Programm. Diese Automobile können sowohl mit einer Mischung aus 85% Ethanol und 15% Benzin als auch mit E85 und in beliebigem Verhältnis mit Benzin betrieben werden. In Deutschland wird der Ford Focus FFV in Saarlouis gebaut. Nach erfolgreicher Einführung in Schweden ist das Modell seit 2005 auch in Deutschland erhältlich. In Schweden entscheiden sich inzwischen die meisten Kunden für das FFV-Modell. Eine weitere neue Möglichkeit für die schnellere Einführung von E85 versprechen Umrüstsätze für Benzinmodelle, die derzeit noch getestet werden. Die Etablierung von E85-Tankstellen ist derzeit das vordringliche Ziel. Ebenso werden Ethanoltankanlagen für Firmen vermittelt und mit Hilfe einer Sachverständigen den rechtlichen Regeln entsprechend geplant. Hier sind insbesondere freie Tankstellen und Autohäuser Ansprechpartner für den Ethanolvertrieb. Ein Netz von "Biokraftstofftankstellen", an denen Rapsöl und Ethanol verkauft wird, wäre eine logische Konsequenz. Das Projekt der dezentralen Brennereien stellt Benedikt Sprenker, Koordinator und Ansprechpartner der Initiative auf dem aid-Forum "Kraftwerk Feld und Wald - Bioenergie für Deutschland" vor, das am 10.November 2006 im Wissenschaftszentrum Bonn stattfindet. Dort wird auch ein FFV-Fahrzeug des Maschinenrings Warendorf gezeigt, das ab Werk mit Ethanol betrieben, gezeigt. aid Weitere Informationen: www.aid.de/landwirtschaft/aid_forum_l_2006.php www.e85-nrw.de bioenergie-forum.aid.de Quelle: aid Presseinfo Nr. 44/06 vom 2006-11-01. |
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| Umweltminister Uhlenberg: NRW ist Vorreiter bei energetischer Biomassenutzung |
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Im energetischen Bereich hat die Nutzung der Biomasse ein besonders hohes Potenzial. Nach aktuellen Schätzungen sind bisher knapp 2.700 Anlagen in Deutschland in Betrieb, die aus Pflanzen, Lebensmittelabfällen oder Biomüll Biogas produzieren. In NRW wurden seit 1988 mehr als 640 Projekte auf der Basis Deponie-, Bio- und Klärgas mit rund 57 Mio. Euro gefördert. "Wegen der besonderen Bedeutung der Biomasse werden wir in Kürze eine Biomassestrategie NRW verabschieden, mit der wir den Einsatz der Biomasse in allen Bereichen weiter voran bringen wollen. Wir wollen damit Maßnahmen unterstützen, die dazu beitragen, die Energieversorgung im ländlichen Raum neu zu gestalten und weiter zu entwickeln. Dabei steht die Entwicklung einer umweltgerechten Erzeugung und Vermarktung von Energie aus Biomasse mit marktwirtschaftlichen Lösungen im Vordergrund", sagte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg heute (19.10.06) in Kerpen. Im Rahmen der achten Journalistenreise der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW besuchten rund 20 Medienvertreterinnen und -vertreter zusammen mit dem Minister die Bio-Erdgas-Anlage der Stadtwerke Aachen in Kerpen. Diese erste Anlage zur Biogasaufbereitung auf Erdgasqualität und anschließender Einspeisung ins Erdgasnetz in NRW wurde von Dr. Dieter Attig, Vorstandsvorsitzender der STAWAG, und von Projektleiter Leonhard Unterberg vorgestellt. Zusammen mit einer weiteren Anlage in Straelen am Niederrhein und dezentralen Blockheizkraftwerken im Raum Aachen sollen auf Basis nachwachsender Rohstoffe 38.000 Megawattstunden Strom pro Jahr produziert werden; ausreichend für mehr als 10.000 Haushalte. Der Wirkungsgrad dieser Kraft-Wärme-Kopplung beträgt rund 85 Prozent; die Kosten von rund 15 Millionen Euro trägt das Unternehmen. Insgesamt will die STAWAG in den nächsten Jahren 50 Millionen Euro in das Projekt Bio-Erdgas investieren und damit einen wesentlichen Beitrag zur Förderung innovativer Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien leisten. Dazu Minister Uhlenberg: "Ein vorbildliches Projekt, denn hier wird die eingesetzte Energie fast vollständig ausgenutzt." Weitere Station der Fahrt war die Holzhackschnitzelheizung in der Benediktinerabtei Kornelimünster bei Aachen. Die von der Firma Willecke Haustechnik als Contractor gebaute und gewartete Anlage spart seit Dezember 2003 rund 42 Prozent Verbrauch und mehr als 50 Prozent der Kosten gegenüber herkömmlichen Energieträgern. Damit konnten ökologisch sinnvolle Technologien mit einer Kostenersparnis für den Nutzer und einer Einbindung regionaler Firmen verbunden werden. Das Land NRW hat die Anlage mit rund 35.000 Euro gefördert. Geschäftsführer Frank Willecke: "Etwa 800 Kubikmeter Holzhackschnitzel benötigt die Abtei pro Jahr. Ein Kubikmeter Holzhackschnitzel entspricht in der Wärmeleistung etwa 118 Litern Heizöl; also einem Jahresverbrauch von 95.000 Litern. Durch die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid somit um 190 Tonnen pro Jahr beziehungsweise um 80 Prozent gesenkt worden." Letzte Station war die Biodieselanlage der Rheinischen Bio Ester GmbH & Co. KG in Neuss. Dabei handelt es sich um eine Produktionsanlage, in der seit 2003 Biodiesel auf Pflanzenölbasis für den Europäischen Markt produziert wird. Geschäftsführer Dr. Karl Frank erläuterte, dass die Anlage eine Jahreskapazität von 150.000 Tonnen habe und im Jahr 2005 mit 30 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro erzielte. Zur Zeit werde vor allem Rapsöl zu Biodiesel verarbeitet, in den kommenden Jahren werden Sojaöl und Palmöl das Rapsöl ergänzen. Hierzu müsse jedoch erst die Europäische Norm EN 14214 entsprechend geändert werden. Dies werde auch notwendig vor dem Hintergrund, dass der Raps an die Grenzen der möglichen Anbauflächen in Europa stoße. Aktuell wird bereits Canolaöl, eine Rapsölart, als weitere Ergänzung der Produktion aus Übersee importiert. Als Beiprodukte fallen bei der Jahresproduktion des Biodiesel 15.000 Tonnen Rohglycerin und ca. 5.000 Tonnen technische Fettsäure an. Auch wenn Biodiesel sich in Deutschland gut im Markt eingeführt habe, so werde das europäische Wachstum durch unterschiedliche politische Vorgaben und Gesetze in den verschiedenen EU Mitgliedsstaaten leider immer noch gehemmt. Dr. Frank: "Es ist unverständlich, warum jeder Nationalstaat in der EU eine andere Regelung erarbeitet als der Nachbarstaat. Dies behindert nur den freien Warenaustausch. Als Industrie wünschen wir uns eine einheitliche europäische Regelung." Weitere Projektbeispiele sind in der aktuellen Broschüre "Bioenergie - Was ist das?" der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW beschrieben. Die kostenlose Publikation kann über die Faxnummer: (02 11) 8 66 42 - 22 bestellt werden. Kontakt Landesinitiative Zukunftsenergien NRW Uwe H. Burghardt c/o NRW-Wirtschaftsministerium Haroldstr. 4 40213 Düsseldorf Tel.: (02 11) 8 66 42 - 13 Fax: (02 11) 8 66 42 - 22 Mobil: (0160) 746 18 55 www.energieland.nrw.de Quellen: Pressemitteilung der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW vom 2006-10-26. |
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| Mehr Strom aus Biogas in Nordrhein-Westfalen |
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In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit etwa 190 Biogasanlagen, die sich in Betrieb und etwa 50 Biogasanlagen, die sich in Planung oder im Bau befinden. Aus der Energie, die diese geplanten und bereits installierten Biogasanlagen liefern, könnten etwa 140.000 Vier-Personenhaushalte mit elektrischem Strom versorgt werden, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Das entspricht etwa der Größe einer Stadt wie Düsseldorf. Auch die Fläche für Nachwachsende Rohstoffe wächst unaufhörlich. Waren es in NRW im vergangenen Jahr noch etwa 7.000 Hektar, die für Biogasanlagen angebaut wurden, stand Mais – die Energiepflanze Nummer eins für Biogasanlagen – in diesem Jahr bereits auf mehr als 13.000 Hektar. Bundesweit sind 140.000 Hektar mit Energie-Mais angebaut. Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nummer eins in Deutschland und in der Europäischen Union. 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf NRW. Ein Grund hierfür sind die Ballungsräume an Rhein und Ruhr. Während in den Zentren der Ausbau der regenerativen Energien rasch an Grenzen stößt, sieht das für ländliche Räume anders aus. Mittelfristig sehen Fachleute in einzelnen Regionen die Möglichkeit, bis zu 20 Prozent der Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse zu erhalten. Die größten Zuwächse werden bei der Energie aus Biomasse gesehen. Auf dieser Grundlage hat sich in NRW in den vergangenen drei Jahren der Bestand an Biogasanlagen auf etwa 250 verdoppelt. Zu beobachten ist ein Trend zu größeren Anlagen mit 500 Kilowatt Leistung. In den veredlungsstarken Regionen Westfalens konkurrieren Biogasanlagen mit Schweinen und Rindern um die Futterfläche. Deshalb werden Biogasanlagen zunehmend in Ackerbaustandorten geplant. Hier sind die Flächen für das Futter der Biogasanlagen nicht so knapp und teuer wie in Gebieten mit intensiver Tierhaltung. Zudem sind die Nährstoffe im Gärsubstrat ein gern genutzter Dünger. Die Landwirtschaftskammer bietet den Landwirten neben der Beratung zur Planung und zum Bau einer Biogasanlage auch Hilfe bei der Optimierung bestehender Anlagen an. Dazu gehören auch Betreiberschulungen in den Landwirtschaftszentren Haus Düsse und Haus Riswick. Weitere Informationen unter www.biogas-info-service.de Quelle: Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (www.landwirtschaftskammer.de/) vom 2006-09-27. |
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| NRW stellt Holz-Förderprogramm ein |
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Die anhaltend hohen Ölpreise haben es noch einmal bewiesen: Heizen mit Holz ist inzwischen eine beliebte Alternative zur Öl- und Gasheizung. Heimisches Holz steht bei Privatleuten, Unternehmen und Kommunen als umweltfreundlicher Brennstoff hoch im Kurs. Die im Jahr 1998 gestartete Förderung von Holzpelletheizungen und Holzhackschnitzelanlagen wurde eingestellt, da die finanziellen Mittel auf Grund der hohen Nachfrage ausgeschöpft sind. Seit 1998 wurden über 5.000 Anlagen zur energetischen Holznutzung vom Land gefördert, davon allein im letzten Jahr rund 2.500. In den ersten Monaten 2006 hatten sich sogar schon fast 6.000 Interessenten gemeldet. Die für das ganze Jahr zur Verfügung stehenden Fördermittel in Höhe von 5,3 Mio. Euro waren damit bereits nach drei Monaten voll ausgeschöpft. "Die Förderung von Holzpellet- und Holzhackschnitzelanlagen war immer als Anschubfinanzierung gedacht. 40 Millionen Euro sind für die Errichtung von Anlagen mit einer Wärmeleistung von 300 Megawatt geflossen", so NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg. Weitere Informationen: www.aktion-holzpellets.de Quelle(n): Magazin "Innovation & Energie" der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW (www.energieland.nrw.de/) vom 2006-08-09. |
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| NRW-Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe ausgeschrieben |
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Das Landwirtschaftsministerium ruft wieder zur Teilnahme am NRW-Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe auf. Um den mit 3.000 Euro dotierten Preis können sich Personen, Unternehmen und Institutionen der nordrhein-westfälischen Land- und Forstwirtschaft (einschließlich der vor- und nachgelagerten Branchen, der landwirtschaftlichen Lehre und Forschung sowie der verarbeitenden Industrie) bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15. Oktober 2006, die Auszeichnung wird Landwirtschaftsminister Eckard Uhlenberg persönlich vornehmen. Die Beiträge werden von einer unabhängigen Jury bewertet, deren Mitglieder aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung stammen. Eine wichtige Bewertungsgrundlage ist das Potenzial des Beitrags zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Wirtschaftskreisläufen. Dazu gehört die Schonung knapper Ressourcen, die Verminderung von Emissionen, die Schließung von Stoffkreisläufen, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie die Verbesserung des produktintegrierten Umweltschutzes. Zu den weiteren Bewertungskriterien gehören die innovative Qualität des Beitrags, seine Realisierbarkeit, seine Bedeutung für die Entwicklung des ländlichen Raumes und seine Marktchancen. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können telefonisch unter 0211 – 45 66 666 bestellt oder hier geladen werden: Ausschreibung Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für nachwachsende Rohstoffe (www.munlv.nrw.de/sites/presse/pressemitteilungen/pdf/nrw_foerderpreis060811.pdf) (PDF, 20 kB) Weitere Informationen zum Thema bei Zentrum für nachwachsende Rohstoffe der Landwirtschaftskammer NRW (www.duesse.de/znr/index.htm) Adressdatenbank nachwachsende Rohstoffe (www.nrw-nr.de/) Quelle(n): MUNLV-NRW (www.munlv.nrw.de/) vom 2006-08-11. |
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| Entdeckungen entlang des Holzwegs |
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Die Europäische Holzroute informiert in Nordrhein-Westfalen über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von heimischem Holz – stofflich und energetisch. Immer dann, wenn sich Holz und Kultur vereinigen, entstehen spannende und eindrucksvolle Orte - zu denen die Europäische Holzroute den Weg weisen möchte. Jeder dieser zur Zeit 80 Orte repräsentiert eine der vielfältigen Fassetten, in denen uns Holz im Alltag begegnet: Von der jahrhundertealten Fachwerkbebauung der Hattinger Innenstadt, über moderne Ingenieurholzbauten wie die Rurbrücke Mauseln, bis hin zu Beispielen der energetischen Nutzung von Holz, sei es das Biowärmeheizwerk in Nettersheim oder ein Holz-Passivhaus wie es in Niederzier-Oberzier errichtet wurde. Neben der exemplarischen Darstellung gelungener Nutzungsmöglichkeiten, gibt es zahlreiche Angebote zum Naturerlebnis, Hinweise auf Naturdenkmale, Infozentren und den fast schon obligatorischen Waldlehrpfad. Die Holzroute NRW ist eingebettet in ein europäisches Vorhaben, mit dem ein Informationsnetz für Verbraucher aufgebaut wird. Die einzelnen Standorte, die fortlaufend ergänzt werden, können unter www.holzroute.de eingesehen werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, mit dem „Tourzettel“ thematische oder individuelle Routen zu planen. Zu beachten ist, dass einige Objekte nur nach Absprache bzw. Voranmeldung besichtigt werden können. Eine Multimedia-CD erleichtert ebenfalls die Vorauswahl. Darüber hinaus enthält die CD grundlegende Informationen zu den vielfältigen Thematiken. Ein Flyer kann kostenlos angefordert werden beim Bildungswerk Nettersheim, Bahnhofstraße 50, 53947 Nettersheim. Die CD ist für 5,- EUR erhältlich beim Forstamt Euskirchen Römerplatz 12 D-53947 Nettersheim Telefon: +49 2486 80100 Fax: +49 2486 801025 eMail: poststelle@fa-euskirchen.lfv.nrw.de Autor: Christian Gahle (nova) Quelle: infoholz vom 10.07.06 www.infoholz.de |
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| NRW-Landesregierung will Biogas-Technologie weiter fördern |
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Neuer Leitfaden für Kreditinstitute soll Investitionen in Projekte erleichtern Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die energetische Nutzung von Biogas deutlich verstärken. Wie die Energieagentur NRW mitteilt, hat NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben auf der Hannover Messe einen neuen Leitfaden vorgestellt; dieser liefere den Entscheidern in Banken und Sparkassen die notwendigen Informationen, um einen Antrag auf Finanzierung einer Biogas-Anlage bearbeiten zu können. Auf dem Energiegipfel bei Kanzlerin Angela Merkel hatten Wirtschaftsvertreter laut dem Bericht Anfang April angekündigt, in den nächsten Jahren 40 Milliarden Euro in Deutschland in den Bereich der Erneuerbaren Energien zu investieren. Ein großer Teil solle in den Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas fließen. "Die Biogas-Technologie wird in mittelständischen Unternehmen entwickelt und sehr erfolgreich am Markt umgesetzt. NRW ist führend in diesem Bereich und will seinen Vorsprung weiter ausbauen", sagte Ministerin Thoben auf dem Landesgemeinschaftsstand "Innovative Zukunftsenergien aus NRW". Der umfassende Leitfaden wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes NRW von der Energieagentur NRW in Kooperation mit BASE Deutschland erarbeitet, einer Partnerorganisation der Umweltorganisation der Vereinten Nationen zu Finanzierungsfragen im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Anerkennung erhält das innovative Projekt aus berufenem Munde. Prof. Klaus Töpfer, ehemaliger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und Ideengeber zur Gründung der Stiftung BASE, lobt: "Für die Banken ist es sehr hilfreich, wenn sie beim Aufbau von Know-how marktneutrale Informationen bekommen. Die Landesregierung in NRW hat hier mit dem Biogas-Leitfaden der Energieagentur NRW und BASE Deutschland Pionierarbeit geleistet." Nach Erfahrung der Energieagentur NRW und BASE Deutschland ist besonders in kleinen und mittleren Banken die Schwelle zur Beschäftigung mit erneuerbaren Energien hoch, sei es aus Zeitmangel für eigene Recherchen oder aus Mangel an Finanzmitteln für externe Gutachten. Mit dem Biogas-Leitfaden sowie Seminaren, die direkt auf die Finanzbranche zugeschnitten sind, sollen diese Hürden abgebaut werden." Die Biogas-Technik ist wesentlich komplizierter als etwa die Solarenergie oder Effizienztechnologien. Viele Kreditinstitute fangen gerade erst an, in diesem Bereich Wissen aufzubauen. Wir wollen diesen Prozess beschleunigen", sagte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. Die Biogas-Branche verzeichnet starke Zuwächse. Die mehr als 2.700 Biogasanlagen in Deutschland erzeugen gemeinsam eine Leistung von rund 665 Megawatt (im Jahr 2000 lag diese noch unter 100 Megawatt). Mehr als 30.000 Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich. Der Jahresumsatz der Branche lag in 2005 bei geschätzten 650 Millionen Euro. Allein 10 Milliarden Euro sollen bis 2012 in den Ausbau der Bioenergie-Nutzung und damit auch in den der Biogas-Nutzung investiert werden. NRW spielt in dem Markt eine bedeutende Rolle. Rund zehn Prozent aller Biogas-Anlagen in Deutschland stehen in NRW, nur in drei Bundesländern wird mehr elektrische Leistung aus Biogas gewonnen. In Nordrhein-Westfalen haben führende Biogas-Unternehmen ihren Firmensitz. Experten des Biogas-Fachverbands schätzen, dass Biogas bis 2020 mindestens 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas direkt ersetzen könnte, wenn auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Energiepflanzen für Biogas angebaut werden. Auf diese Weise könnten so jährlich etwa sieben Milliarden Euro in der regionalen Wirtschaft verbleiben, statt in andere Regionen abzufließen. Der 52seitige Biogas-Leitfaden ist unentgeltlich erhältlich bei der Energieagentur NRW, Tel.: 0202-8211; 24552-0, Fax: 0202-8211; 24552-50, E-Mail: info@ea-nrw.de. Weitere Informationen zur Finanzierung von Effizienztechnologien und Erneuerbaren Energien gibt es auch bei BASE Deutschland unter www.energy-base.org. Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW (www.presseservice.nrw.de/presse2006/04_2006/060424MWME.php) vom 2006-04-24. www.ea-nrw.de/_database/_data/datainfopool/biogas_0406.pdf www.energy-base.org.no_cache/deutsch/home/newsdetail/article/77/92.html |
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| Fraunhofer UMSICHT: 544.000 Euro Fördermittel für Entwicklung von NR-Kunststoffen |
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Geplante Compoundiereinheit ermöglicht, neue Rezepturen unter industrieähnlichen Bedingungen herzustellen Fraunhofer UMSICHT erhält Ziel-II-Fördermittel in Höhe von 544.000 Euro zur Errichtung einer Compoundiereinheit. Diese Anlage versetzt Fraunhofer UMSICHT in die Lage, pulver- und faserförmige Stoffe zu verarbeiten, um daraus unter industrieähnlichen Bedingungen neue, ressourcenschonende Materialien auf Basis nachwachsender Rohstoffe herzustellen. Kunststoffe begegnen uns auf Schritt und Tritt. Ob als Verpackung, im Auto oder als CD, täglich trifft man auf die langkettigen Moleküle, die exquisite Materialeigenschaften, gute Verarbeitbarkeit und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis in sich vereinen. 2003 verbrauchte durchschnittlich jeder Westeuropäer rund 98 Kilo Kunststoff – Tendenz steigend. Doch keine Erfolgsstory ohne Haken: Das Gros der Kunststoffe besteht aus Polymeren und deren Rohstoff, das Erdöl, wird knapper. Umweltfreundliche Alternativen sind gefragt. Fraunhofer UMSICHT setzt bei der systematischen Entwicklung neuer Werkstoffe in ausgesuchten Bereichen der Kunststofftechnik auf nachwachsende Rohstoffe und das Design ressourcenschonender Werkstoffe. Die mit 544.000 Euro zu 40 Prozent aus Mitteln der EU sowie zu 60 Prozent aus Mitteln des Landes NRW geförderte Compoundiereinheit ermöglicht es Fraunhofer UMSICHT die am Institut praxisnah auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnittenen Compounds auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die auf zuvor im Werkstofflabor entwickelten Rezepturen beruhen, neu bzw. weiter zu entwickeln und unter industrieähnlichen Bedingungen herzustellen. Damit wird die Lücke zwischen der Herstellung sehr kleiner Versuchsmengen unter Laborbedingungen und der Umsetzung in eine industrielle Produktion eines Spezialcompounds geschlossen. Was versteht man unter Compoundierung? Bei der Verarbeitung von Kunststoffen zu Produkten wie z.B. Plastikbestecken werden aus den pulverförmigen oder flüssigen Rohmaterialien Mischungen hergestellt, die den Endprodukten ihre typischen Eigenschaften verleihen. Diese Rezepturen sind das Geheimnis eines jeden Kunststoffes. Derartige Mischungen kann man erreichen, indem die Rohkunststoffe in den gewünschten Mengenverhältnissen gemeinsam geschmolzen und vermischt werden. Anschließend wird die Schmelze in einen spaghettiförmigen Strang gepresst, welcher abgekühlt wird und dabei erstarrt. Durch Zerkleinern des Stranges erhält man ein Granulat, das Compound, mit Partikelgrößen von 5-8 mm. Vorteile der geförderten Compoundieranlage Die vom Land NRW geförderte Anlage ermöglicht diesen Prozess für Kleinserienproduktionen mit typischen Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. Celluloseacetat aus Cellulose oder Polymilchsäure aus Mais, die zunehmend Erdölbasierte Kunststoffe wie Polystyrol oder Polyethylen ersetzen sollen. Das Compound wird in weiteren Verarbeitungsschritten z.B. in Spritzgussmaschinen zur Herstellung der Formlinge (z.B. besagtem Besteck) eingesetzt. Damit neue Rezepturen nicht nur im Labor hergestellt und geprüft werden können, ist die Herstellung größerer Mengen zur Bemusterung der Endprodukte in Kleinserien erforderlich. Dies ist wichtig, da die Fertigung der Endprodukte nicht im Kleinen geprüft werden kann. Mit der geförderten Anlage ist UMSICHT nun in der Lage, in kurzer Zeit auch einige hundert Kilogramm eines völlig neuen Materials bereitzustellen, mit dem ein Produzent direkt eine Musterserie seines neuen Kunststoffproduktes herstellen kann. Dadurch werden Entwicklungszeiten für neue Produkte verkürzt und das Risiko für neue Investitionen z.B. für spezielle Compoundieranlagen im Produktionsmaßstab verringert. Die geplante Compoundierlinie PulverFasS (Compoundierung pulver- und faserförmiger Stoffe) enthält folgende Komponenten: - Doppelschneckenextruder zur Compoundierung nachwachsender Rohstoffe incl. Vakuumpumpe, Siebwechsler und Granulierung Zubehör: - Pflugscharmischer - Fördergeräte - Granulatdosierung, gravimetrisch - Pulver- und Flüssigkeitsdosierungen gravimetrisch, volumetrisch - Seitenbeschickung - Silo- und Absackstation - Waagen - Anlageninfrastruktur Quelle(n): Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT (www.umsicht.fraunhofer.de/presse/bericht.php?titel=060105_pulverfass) vom 2006-01-05. |
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| Verbrennung von Getreide aus technischer und ethischer Sicht - NRW-Erlass erlaubt die Verbrennung |
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Über das Verbrennen von Getreide zur Energieerzeugung wird seit längerer Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert. Im Rahmen der Vorlesungsreihe "Perspektiven der Landwirtschaft in Deutschland" an der Universität Göttingen erläuterte Prof. Dr. Wolfgang Lücke vom Institut für Agrartechnik die Möglichkeiten und Grenzen aus technischer Sicht. Ein Heizwertvergleich zeige, dass 2,5 kg Getreide einen Liter Heizöl ersetzen könnten. Die auf einem Hektar erzeugte Trockenmasse von rund 8 t könne somit unter günstigen Bedingungen eine Fläche von 800 m2 beheizen. "Einige Inhaltsstoffe des Getreides verursachen bei der Verbrennung Probleme, die aber technisch lösbar sind." Der im Vergleich zu Holz hohe Stickstoffgehalt trage zur Bildung von Stickoxiden bei. Durch geringere Düngung oder die Züchtung von Energiegetreidesorten könne jedoch Abhilfe geschaffen werden. Weitere bedenkliche Inhaltsstoffe seien Kalium und Chlor. Sie hätten negativen Einfluss auf das Verhalten der Asche (Verschlackung) bzw. verursachten eine stärkere Korrosion des Ofens. Um eine restlose Verbrennung zu gewährleisten, müsse der Verbrennungsprozess bei Getreide langsamer ablaufen. Damit wären größere und teurere Öfen notwendig. Aus juristischer Sicht könnte Getreide zwar nach der TA-Luft als zulässiger Brennstoff anerkannt werden, jedoch nicht sein Einsatz in Kleinfeuerungsanlagen unter 100 kW (Bundesimmissionsschutzgesetz). Derzeit sei die Technik noch aufwändiger als bei der Verbrennung von Öl oder Gas, mit der weiteren Verteuerung fossiler Brennstoffe und fortschreitender Entwicklung relativiere sich das Verhältnis aber zusehends. Weitere Vorteile lägen in der besseren CO2-Bilanz und der Förderung der Wertschöpfung in der Region. Lücke plädierte für einen weitgefächerten Energiemix, der auch die Verbrennung von Getreide einschließe. "Aufgabe der Universitäten muss es sein, intelligente Systeme für die Landwirtschaft zu entwickeln und den Landwirten Argumente an die Hand zu geben." Der Göttinger Theologe Prof. Dr. Reiner Anselm erörterte die Problematik aus ethischer Sicht. Unter Abwägung verschiedener Gesichtspunkte, die für (begrenzte Energiereserven, CO2-Neutralität, Landwirt als Energiewirt) oder gegen die Verbrennung von Getreide (Tabubruch, Vernichtung von Nahrungsmitteln) zur Energiegewinnung sprechen, sprach er sich für ein "vorsichtiges Ja" zur Verbrennung von Getreide aus. Voraussetzung sei allerdings eine ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln. Dabei stellte er klar, dass dieses Problem global gelöst werden müsse und wies auf die begrenzte Reichweite der eigenen Entscheidung hin. In Nordrhein-Westfalen ist künftig das Verheizen von Energiegetreide möglich. Das regelt ein Erlass des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums vom Dezemer 2005. Danach können Land- und Gartenbaubetriebe sowie agrargewerbliche Betriebe (z.B. Mühlen) eine Ausnahmegenehmigung erhalten, Getreide, das nicht für die Nahrungsmittelproduktion geeignet ist, energetisch zu verwerten. Quelle(n): aid infodienst vom 2006-01-04. www.aid.de/ |
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| Minister Uhlenberg setzt auch auf den Zukunftsbrennstoff Holzpellets |
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Durch die permanent steigenden Ölpreise wird das Heizen mit Holzpellets noch attraktiver. Wurden im vergangenen Jahr bundesweit rund 7.000 neue Pelletheizungen in Betrieb genommen, liegt die Zahl der Neuinstallationen in diesem Jahr bereits weit darüber und wird bis zum Jahresende auf 14.000 Anlagen geschätzt. Damit wird der Gesamtbestand auf rund 40.000 Holzpelletheizkessel in Deutschland steigen. Die stark schwankenden Öl- und Gaspreise können Verbraucher, die sich bereits für die ökologische Alternative entschieden haben, gelassen beobachten. Der Preis für Holzpellets ist seit Jahren stabil und tendenziell eher rückläufig. Dafür sorgt auch das wachsende Angebot an Pellets. Die kleinen Presslinge werden derzeit an 28 Standorten in Deutschland produziert. Drei Produktionsstätten davon befinden sich in NRW. Der Aufbau von weiteren 14 Produktionen in Deutschland ist für die nächsten drei Jahre geplant. Damit wird mittelfristig das Angebot von derzeit rund 300.000 Tonnen Pellets jährlich auf über eine Million Tonnen pro Jahr ansteigen. Und auch die Rohstoffversorgung zur Erhöhung der Pelletproduktion ist gewährleistet. In Deutschland wachsen jedes Jahr etwa 80 Millionen Festmeter nach, von denen jedoch nur 50 Millionen genutzt werden. "Die Potenziale in NRW sind groß. Zehn Prozent der bundesweit verkauften Pelletkessel werden mittlerweile an Rhein und Ruhr installiert. Insgesamt wurden in NRW fast 5.000 Holzenergieanlagen über die Holzabsatzförderrichtlinie des NRW-Umweltministeriums gefördert. Bei etwa 4.000 Anlagen handelt es sich um Holzpelletheizungen für den überwiegenden Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Allein in diesem Jahr haben sich fast 2.000 Bürgerinnen und Bürger für den Einbau einer solchen umweltfreundlichen und Heizkosten sparende Technologie entschieden", erklärte Landes-Umweltminister Eckhard Uhlenberg heute auf der 3. Fachtagung Holzpellets in Bonn vor rund 350 Experten. Der Minister weiter: "Darüber hinaus haben viele nordrhein-westfälische Unternehmen, vor allem kleine und mittelständische Betriebe, das innovative Potential der neuen Heiztechnik erkannt und sich erfolgreich in der Branche positioniert. Diese wollen wir auch zukünftig stärken, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Mit der Aktion Holzpellets werden wir auch im kommenden Jahr erfolgreich für den Zukunftsbrennstoff werben, damit sich diese positive Marktentwicklung fortsetzt." Einen Überblick über die marktspezifischen, technischen und wirtschaftlichen Aspekte der energetischen Holznutzung verschafften sich heute fast 350 Teilnehmer bei der 3. Fachtagung Holzpellets der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Bonn. Unternehmen, Planer, Architekten sowie kommunale Entscheidungsträger informierten sich über die positive Marktentwicklung, die Versorgungssicherheit und die Finanzierungsmöglichkeiten. Erfolgreiche Praxis-Beispiele von kommunalen Einrichtungen, wie etwa die Wärmeversorgung einer Grundschule oder die eines Wohngebietes, rundeten das Programm ab. Die Fachvorträge der 3. Fachtagung Holzpellets können nach Veranstaltungsende auf der Internetseite www.aktion-holzpellets.de als pdf-Dateien abgerufen werden. Kontakt: Beate Schmidt Landesinitiative Zukunftsenergien NRW c/o NRW-Umweltministerium Schwannstr. 3; 40476 Düsseldorf Tel.: (02 11) 45 66 – 692 oder 0171 – 930 32 60 E-Mail: Beate.Schmidt@munlv.nrw.de Quelle: www.energieland.nrw.de |
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| nova-Kongressbericht: Erster Deutscher WPC-Kongress mit großer Resonanz |
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Großes Markt- und Innovations-Potenzial für Wood-Plastic-Composites (WPC) - Fachgruppe WPC gegründet Der Erste Deutsche WPC-Kongress, den das nova-Institut (Hürth) am 8. und 9. November im Maritim-Hotel in Köln durchführte, stieß bei der Holz- und Kunststoff-verarbeitenden Industrie, Zulieferern und Anwendern auf großes Interesse: 300 Teilnehmer aus 14 Ländern fanden sich in Köln ein, um über neueste Entwicklungen im Bereich der Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe informiert zu werden und angeregt zu diskutieren. Vertreten waren die Branchen Bau, Möbel und Automobil, Maschinenbau, Rohstoffe und Additive sowie Produzenten aus der Holz- und Kunststoffindustrie. Auf der begleitenden Fachausstellung präsentierten 24 Unternehmen und Institute ihre Kompetenz in Sachen Produktionsanlagen (Extruder), Mess- und Mischvorrichtungen, WPC-Granulate und Produkte. Die Aussteller zeigten sich mit den "sehr gut gemischten" Kongressbesuchern zufrieden, die eine Vielzahl von Geschäftskontakten ermöglichten. Das große Interesse am Thema WPC spiegelt die erstaunliche Dynamik wieder, mit der Produktion und Absatz dieser neue Werkstoffgruppe nun auch in Deutschland wachsen. Wurden im Jahr 2004 in Deutschland erst 5.000 t WPC produziert, werden es dieses Jahr bereits knapp 10.000 t sein (nova-Marktstudie), Tendenz stark steigend. Waren es vor drei Jahren noch ca. vier Firmen in Deutschland, die WPC-Produkte produzierten, so sind es in diesem Jahr bereits etwa 20. In Europa wird für dieses Jahr ein Produktionsvolumen von 40.000 – 50.000 t erwartet. Welches Marktpotenzial auf seine Erschließung wartet, sieht man in Nordamerika: Hier wird für 2005 bereits eine WPC-Produktion von 700.000 t erwartet und die jährlichen Zuwachsraten sind immer noch zweistellig. Das Besondere an WPC ist, dass diese Werkstoffe sowohl für die Holzwerkstoffindustrie als auch für die Kunststoffindustrie neue Materialien sind. Sind dies thermoplastisch-gebundene Holzwerkstoffe oder holzgefüllte Thermoplaste? Verarbeitbar wie Kunststoffe (Spritzguss, Extrusion), witterungsbeständiger als Holzwerkstoffe, teurer als Holzplattenwerkstoffe und preiswerter als Kunststoffe. Um WPC erfolgreich entwickeln, produzieren und vermarkten zu können müssen Experten aus der Holz- und Kunststofftechnik zusammen arbeiten. Und hierbei müssen sich die Experten beider Seiten auf Begriffe, Definitionen, Normen und Mess-Standards sowie Zertifizierungen einigen. Heute werden WPC vor allem im Baubereich in Form von hochgefüllten, extrudierten Profilen, z.B. als witterungsbeständige Bodendielen ("Decking") im Außenbereich eingesetzt. Dies wird zunächst auch der wichtigste Anwendungsbereich bleiben und hier gilt es, WPC-Profile in den Baumärkten so verfügbar zu machen, wie dies in Nordamerika bereits gelungen ist. Qualität und Marketing scheinen hierbei die Schlüsselbegriffe zu sein. Neben den Bodendielen, die vor allem an Stelle von Bangkirai-Tropenholz auf Terrassen und Balkonen zum Einsatz kommen, sind im Bausektor bereits Fußleisten, Fensterbänke, Fensterrahmen und Bodenfliesen aus WPC am Markt erhältlich. Im Möbelbereich gibt es erste Anwendungen wie Regalsysteme, Stühle und Sessel. Auf dem Kongress wurde ein WPC-Sessel, der im Rotationsgussverfahren hergestellt wird, erstmalig einem größeren Publikum vorgestellt. Aber auch in der Automobilindustrie werden WPC-Materialien eingesetzt, so findet man z.B. in der neuen Mercedes-S-Klasse einen spritzgegossenen Sitzhaken aus einem WPC-Material, das im Sommer 2005 für mehrere Automobilkonzerne weltweit freigegeben wurde. 25 Vorträge – Höhepunkte des Kongresses Eröffnet wurde der WPC-Kongress von Minister Eckhard Uhlenberg, Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Minister Uhlenberg betonte die große Bedeutung der Holzwerkstoff-Industrie für das Land NRW und das Interesse der Landesregierung an neuen Holzwerkstoffen. Er bewertete das neue WPC-Material sehr positiv. Er habe zwar "vor wenigen Tagen noch nicht gewusst, was WPC sind", gab der Minister in Köln freimütig zu, er erkenne aber jetzt das Potenzial dieser "intelligenten Produkte mit hohem Zusatznutzen". Eine Reihe wichtiger Produzenten und Maschinenbauer sind in NRW angesiedelt und in den Bereichen Bau-, Automobil- und Möbelindustrie tätig. Dr. Andreas Schütte von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Gülzow, bundesweit zuständig für die Förderung von nachwachsenden Rohstoffen, zeigte auf, welche zunehmende Bedeutung natur- und holzfaserverstärkte Kunststoffe und Bio-Kunststoffe bereits am Markt haben. Die Fachagentur hat in den letzten zehn Jahren eine Vielzahl von Projekten gefördert und hat auch künftig ein offenes Ohr für neue Entwicklungen von Werkstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. "Reichen Sie uns interessante Projekte ein!", ermutigte Dr. Schütte die anwesenden WPC-Experten. Veranstalter und Marktforscher Michael Karus, nova-Institut, Hürth, stellte die erste WPC-Marktstudie vor, die in Deutschland mit Mitteln der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) durchgeführt wurde. In der Studie werden erstmalig quantitative Aussagen über Produktion und Verwendung von WPC-Werkstoffen in Deutschland, Europa und der Welt gemacht (s.o.). Mittel- bis langfristig werden laut Karus für WPC aber Marktpotenziale in einer ganz anderen Größenordung sichtbar. In Zeiten steigender und zunehmend unkalkulierbarer Preise für Erdöl und Erdöl-basierte Kunststoffe sowie gleichzeitig stabilen Preisen für Holz- und Naturfasern ist erstmalig ein wirkliches Interesse der Kunststoff-verarbeitenden Industrie zu erkennen, sich nach Rohstoffalternativen für ihre Werkstoffe umzusehen. Viele Industrien befinden sich augenblicklich in einer Phase der Neuorientierung. Es geht darum, Alternativen zur heutigen Erdöl-fixierten Rohstoffbasis zu finden. Und diese gibt es: Holz- und Naturfaser-verstärkte Kunststoffe. Auch wenn die eingesetzten Kunststoffe meist noch Erdöl-basiert sind, ist dies ein erster Schritt, sich von der Abhängigkeit vom Erdölpreis zu lösen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch Biokunststoffe ökonomisch konkurrenzfähig werden. Mit den verschiedenen Biokunststoffen sowie Holz- und Naturfaser-verstärkten (Bio-)Kunststoffen können eine Vielzahl der heutigen Kunststoffanwendungen realisiert und substituiert werden. Vielleicht steht die Industrie bei Werkstoffen am Anfang eines Paradigmenwechsels, einer Rohstoffwende – ebenso wie sich in der Energiewirtschaft eine Energiewende abzeichnet. Dr. Hans Korte, Innovationsberatung Holz & Fasern, Wismar, eröffnete den Praxisteil der Konferenz mit einem viel beachteten Vortrag mit dem Titel "Produkteigenschaften von WPC – zwischen Wunsch und Wirklichkeit". Herr Korte wertete die Versprechungen der WPC-Produzenten und –Händlern aus ihren Werbebroschüren und Internetauftritten auf der einen und Praxiserfahrungen auf der anderen Seite aus und stellte fest, dass erhebliche Differenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit bestehen, die den Erfolg der Produkte gefährden können. Gerade im Bezug auf Dauerhaftigkeit, Witterungsbeständigkeit und Farbechtheit würden den Kunden zum Teil Dinge versprochen, die viele der am Markt erhältlichen WPC-Materialien kaum einhalten können – bzw. höchstens "verbal" einhalten könnten, da entsprechende Normen und Prüfvorschriften fehlten. Weitere Produkt¬optimierungen, Aufzeigen von Vorteilen und Grenzen des neuen Materials, Entwicklung von Normen und Prüfstandards seien aktuell erforderlich, um die Markteinführung dauerhaft zu sichern. Korte stellte hierzu verschiedene Ansätze auf nationaler und europäischer Ebene vor. Dr. Eugen Prömper, Johnson Controls Interior, Grefrath, dessen Unternehmen einer der führenden, weltweit tätigen Automobilzulieferer ist, gab einen umfassenden Überblick über den Einsatz von Holzfaser-Verbundwerkstoffen in der Automobilindustrie. Neben thermo- und duroplastischen Holzfaser-Mattenwerkstoffen werden auch WPC-Materialien eingesetzt, wie z.B. ein Sitzhaken in der Mercedes-S-Klasse, der dort ein bisheriges PC-ABS-Teil ersetzt. Zum Erstaunen vieler Teilnehmer zeigte Herr Prömper auf, dass Johnson Control bereits seit über 30 Jahren in Italien WPC-Materialien in Fiat-Automobilen einsetzt, freilich ohne bisher den Begriff WPC für diese zu verwenden. WPC wurden also weder in Schweden oder den USA erfunden, sondern werden schon seit mindestens 30 Jahren in der europäischen Automobilindustrie als kostengünstige Materialien z.B. in den Türinnenverkleidungen genutzt. Weitere Vorträge beschäftigten sich intensiv mit dem Rohstoff Holzmehl und Holzfasern und ihren Einfluss auf die WPC-Eigenschaften. Eine Vortragssession befasste sich mit der "Marktakzeptanz von WPC in verschiedenen Branchen", eine weitere mit "Qualitätsstandards und Normung" und "Dauerhaftigkeit". Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt bei den WPC-Produzenten selber. Sechs führende Unternehmen stellte ihre Produkte, Firmen- und Marketing-Philosophie vor. Dabei wurde ungewöhnlich offen über Schwachstellen und Optimierungsbedarf gesprochen. Die letzte Session "Neue Entwicklungen" gab fünf Unternehmen und Instituten Raum, ihre neuesten Entwicklungen im Bereich WPC vorzustellen. Hierzu gehörten u.a. die Herstellung von WPC-Produkten im Rotationsgussverfahren sowie die Herstellung von Hightech-Holzplatten. Fachgruppen-Gründungen Am ersten Kongresstag, dem 8. November, wurde die neue Fachgruppe WPC unter dem Dach des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI), Gießen, ins Leben gerufen. Vorsitzender der Fachgruppe, die zunächst aus vier Gründungsmitgliedern besteht, ist der geschäftsführende Gesellschafter der Kosche Profilummantelung GmbH, Much (NRW), Gerhard Kosche. "Innerhalb der WPC-Branche sind wir immer noch in der Produktentwicklungsphase, es wurde schon viel erreicht, aber es gibt auch noch viel zu tun. Ein Schritt in die richtige Richtung ist sicherlich die Gründung der Fachgruppe, in der wir uns das Ziel gesetzt haben, Normen, Prüfverfahren und Zertifizierungsmöglichkeiten für den alternativen Werkstoff zu finden und festzuhalten. Ganz wichtig ist uns aber auch, den Werkstoff und seine Möglichkeiten in der Öffentlichkeit mehr und mehr publik zu machen", erklärte Gerhard Kosche auf Befragen der K-ZEITUNG auf dem Kongress in Köln. Aber auch von Seiten der Kunststoffindustrie wurde auf der Konferenz die Gründung einer Arbeitsgruppe WPC angeregt. Der Branchenverband "Arbeitskreis Verstärkte Kunststoffe – Technische Vereinigung (AVK-TV)", Frankfurt, hatte wie der VHI den WPC-Kongress dazu genutzt, interessierte Unternehmen einzuladen. Die eigentliche Gründung der Arbeitsgruppe WPC soll im Januar 2006 in Frankfurt erfolgen. Auf das Unverständnis, das die Gründung zweier WPC-Fachgruppen bei vielen Teilnehmern auslöste, meinte Veranstalter Karus: "Der Kongress hat gezeigt, dass die Holz- und die Kunststoffindustrie in verschiedenen Sprachen sprechen. Es ist von daher vielleicht keine schlechte Idee, zwei Verbände zu gründen, anstatt einen, in dem die Interessenlagen so inhomogen sind, dass es zu einer Blockade kommt. Verbände funktionieren nur, wenn die Mitglieder ähnliche Ziele verfolgen. Diese können vermutlich einfacher in einer WPC-Holzwerkstoff-Gruppe und einer WPC-Kunststoff-Gruppe identifiziert werden. Natürlich müssen anschließend beide Seiten auf Fachgruppen-Ebene Normen etc. miteinander abstimmen." Dem Wunsch der Zusammenarbeit beider Gruppen, der von Karus und vielen Teilnehmern erhoben wurde, werden VHI und AVK wohl folgen. Bereits auf dem WPC-Kongress gab es intensive Diskussionen zwischen beiden Gruppen. Fazit Insgesamt erlebte man eine neue Branche im Aufschwung, eine Branche mit großen Potenzialen, die es zu nutzen, aber auch mit Hemmnissen und Risiken, die es zu überwinden gilt. Zu beidem hat der Kongress einen Beitrag leisten können. Ziel des nova-Instituts war es, diesen Kongress ins Leben zu rufen, um die Interessen und Branchen zusammen zu führen - dies ist gelungen. Durch die Konzeption, vor allem Hersteller und Anwender zu Wort kommen zu lassen, gelang es, sich von anderen Veranstaltungen abzugrenzen und neue Akteure für das Thema WPC zu begeistern. Der WPC-Kongress soll, mit weiter zu entwickelndem Konzept, von nun an regelmäßig stattfinden. Auf der Internetseite des WPC-Kongresses (www.wpc-kongress.de) finden Sie folgende Materialien: * Die komplette Marktstudie des nova-Instituts zum Thema WPC (89 S.) (kostenfrei) * Das Kongress-Magazin (40 S.) (kostenfrei als PDF, gegen Bearbeitungsgebühr als Broschüre) * Sämtliche 298 Teilnehmer mit Namen, Firma und E-Mail-Adresse. * Diesen Pressetext als PDF (bitte bei Bedarf bitte die Word-Version bei dominik.vogt@nova-institut.de anfordern) * Die CD-ROM mit sämtlichen Vorträgen und Grußworten zum Ersten Deutschen WPC-Kongress kann in Kürze auf der Internetseite bestellt werden – für Kongress-Teilnehmer kostenfrei und für andere Interessenten zum Preis von 185,- € inkl. 16% MwSt. nova-Institut GmbH v.i.S.d.P.: Dipl.-Phys. Michael Karus (Geschäftsführer) Goldenbergstr. 2 50354 Hürth Tel.: 0228-94 36 84 Fax: 0228-94 36 83 E-Mail: contact@nova-institut.de Internet: www.nova-Institut.de/nr; www.wpc-kongress.de; |
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| Uhlenberg: NRW-Programm "Ländlicher Raum" schafft Arbeitsplätze und schont die Umwelt |
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Rund 134 Millionen Euro sind in diesem Jahr in den ländlichen Raum, u.a. an die Land- und Forstwirtschaft in Nordrhein-Westfalen geflossen. Die von EU, Bund und Land gemeinsam bereit gestellten Mittel wurden in insgesamt elf verschiedenen Förderbereichen eingesetzt. Hauptfördergebiete sind der Ausbau der nordrhein-westfälischen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen in der Land- und Forstwirtschaft und im Gartenbau mit rund 15 Mio. Euro sowie die einzelbetriebliche Agrarinvestitionsförderung mit 21 Mio. Euro. Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg: "Mit dem Programm Ländlicher Raum konnten u.a. im Bereich erneuerbare Energien viele neue Impulse gesetzt werden. Die Förderpalette reicht von Biogasanlagen in landwirtschaftlichen Betrieben bis hin zur Umstellung von Heizungen auf Hackschnitzel- und Pellettechnik. Insgesamt konnten in diesem Bereich schon über 20 Biogasanlagen und 4.000 Holzheizungen gefördert werden. Damit schaffen wir klimaschonende Alternativen zu den immer teurer werdenden fossilen Energieträgern und eröffnen Land- und Forstwirtschaft zugleich neue wirtschaftliche Perspektiven für die Zukunft." Darüber hinaus verbessert das Programm mit Flurbereinigungs- und Dorferneuerungsmaßnahmen die ländliche Infrastruktur. In diesen Bereichen sind gut 28 Mio. Euro eingesetzt worden. Ziel ist es vor allem, die Produktions- und Arbeitsbedingungen der Land- und Forstwirtschaft naturverträglich zu verbessern und die Lebensqualität im ländlichen Raum zu steigern. Dazu werden u.a. die Erhaltung und Umnutzung der ländlichen Bausubstanz gefördert und durch Begrünungs- und Umgestaltungsmaßnahmen attraktive und zugleich funktionsgerechte Dorfstrukturen geschaffen. Im Forstbereich zielen die Fördermaßnahmen auf die wirtschaftliche und ökologische Aufwertung der Waldflächen. Ein weiterer Kernbereich des Programms "Ländlicher Raum", in den über die Hälfte der gesamten Mittel geflossen ist, sind die Agrarumweltmaßnahmen, der Vertragsnaturschutz und der Ausgleich für Flächen, die im Rahmen der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie nicht oder nur eingeschränkt bewirtschaftet werden können. Damit werden die ökologischen Leistungen der Land- und Forstwirtschaft angemessen honoriert und die Bewirtschaftungsauflagen ausgeglichen. Dafür hat das Land in 2005 insgesamt 55,3 Mio. Euro bereitgestellt. Inzwischen werden über 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Nordrhein-Westfalen besonders umweltschonend bewirtschaftet. Für das nächste Jahr hat die EU wiederum 45 Mio. Euro für das NRW-Programm "Ländlicher Raum" zugesagt. Der Minister machte deutlich, dass in den nächsten Monaten die Weichen für die neue Förderperiode 2007-2013 gestellt werden müssen: "Wir müssen alle Fördermaßnahmen des NRW-Programms auf den Prüfstand stellen und sie hinsichtlich der künftigen Erfordernisse und der finanziellen Möglichkeiten neu ausrichten. Dabei werden wir insbesondere die Förderbereiche stärken, die die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft verbessern und die Arbeitsplätze sichern bzw. neue schaffen. Welche Möglichkeiten hierbei bestehen, hängt vor allem davon ab, wie der künftige EU-Haushalt ausgestattet sein wird. Hier brauchen die Länder möglichst rasch Klarheit, um die Programmplanung vorantreiben zu können". Quelle: Pressemitteilung www.munlv.nrw.de vom 2005-11-18. |
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| Wo gibt es Brennholz? |
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Jetzt ist die richtige Zeit, sich um Brennholz für den Winter zu kümmern. Brennholz kann man inzwischen auch in Säcken verpackt kaufen, aber der Weg zum Förster hilft, bares Geld zu sparen. Wer selbst Hand anlegen möchte, bekommt vom Förster eine Parzelle zugewiesen und kann zum Beispiel bei der Baumfällung zurückgebliebene Kronenteile selbst zersägen. Dann heizt Holz sogar dreimal: Zuerst beim Zerkleinern im Wald, dann zu Hause beim Spalten und Hacken und schließlich im Ofen. Trockenes Holz verbrennt umweltfreundlich: Es qualmt kaum, rußt nur gering und heizt außerordentlich gut, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Ein Raummeter luftgetrocknetes Laubholz – das ist ein locker aufgesetzter Holzstoß von einem Meter Länge, Breite und Höhe – hat den gleichen Heizwert wie 220 Liter Heizöl. Aber auch Nadelholz brennt gut. Bezogen auf das Gewicht, liefert Fichtenholz sogar mehr Wärme als die Buche. Nur trocken muss es sein, denn sonst geht bei der Verbrennung zuviel Energie für die Verdunstung des im Holz enthaltenen Wassers verloren. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen rät, Holz bei der Lagerung auf keinen Fall rundum mit Plastikplanen abzudecken. Frisches Heizholz kann darunter nicht trocknen. Wird das Brennholz in einem geschlossenen Raum gelagert, muss ein stetiger Luftaustausch gewährleistet sein. Die Adressen der Forstämter sind unter Forstverwaltung im örtlichen Telefonbuch zu finden oder im Internet unter www.wald-und-holz.nrw.de. Quelle(n): Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 2005-10-12. www.landwirtschaftskammer.de/presse/aa-2005-41-04.htm |
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| Landwirtschaftsminister setzen sich für verstärkte Nutzung von Biokraftstoffen ein |
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Die Landwirtschaftsminister der Länder und des Bundes haben heute auf der Agrarministerkonferenz in Bielefeld beraten. Auf der Tagesordnung der Konferenz, die vom diesjährigen Vorsitzland Nordrhein-Westfalen geleitet wurde, waren rund 50 Punkte, u.a. die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien. Die Agrarminister der Länder setzen sich einstimmig dafür ein, den Einsatz von Biomasse zur Energiegewinnung weiter voranzutreiben. Dazu bitten sie die Bundesregierung, bei der EU-Kommission nachdrücklich für eine europaweit verbindliche Festlegung von Mindestanteilen von Biokraftstoffen im Verkehrssektor einzutreten und ein Beimischungsgebot zu prüfen. Die Minister betonen, dass die Beibehaltung der heutigen Mineralölsteuerbefreiung im Biokraftstoffsektor entscheidend für die Sicherung der bestehenden Produktionskapazitäten in Deutschland und den weiteren Ausbau ist. Staatssekretär Dr. Alexander Schink: "Angesichts der aktuellen Entwicklung auf den internationalen Energiemärkten und den immer mehr spürbaren Folgen des Klimawandels setzt sich Nordrhein-Westfalen hier für einen Beimischungsgebot von 5% bis zum Jahr 2010 ein. Mit erneuerbaren Energien schaffen wir neue Einkommensquellen für die Land- und Forstwirtschaft und bieten Alternativen zu Öl und anderen endlichen Ressourcen. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und zum Klimaschutz." Quelle(n): MUNLV vom 2005-10-07. www.munlv.de |
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| nova-Studie: Wood-Plastic-Composites (WPC) |
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Märkte in Nordamerika, Japan und Europa mit Schwerpunkt auf Deutschland Wood-Plastic-Composites (WPC) sind eine neue Werkstoffgruppe, die sich derzeit weltweit mit hohen Zuwachsraten dynamisch entwickelt. WPC sind thermoplastisch verarbeitbare Verbundwerkstoffe aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, meist synthetischen Kunststoffen und Additiven. Ein typisches WPC-Produkt ist z.B. ein extrudiertes Profil für einen Veranda-Bodenbelag, aus 70% Holzmehl, 25% Polyethylen oder Polypropylen und 5% Additiven, wie Haftvermittler, UV-Schutzzusätzen und Farbpigmenten. Ein allgemein akzeptierter deutscher Begriff hat sich bislang nicht etablieren können. Die wörtliche Übersetzung von WPC lautet: Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe. Weltweit führend bei Produktion und Einsatz von WPC ist Nordamerika, wo im Jahr 2005 ca. 700.000 t am Markt abgesetzt werden. Wichtigster Absatzmarkt ist in Nordamerika der Bereich "Decking", das sind Bodenbeläge für Außenanwendungen, wie Veranda, Terrasse oder Außentreppe, wo WPC vor allem Kesseldruck-imprägniertes Echtholz ersetzt. Die jährlichen Zuwachsraten sind beachtlich, schon bald dürfte die 1 Mio.-Tonnen-Marke überschritten sein. Die klassische Holz- und Kunststoffindustrie sieht mit Erstaunen eine neue Werkstoffgruppe wachsen, die vor allem aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz besteht. Während für Nordamerika detaillierte Marktstudien vorliegen, ist die Datenlage für die nächst wichtigen WPC-Märkte, Asien und Europa, eher dürftig. In Europa schätzen Experten die aktuelle WPC-Produktion auf etwa 30.000 t/Jahr. Die vorliegende Studie liefert erstmalig detaillierte Fakten zum deutschen WPC-Markt. Aufgrund der aktuellen Dynamik kann dies nur eine erste Zwischenbilanz, eine Momentaufnahme sein. Die Studie macht Aussagen zum Marktvolumen, den wichtigsten Anwendungen, Produzenten und Akteuren. Die wichtigsten Ergebnisse sind: - Im Jahr 2004 wurden in Deutschland etwa 5.000 t WPC produziert. - Für das Jahr 2005 wird eine Verdopplung der Produktionsmenge auf 10.000 t WPC erwartet. - Gerade für die Holzwerkstoffproduzenten ist WPC ein heißes Thema, alle beobachten die Entwicklung, viele stehen in den Startlöchern. - Inzwischen gibt es in Deutschland mindestens 17 Unternehmen, die WPC-Granulate und –Produkte herstellen. Aktuell werden erhebliche Investitionen getätigt und die Kapazitäten ausgebaut. - Anders als in Nordamerika ist das Anwendungsspektrum in Deutschland stärker diversifiziert. Ebenso wie in den USA werden mittels Extrusion Boden-Profile für den Außenbereich produziert. Andere Anwendungsfelder wie die Automobil- und Möbelindustrie stehen aber ebenso im Visier der Produzenten. Hier spielen vor allem Polypropylen als Matrix und Spritzgießen als Verfahren eine wichtige Rolle. - Viel wird entwickelt und probiert – in welchem Bereich in fünf Jahren die Hauptanwendungsfelder liegen werden, ist offen. Besondere Chancen und Hemmnisse ergeben sich bei WPC aus der "Hochzeit" zwischen Holz- und Kunststofftechnologie: - Der primäre Werkstoff Holz mit seinen Qualitätsschwankungen, Staub- und Feuchteproblemen ist der Kunststoffindustrie weitgehend fremd. Im Vergleich zu Kunststoffen haben Holzrohstoffe jedoch den Vorteil preiswerter zu sein. - Die Produktion von WPC auf Extrudern, den Standardmaschinen der Kunststoffindustrie, ist der Holzindustrie fremd und verglichen mit der Produktion von Holzplattenwerkstoffen langsam und teuer. - Beide Industrien betreten mit WPC also Neuland. Auch auf Seiten der Werkstoffe liegen die Vorteile von WPC gegenüber Holz und Kunststoffen höchst unterschiedlich: Gegenüber Vollholzprodukten und üblichen Holzwerkstoffen weisen WPC vor allem folgende Vorteile auf: Die freie Formbarkeit des Werkstoffs und die größere Feuchteresistenz sowie damit verbundene gute Witterungsbeständigkeit ohne Nachbehandlung. Diesen Vorteilen stehen die höheren Produktionskosten gegenüber. Gegenüber synthetischen Kunststoffen können WPC wegen ihres potenziell niedrigeren Preises, ihrer Haptik, ihrem Natur-Image und einiger veränderter technischer Eigenschaften (höhere Steifigkeit, deutlich geringerer thermischer Ausdehnungskoeffizient) interessant sein. Gerade der Preis von WPC mit hohen Holzanteilen von 60 bis 90% ist nur wenig von den steigenden Erdölpreisen abhängig. Insbesondere in Zeiten steigender Ölpreise haben WPC ein interessantes Potenzial, in vielen Anwendungsbereichen zum Einsatz zu kommen. Unternehmen aller Branchen, die Holz oder Kunststoffe als Werkstoff einsetzen, sollten sich mit diesem Potenzial beschäftigen. Interessante Perspektiven zeigen sich auch für den deutschen Maschinenbau und die Hersteller von Additiven. Der Holzindustrie bringt die Vermarktung insbesondere der Nebenprodukte spanabhebender Prozesse, wie z.B. in Sägewerken, Hobelindustrie, Massivholzverarbeitung, für die WPC-Produktion eine zusätzliche Wertschöpfung. Es passiert nicht jeden Tag, dass ein neuer preiswerter und vielseitiger Massenwerkstoff am Markt auftaucht. Aus unserer Sicht stellt es eine Herausforderung dar, die Markteinführung und -etablierung von WPC in geeigneter Weise durch Normung, Qualitätsmanagement, praxisnahe Forschung, politisch-rechtliche Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit der Akteure (Verbandsgründung) zu begleiten, abzusichern und zu beschleunigen. Die Studie möchte dazu beitragen, den neuen Werkstoff ins Bewusstsein von Industrie und Politik zu rücken. Dipl.-Phys. Michael Karus Geschäftsführer des nova-Instituts Die Pressemitteilung zur nova-WPC-Studie - eine 3-seitige Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie - kann unter www.wpc-kongress.de/data/050915_pm_wpcstudie_1.pdf herunter geladen werden. Sie können diesen Text gerne für Ihre interne und externe Kommunikation sowie als Grundlage für einen Artikel in Ihrer Fachzeitschrift verwenden. Titel der Studie: Wood-Plastic-Composites (WPC) - Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe Märkte in Nordamerika, Japan und Europa mit Schwerpunkt auf Deutschland Technische Eigenschaften – Anwendungsgebiete – Preise – Märkte – Akteure Autoren: Dipl.-Geogr. Dominik Vogt, Dipl.-Phys. Michael Karus, Dipl.-Ök. Sven Ortmann, Dipl.-Ing. Christin Schmidt, cand. Ahmed Pleh Gefördert von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) (Förderkennzeichen 22009204) Die vollständige Studie wird ab November 2005 bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) in Printversion und vorab beim nova-Institut unter www.nova-institut.de/pdf/05-09-15_WPC_Studie.pdf sowie unter www.wpc-kongress.de verfügbar sein. Weitere Informationen zum WPC-Kongress im Nachrichten-Portal www.nachwachsende-rohstoffe.info Quelle: Pressemitteilung des nova-Instituts (www.nova-institut.de) vom 2005-09-15. |
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| nova-Institut: Erster Deutscher WPC-Kongress – Jetzt anmelden! |
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8.-9. November 2005 in Köln, Maritim Hotel, Heumarkt 20 Sehr geehrte Damen und Herren, das Programm zum Ersten Deutschen WPC-Kongress liegt nun in seiner finalen Fassung vor. Sie finden das Kongress-Programm auf der Kongress-Seite unter www.wpc-kongress.de sowie im neuen Info-Flyer (s.u.) zum Kongress. Zeitrahmen der Veranstaltung im Kölner Maritim-Hotel: 08.11.05: 10:00 h bis 17:30 h, 20:00 Gemeinsames Dinner-Buffet 09.11.05: 09:00 h bis 17.00 h Teilnehmer: Bereits 8 Wochen vor dem Kongress haben sich über 90 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien und Polen angemeldet. Die Veranstalter gehen von einer Teilnehmerzahl von 200 - 300 Personen aus. Als Zielgruppen sind neben WPC-Produzenten vor allem Anwender und potenzielle WPC-Abnehmer aus verschiedensten Branchen angesprochen. Auf dem Kongress treffen sich erstmalig alle wesentlichen Akteure der neuen Produktgruppe WPC aus dem deutschsprachigen Raum - Entwickler, Produzenten, Maschinenbauer und vor allem Anwender. Das breite Anwendungsspektrum wird auf der begleitenden Fachausstellung mit über 30 Ständen präsentiert. Den aktuellen Stand finden Sie stets unter www.wpc-kongress.de Teilnahmegebühr: 540,00 EUR zzgl. 16% MwSt Achtung: Abonnenten des Nachrichten-Portals (Vollzahler 69,95 EUR) erhalten bei Kongressanmeldung 10% Rabatt (= 62,64 EUR) auf die Teilnahmegebühr! (Abonnenten erhalten grundsätzlich bei allen nova-Veranstaltungen und Publikationen einen Rabatt.) Wenn auch Sie sich für den Ersten Deutschen WPC-Kongress interessieren, finden Sie auf der täglich aktualisierten Seite www.wpc-kongress.de weitere Informationen zu den Bereichen Programm, Sponsoring, Ausstellung und Anmeldung. Wir danken unseren Sponsoren für Ihre finanzielle und ideelle Unterstützung! Coperion Werner & Pfleiderer GmbH & Co. KG (www.coperion.de) Kosche Profilummantelung GmbH (www.kosche.de) Pallmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG (www.pallmann-online.de) Reifenhäuser GmbH & Co. KG (www.reifenhauser.de) Reimelt Henschel MischSysteme GmbH (www.henschel-mixers.com/frame_tk.html) Das aktualisierte Faltblatt (inklusive finalem Programm) zum Kongress steht unter www.wpc-kongress.de/data/wpcflyer.pdf als PDF zum Download bereit. Wir würden uns freuen, Sie im November in Köln als Teilnehmer begrüßen zu dürfen! Dipl.-Phys. Michael Karus Geschäftsführer nova-Institut Kontakt Ansprechpartner für Programm und Sponsoren Dominik Vogt, Tel.: 02233 - 94 36 84, E-Mail: dominik.vogt@nova-institut.de Ansprechpartner für Ausstellung und Pressearbeit Christin Schmidt, Tel.: 02233 - 94 36 84, E-Mail: christin.schmidt@nova-institut.de nova-Institut GmbH, Goldenbergstraße 2, 50354 Hürth, www.nova-Institut.de Tel.: 02233 - 94 36 84, Fax: 02233 - 94 36 83 Die nova-Studie "Wood-Plastic-Composites (WPC) - Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe - Märkte in Nordamerika, Japan und Europa mit Schwerpunkt auf Deutschland" ist durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) freigegeben worden und kann unter www.nova-Institut.de/pdf/05-09-15_WPC_Studie.pdf als PDF-Dokument in einer Vorabversion heruntergeladen werden. Quelle(n): Pressemitteilung der nova-Institut GmbH vom 2005-06-15. |
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| Tag der Holzpellets am 1. Oktober |
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Privatleute öffnen ihre Heizungskeller zur Besichtigung der Holzheizanlage Die Ölpreise gehen derzeit steil nach oben. Wer sich da nach Alternativen zur Ölheizung umsieht, muss sich in die Gegenrichtung aufmachen: nach unten, in die Heizungskeller des Landes. Denn zum dritten "Tag der Holzpellets" am 1. Oktober öffnen wieder zahlreiche Privatleute in ganz NRW ihre Kellertüren und laden zur Besichtigung ihrer Holzpelletheizung ein. Wo eine solche Anlage besichtigt werden kann, erfahren Interessierte unter der Telefonnummer 01803 – 100 119 oder im Internet unter www.aktion-holzpellets.de. "Das Heizen mit Holz hat in den letzten Jahren einen großen Boom erlebt, nun wird es durch die steigenden Ölpreise noch attraktiver", so Umweltminister Eckhard Uhlenberg. In NRW haben sich allein im ersten Halbjahr dieses Jahres, über 1.000 Hausbesitzer entschieden, ihre alte Heizung gegen einen modernen Kessel zur Holzpelletverbrennung auszutauschen. Durch den Aktionstag wollen wir Interessenten die Möglichkeit geben, sich diese innovative und komfortable Technik im täglichen Einsatz anzusehen und sich mit Heizungsbesitzern und Installateuren auszutauschen." Pelletheizungsbesitzer können sich noch bis zum 22. September zur Teilnahme am Tag der offenen Tür anmelden. Und mitmachen lohnt sich! Denn unter allen Teilnehmern verlost die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW fünf Mal drei Tonnen Holzpellets. Weitere Informationen und Anmeldung bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, c/o Umweltministerium Beate Schmidt Tel.: 0211 - 45 66-692 Fax: 0211 - 45 66-437 E-Mail: info@aktion-holzpellets.de Internet: www.aktion-holzpellets.de www.aktion-holzpellets.de www.munlv.de |
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| Mehr Weizen und Raps in Nordrhein-Westfalen |
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Die Bauern in Nordrhein-Westfalen haben in diesem Jahr deutlich mehr Winterweizen und Raps angebaut als in 2004. Rückläufig ist dagegen der Anteil der anderen Getreidearten sowie der Anbau von Kartoffeln und Zuckerrüben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der im Mai vom Statistischen Landesamt durchgeführten Bodennutzungserhebung durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Insgesamt beackern Nordrhein-Westfalens Bauern rund 1,089 Mio. Hektar Ackerland. Auf über der Hälfte, rund 53 Prozent, wächst Getreide. Wichtigste Getreideart ist der Winterweizen, dessen Anbau mit 282.000 Hektar gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 Prozent zunahm. Der Anbau von Wintergerste, einem Futtergetreide, ging um 1 Prozent auf 174.700 Hektar zurück. Bei Triticale, einer Kreuzung aus Weizen und Roggen, schränkten die Landwirte den Anbau mit 7,6 Prozent weniger ebenso deutlich ein wie bei Hafer und Sommergerste. Nur noch geringe Bedeutung auf dem Acker hat der Roggen, dessen Anbau NRW-weit um fast 8 Prozent auf nur noch 17.400 Hektar zurückging. Eindeutiger Gewinner ist der Winterraps, der in diesem Jahr auf knapp 61.000 Hektar geerntet wurde. Der kräftige Anstieg des Rapsanbaus über 8 Prozent in einem Jahr in NRW ist vor allem auf die Zunahme des Rapsanbaus für die Biodieselproduktion zurückzuführen und liegt im bundesweiten Trend. Der Rückgang der Kartoffelanbaufläche um 12 Prozent auf jetzt noch knapp 30.000 Hektar dürfte vor allem auf die Rekordernte des vergangenen Jahres und die daraus resultierende miserable Preissituation am Kartoffelmarkt zurückzuführen sein. Um 13 Prozent eingeschränkt haben die Bauern den Anbau von Zuckerrüben, die jetzt noch auf knapp 67.000 Hektar wachsen. Quelle(n): Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 2005-08-23. www.landwirtschaftskammer.de/ |
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| Stadtwerke Düsseldorf wollen 10 Biogaskraftwerke errichten |
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Gülle und nachwachsende Rohstoffe wie Mais und Roggen: Mit diesen "Zutaten" werden die Stadtwerke Düsseldorf demnächst umweltfreundlich Strom und Wärme erzeugen. Zu diesem Zweck gründeten sie mit der Firma AgriCapital AG mit Sitz in Greven ein gemeinsames Tochterunternehmen, die biogasnrw GmbH. "Wir haben einiges vor: In den nächsten 18 Monaten möchten wir bis zu zehn Biogaskraftwerke errichten", beschreibt Karl-Heinz Lause, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, die ambitionierten Ziele der neuen Gesellschaft. Als mögliche Standorte kommen größere landwirtschaftliche Betriebe mit umfangreicher Viehwirtschaft - vornehmlich in der Region Niederrhein und westliches Münsterland - in Frage. "Die Landwirte bewirtschaften als unsere Partner die Anlage mit Rohstoffen und werden an den Einnahmen für den erzeugten Strom beteiligt", erläutert Bernd Hugenroth, Vorstandsvorsitzender der AgriCapital AG, die Zusammenarbeit mit den Landwirten. Sein Unternehmen konzentriert sich als Spezialist für regenerative Energien auf den Agrarmarkt. "Das Besondere an dem Modell der biogasnrw ist, dass der Landwirt kein wirtschaftliches Risiko trägt. Neben der "zweiten Ernte" in Form von Strom verdient er am gesicherten Absatz seiner Produkte", so Hugenroth weiter. In den Anlagen von biogasnrw entsteht durch Vergärung organischer Substanzen wie Rinder- oder Schweinegülle mit so genannter Mais- oder Roggensilage Biogas. Bei der Verbrennung in einem Blockheizkraftwerk wird umweltfreundlich Strom und Wärme erzeugt. Die biogasnrw wird standardisierte Motoren einsetzen, die jeweils rund 500 Kilowatt leisten. "Jede Anlage erzeugt rund vier Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Diese Menge reicht im Durchschnitt aus, um 900 vierköpfige Familien mit Strom zu versorgen", rechnet Hugenroth vor. Für die Stadtwerke Düsseldorf ist laut Lause das Engagement für die Umwelt kein Neuland: "Seit vielen Jahren arbeiten wir mit der Umwelt im Blick: 1998 wurden wir als erster kommunaler Betrieb für alle unsere Bereiche als umweltorientiert arbeitendes Unternehmen vom TÜV Rheinland zertifiziert." Quelle(n): Energieagentur NRW vom 2005-08-01. www.ea-nrw.de/ www.biogas-nrw.com/ |
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| Förderprogramme zur energetischen Nutzung von Biomasse sind von der Haushaltsperre nicht betroffen |
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Von der Haushaltssperre in Nordrhein-Westfalen sind die Förderprogramme zur energetischen Nutzung von Biomasse – die Holzabsatzförderrichtlinie und das Agrarinvestitionsprogramm – nicht betroffen. Darauf weist Staatssekretär Dr. Alexander Schink hin: "Diese Programme werden von der EU oder dem Bund mitfinanziert. Das Geld würde dem Land verloren gehen und könnte nicht für Investitionen in NRW eingesetzt werden. Deshalb sind die Mittel von der Haushaltssperre nicht betroffen und stehen weiterhin zur Verfügung." Nach Mitteilungen der zuständigen Förderstellen ist die Nachfrage nach Fördermitteln aus der Holzabsatzförderrichtlinie und dem Agrarinvestitionsprogramm sehr groß. Viele Landwirte wollen noch dieses Jahr in eine Biogasanlage investieren. Ohne die entsprechende staatliche Förderung würden diese Investitionen nicht getätigt werden. Der Bau und Betrieb von Biogasanlagen schafft nicht nur mehr Unabhängigkeit von Erdöl und Erdgas, sondern stärkt auch die ländlichen Strukturen in NRW und steigert die heimische Wertschöpfung in der Landwirtschaft und im Anlagenbau. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für die Nutzung von Holz. Die anhaltend hohe Nachfrage nach neuen und innovativen Heizsystemen zeigt, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger in NRW auf diesen modernen und heimischen Brennstoff setzen. Die Produktion von Holzpellets und der Einbau von Pellet-Heizungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie die Nutzung von Holzhackschnitzeln für größere Gebäude stellen einen dynamischen Wachstumsmarkt dar, der sich zunehmend für kleine und mittlere Unternehmen als wirtschaftliches Betätigungsfeld erweist. Quelle(n): MUNLV vom 2005-08-03. www.munlv.nrw.de |
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| NRW-Programm "Ländlicher Raum" läuft weiter |
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Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg: Gelder aus Brüssel und Berlin sind von Haushaltssperre ausgenommen und somit für Nordrhein-Westfalen gesichert. Die Förderprogramme für die Landwirtschaft und für den ländlichen Raum sind von der am 30. Juni 2005 in Nordrhein-Westfalen verhängten Haushaltssperre nicht betroffen. Darauf weist Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg hin. "Alle Programme, die von der Europäischen Union und vom Bund mitfinanziert werden, sind von der Haushaltsperre ausgenommen. Das betrifft insbesondere das NRW-Programm "Ländlicher Raum", das LEADER+-Programm und die Maßnahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutz", erläutert der Minister. "Alleine für die Entwicklung des Ländlichen Raums stehen uns in diesem Jahr rund 45 Mio. Euro aus Brüssel und weitere 45 Mio. Euro aus Berlin zur Verfügung. Diese Mittel würden dem Land unwiderruflich verloren gehen, wenn sie nicht termingerecht bis zum Ende des Haushaltsjahres verausgabt werden. Deshalb haben wir die o.g. Programme von der Haushaltssperre ausgenommen. Die Förderprogramme können damit wie geplant weiterlaufen." Die Fördergelder stehen schwerpunktmäßig für das NRW-Programm "Ländlicher Raum" zur Verfügung. Insgesamt sind in den letzten fünf Jahren knapp 510 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das Geld wird gemeinsam von EU, Bund und Land bereit gestellt und in insgesamt elf verschiedenen Förderbereichen für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den Ländlichen Raum eingesetzt. Neben der einzelbetrieblichen Agrarinvestitionsförderung geht es vor allem um den Ausbau der nordrhein-westfälischen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen in der Landwirtschaft sowie im Gartenbau. Über Flurbereinigungs- und Dorferneuerungsmaßnahmen wird die ländliche Infrastruktur verbessert. Im Forstbereich zielen die Fördermaßnahmen auf die Förderung neuer Einsatzmöglichkeiten für Holz insbesondere bei der Wärme- und Stromgewinnung. Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg: "Der Landesregierung geht es darum, ein neues Investitionsklima in NRW zu erzeugen. Wir werden sicher nicht jeden fördern können, aber wir werden bessere Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen. Bei Umwelt- und Naturschutz setzen wir auf Partnerschaft mit den Landwirten. Freiwillige gesellschaftliche Leistungen der Landwirte, die über das gesetzlich vorgeschriebene hinausgehen, müssen angemessen honoriert werden. Deshalb sind Agrarumweltmaßnahmen und der Vertragsnaturschutz ein weiterer Kernbereich der NRW-Förderprogramme. Damit das Land dieses tatkräftig weiter leisten kann, müssen die entsprechenden Fördermöglichkeiten von EU und Bund auch in Zukunft erhalten bleiben." Broschüre: Das NRW-Programm Ländlicher Raum Das NRW-Programm "Ländlicher Raum" ist das Kernstück der nordrhein-westfälischen Förderpolitik für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den ländlichen Raum insgesamt. In der vorliegenden aktualisierten Broschüre erhalten Sie einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten. Mit dem Programm, das für die Jahre 2000 - 2006 konzipiert ist, erhalten Land- und Forstwirtschaft, aber auch der ländliche Raum, verlässliche Entwicklungsperspektiven für die Zukunft. Nordrhein-Westfalen wird damit die Chancen nutzen, Bäuerinnen und Bauern und mit ihnen den gesamten ländlichen Raum fit zu machen für die künftigen Aufgaben und Herausforderungen. Langfristige Ziel sind eine ökologisch und ökonomisch stabile Land- und Forstwirtschaft und attraktive ländliche Räume. Die Landesregierung will die Wettbewerbsfähigkeit der Land und Forstwirtschaft stärken, von der Produktion bis zur Vermarktung. Dabei soll die Erzeugung qualitativ hochwertiger, umweltfreundlich und tierschutzgerecht produzierter Nahrungsmittel und nachwachsender Rohstoffe gefördert und gleichzeitig freiwillige ökologische Leistungen wie z.B. Extensivierung und Vertragsnaturschutz angemessen honoriert werden. Und schließlich geht es in einem dicht besiedelten Land wie Nordrhein-Westfalen auch darum, die flächendeckende Landbewirtschaftung sicherzustellen, die vielfältigen Funktionen unserer Wälder zu stärken und lebenswerte Dörfer zu erhalten. Der ländlichen Raum ist auch als Kultur- und Erholungslandschaft unentberlich. Die zunehmende Akzeptanz und die Nachfrage nach Fördermitteln zeigt, dass Nordrhein-Westfalen mit dem Programm "Ländlicher Raum" auf dem richtigen Weg ist. Dies bestätigt auch die Halbzeitbewertung, die von einem unabhängigen Gutachter durchgeführt wurde und dem NRW-Programm einen guten Programmerfolg bescheinigt. Im mittlerweile fünften Programmjahr werden die bestehenden Angebote im Bereich der ländlichen Entwicklung um die Elemente der integrierten ländlichen Entwicklungskonzepte und des Regionalmanagements ergänzt. Damit können regionale Aktionsgruppen gemeinsam mit den Kommunen vor Ort die verschiedenen Ideen und Ansätze zu einem Konzept zusammenführen. Einzelne Projekte werden stärker miteinander verzahnt und dadurch optimiert. Der Informations- und Beratungsbedarf zu den vielfältigen Möglichkeiten der Förderung des ländlichen Raums ist groß, wie die Anfrage nach den ersten Auflagen dieser Broschüre gezeigt hat. Gerade in Zeiten, in denen Bürgerinnen und Bürger, aber auch die öffentlichen Haushalte mit weniger Geld auskommen müssen, ist eine breite und fundierte Information für alle Beteiligten besonders wichtig. Die Kurzfassung des Förderprogramms als Broschüre laden (www.munlv.nrw.de/sites/arbeitsbereiche/landwirtschaft/laendl.htm) Plan des Landes Nordrhein-Westfalen zur Entwicklung des Ländlichen Raums (www.munlv.nrw.de/sites/arbeitsbereiche/landwirtschaft/landraum-main.htm) (Langfassung) Zwischenbericht zum NRW-Programm Ländlicher Raum (www.munlv.nrw.de/sites/arbeitsbereiche/landwirtschaft/eval_bericht-main.htm) Quelle(n): MUNLV vom 2005-07-05. www.munlv.nrw.de/ |
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| Naturfasern: Produktinnovationen auf dem 3. N-FibreBase-Kongress in Hürth |
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Am 9. und 10. Juni 2005 trafen sich 80 Experten in Hürth (Rheinland), um sich über die neuesten Entwicklungen und Trends im Bereich der naturfaserverstärkten Kunststoffe (NFK) und Wood-Plastic-Composites (WPC) zu informieren und auszutauschen. Damit konnte sich der N-FibreBase-Kongress wiederum als Experten-Forum etablieren, welches sich von anderen Konferenzen vor allem durch die intensiven Fachdiskussionen unterscheidet. Auch im nächsten Jahr soll das Konzept der begrenzten Teilnehmerzahl sowie der Schaffung einer Atmosphäre, die einen regen und offenen Austausch gewährleistet, weiter verfolgt werden. Veranstalter des jährlich stattfindenden Fachkongresses sind das nova-Institut, Hürth, gemeinsam mit dem Faserinstitut Bremen und der Firma M-Base, Aachen. Der Kongress trägt den Namen "N-FibreBase" nach der gleichnamigen Kennwertdatenbank für naturfaserverstärkte Kunststoffe mit Compound-, Referenz-, Markt-, Faser- und Literaturdatenbank (www.N-FibreBase.net). Die wichtigsten Höhepunkte des Kongresses sollen im Folgenden kurz skizziert werden: PP-NF-Spritzgießen kurz vor breiter Markteinführung Sven Ortmann (nova-Institut, Hürth) und Martin Snijder (A & F, Wageningen (NL)) zeigten in ihren Vorträgen den derzeitigen Stand der Entwicklung und Markteinführung der PP-Naturfaser-Spritzgießtechnologie auf, welch umfassendes technisches Wissen hierzu in den letzten Jahren generiert wurde und welche Produzenten schon heute und in naher Zukunft die neuen Granulate am Markt anbieten. In Deutschland und Frankreich werden aktuell die Produktionskapazitäten erheblich auf einige 10.000 Tonnen/Jahr erweitert. Die Preise für die PP-NF-Granulate liegen derzeit zwischen 1,40 und 1,90 €/kg. Mit diesen Preisen und ihren interessanten technischen Eigenschaften, wie z.B. ihrer hohen Wärme-Formbeständigkeit, können die PP-NF-Granulate mit erheblich teureren Kunststoffen wie ABS und PC-ABS schon heute konkurrieren. Mit steigendem Ölpreis werden die Naturfaser-Werkstoffe ökonomisch immer interessanter. Gerhard Jakwerth (FiberGran, Ostritz, ehemalig FLZ) stellte als einer der führenden Anbieter in Deutschland sein PP-NF-Granulat vor und berichtete erfeut, dass er in Kürze die weltweite Zulassung seines Werkstoffes für einige wichtige Automobilkonzerne erhalte (was inzwischen sogar tatsächlich geschehen ist!). Hierzu waren jahrelange Optimierungen des Werkstoffs und umfassende Prüfungen notwendig, deren Ergebnisse er in mehrseitigen Prüflisten eindrucksvoll demonstrierte. Naturfaser-Formpressen international weiter auf dem Vormarsch Dirk Fischer (R+S Technik, Offenbach a.M.) und Manfred Lahm (J. Dittrich & Söhne, Ramstein-Miesenbach) berichteten von neuen Trends im Bereich des Formpressens. Während Herr Lahm vor allem an neuen Matrizes und Anwendungen (Koffer, Tabletts, Brillen-Etuis) interessiert ist, berichtete Herr Fischer vom erfolgreichen Absatz der ständig weiterentwickelten Formpress-Technologie im Automobilbau in der ganzen Welt. Besonders beeindruckend waren die neuen Anlagen in China, wo chinesische Automobilproduzenten in den Oberklassen-Limousinen mehr Naturfaser-Formpressteile einsetzen, als weltweit in irgendeinem anderen Fahrzeug zuvor. Neue Verfahren - Mit Hanfschäben geschäumtes PP, Naturfaser-RTM und Fließpressen Auf besonderes Interesse stießen neue Verfahren zum Einsatz von Naturfasern in Verbundwerkstoffen. Marcel Salamon und Sven Armsen (beide MöllerTech, Bielefeld) stellten ihr Produkt Aquacell vor, ein mit gemahlenen Hanfschäben und Wasserdampf geschäumtes Polypropylen. Die gemahlenen Hanfschäben dienen dabei als Trägermaterial für das in den Prozess eingebrachte Wasser. Der bei der Erhitzung entstehende Wasserdampf dient als umweltverträgliches Treibmittel. Das Material wird bereits in einer ersten Serie eingesetzt. Margarete Gödel (Alwomotive, Erfenstein) konnte das RTM-Verfahren (Resin Transfer Moulding), welches bisher nur in Verbindung mit Glasfasermatten zum Einsatz kommt, nun mit Naturfasermatten realisieren und bereits erste Anwendungsbeispiele im LKW-Bau finden. Bis zum Serieneinsatz wird für dieses Material allerdings noch etwas Zeit vergehen. Dies gilt ebenso für das Fließpressen mit Naturfasern. Jörg Müssig (Faserinstitut Bremen) stellte sein Projekt eines Fließpressteils mit Naturfasern für einen MAN-Bus vor, welches in Kürze in einer Kleinserie bei städtischen Bussen zum Einsatz kommen soll. Wood-Plastic-Composites (WPC) - dynamische Entwicklung einer neuen Werkstoffklasse Erstmalig wurde dem Thema WPC auf einem N-FibreBase-Kongress große Aufmerksamkeit gewidmet. Michael Karus (nova-Institut, Hürth) stellte eine aktuelle Marktstudie des nova-Instituts zum WPC-Markt in Deutschland vor, die in Kürze publiziert wird. Wurden im Vorjahr 5.000 t WPC in Deutschland produziert, erwarten die knapp 20 deutschen WPC-Produzenten für dieses Jahr bereits einen Absatz von ca. 10.000 t WPC. Wichtiger Anwendungsbereich ist der Bereich "Deckings", dies sind Bodenbeläge im Außenbereich wie Terrassen, Veranden, Balkone oder Bootsstege. Wolfgang Marx (Copywood, Stuttgart) und Ulrich Quittmann (Fawo Wood Deutschland, Ernstroda) präsentierten ihre Produktpaletten mit zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten. Vorträge über "Feuchtigkeitsaufnahme" und "Technische Chancen und Risiken" von Heiko Thömen (Universität Hamburg) und Michael Schmitz (M-Base, Aachen) rundeten den WPC-Überblick ab. Zwischen der NFK- und der WPC-Branche kam es zu interessanten, weit greifenden Diskussionen und Synergieeffekten. Während die WPC-Unternehmen erstaunt waren, welche umfassenden Forschungsergebnisse für PP-NF-Spritzgießen vorliegen, wunderten sie sich doch über den nur langsamen und noch kleinvolumigen Markterfolg dieses Werkstoffs. Entsprechend waren die PP-NF-Experten verwundert, wie schnell sich der Werkstoff WPC am deutschen Markt etablieren kann. Das Fazit der Diskussionen war der einhellige Konsens, dass man verstärkt zusammenarbeiten möchte, die Ergebnisse der langjährigen NFK-Forschung für die WPC-Entwicklung nutzen will, aber auch durch Zugabe von Bastfasern wie Flachs oder Hanf die mechanischen Werte der WPC verbessern könnte. Es zeigte sich, dass NFK und WPC eng benachbarte neue Werkstoffe sind, die sich in ihren technischen und ökonomischen Eigenschaften bestens ergänzen und somit gemeinsam ein breites Anwendungsspektrum in Leistung und Preis abdecken. Die stetig steigenden Erdöl- und Kunststoffpreise machen beide Werkstoffe immer interessanter für die Industrie. Ab Mitte Juli 2005 wird eine CD-ROM mit sämtlichen Vorträgen des 3. N-FibreBase-Kongresses erscheinen, die für 50 € zzgl. 16% MwSt. beim nova-Institut unter www.nachwachsende-rohstoffe.info/pdf bestellt werden kann. Teilnehmer des Kongresses erhalten die CD-ROM zum Selbstkostenpreis von 10 € plus 16% MwSt. Michael Karus, nova-Institut GmbH, v.i.S.d.P. Quelle(n): Pressemitteilung des nova-Instituts vom 2005-07-04. www.nova-institut.de www.N-FibreBase.net www.faserinstitut.de www.m-base.de www.agrofibrecomposites.com, www.flzgmbh.de, www.rstechnik.de/, www.dittrichvliesstoffe.de, www.moellergroup.de/, www.alwomotive.de, www.copywood.de, www.fagerdala.de/, www.uni-hamburg.de/ |
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| nova-Institut: Erster Deutscher WPC-Kongress – Anmeldung ab sofort möglich! |
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8.-9. November 2005 in Köln, Maritim Hotel, Heumarkt 20 Wood-Plastic-Composites (WPC) sind eine neue Werkstoffgruppe, die sich derzeit weltweit und gerade auch in Europa mit hohen Zuwachsraten dynamisch entwickelt. WPC sind thermoplastisch verarbeitbare Verbundwerkstoffe aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, meist synthetischen Kunststoffen und Additiven. Ein typisches WPC-Produkt ist z.B. ein extrudiertes Profil für einen Veranda-Bodenbelag, aus 70% Holzmehl, 25% Polyethylen oder Polypropylen und 5% Additiven, wie Haftvermittler, UV-Schutz und Farbpigmenten. Ein allgemein akzeptierter deutscher Begriff hat sich bislang nicht etablieren können. Die wörtliche Übersetzung von WPC lautet: Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe. Weltweit führend bei Produktion und Einsatz von WPC ist Nordamerika, wo im Jahr 2004 mindestens 600.000 t am Markt abgesetzt wurden. Wichtigster Absatzmarkt ist der Bereich "Decking", das sind Bodenbeläge für Außenanwendungen, wie Veranda, Terrasse oder Außen-treppe, wo WPC vor allem Kesseldruck-imprägniertes Echtholz ersetzt. Die jähr-lichen Zuwachsraten sind beachtlich, schon bald dürfte die 1 Mio.-Tonnen-Marke überschritten sein. Die klassische Holz- und Kunststoffindustrie sieht mit Erstaunen eine neue Werkstoffgruppe wachsen, die vor allem aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz besteht. Obwohl es im deutschsprachigen Raum, der mit Deutschland, Österreich und der Schweiz der größte WPC-Markt in Europa ist, etwa 20 WPC-Hersteller mit rasch wachsendem Produktionsvolumen (10.000 - 15.000 t im Jahr 2005) gibt, fehlen gemeinsame Strukturen und Strategien. In vielen anderen Ländern sind bereits nationale Organisationen und Verbände entstanden, in Brüssel wird aktuell an Standards und Normen gearbeitet. Für die Ausrichtung des Kongresses wurden enge Kooperationen mit bedeutenden Verbänden, Institutionen und wichtigen Akteuren aus den Bereichen Holzwerkstoffe, (Bio-)Kunststoffe und benachbarten Branchen geknüpft. Ziel der Partnerschaften ist es, ein möglichst breites Spektrum an Branchen anzusprechen und so viele unterschiedliche Unternehmen auf das Thema WPC aufmerksam zu machen. Aktuell hat das nova-Institut bereits mehrere Partner, Sponsoren, Aussteller und Referenten für den Ersten Deutschen WPC-Kongress gewinnen können, deren Anzahl jeden Tag kontinuierlich wächst! Den aktuellen Stand finden Sie stets unter www.wpc-kongress.de Der "Erste Deutsche WPC-Kongress” hat sich daher folgende Ziele gesetzt: • Alle WPC-Akteure aus dem deutschsprachigen Raum auf einem Kongress zusammen zu bringen und über Erfahrungen, Erfolge und Probleme, Chancen und Hemmnisse zu diskutieren. Das Kongress-Konzept legt einen Fokus auf Kooperation und Moderation. • Alle Branchen, die potenziell als Kunden für den Werkstoff WPC in Frage kommen, werden gezielt angesprochen, auf den neuen Werkstoff aufmerksam gemacht und zum Kongress eingeladen. Der Kongress dient als effiziente Informations- und Transfer-Plattform zwischen Produzenten und Anwendern. • Vor allem sollen relevante Themen des deutschsprachigen WPC-Marktes, die auf internationalen Kongressen zu kurz kommen, umfassend diskutiert werden: Spezifische Anforderungen des deutschsprachigen Marktes, Qualitätsstandards, Normung, Güte- und Ökosiegel, Positionierung gegenüber PVC als Matrix, Recycling, Schutzrechte, neue Anwendungen, Verbraucherakzeptanz, Vermarktungsstrategien im internationalen Wettbewerb, politisch-wirtschaftliche Rahmenbedingungen etc. • Es geht darum, die Interessen der WPC-Akteure im deutschsprachigen Raum zu diskutieren, abzustimmen (Verbandsgründung?) und gegenüber den nationalen Regierungen und vor allem Brüssel zu vertreten. Es geht um die Mitwirkung an Normen und Rahmenbedingungen - in Kooperation mit anderen nationalen und internationalen Verbänden. • Ziel ist die Schaffung einer Identität und eigenen Stärke als Basis für das Wahrgenommenwerden durch andere Branchen und Anwender sowie durch die Politik. Erwartet werden 200 bis 250 Teilnehmer sowie mindestens 20 Aussteller. Wenn auch Sie sich für den Ersten Deutschen WPC-Kongress interessieren, finden Sie auf der täglich aktualisierten Seite www.wpc-kongress.de Informationen zu den Bereichen Programm, Sponsoring, Ausstellung und Anmeldung. Kontakt Ansprechpartner für Programm und Sponsoren Dominik Vogt, Tel.: 02233 - 94 36 84, E-Mail: dominik.vogt@nova-institut.de Ansprechpartner für Ausstellung und Pressearbeit Christin Schmidt, Tel.: 02233 - 94 36 84, E-Mail: christin.schmidt@nova-institut.de nova-Institut GmbH, Goldenbergstraße 2, 50354 Hürth, www.nova-Institut.de Tel.: 02233 - 94 36 84, Fax: 02233 - 94 36 83 |
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| SunDiesel aus NRW - Phase 1 der Standortsuche abgeschlossen |
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Mit Unterstützung des Landes NRW identifiziert CHOREN geeignete Standorte für eine großindustrielle SunFuel Anlage Am Donnerstag, den 12.5.05, stellte Choren im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW die Ergebnisse seiner Standort-Vorauswahl für die Errichtung einer großtechnischen SunDiesel-Produktionsanlage in NRW vor. Choren plant die Herstellung von jährlich 1 Mio. t SunDiesel in fünf Anlagen in Deutschland. Eine dieser Anlagen könnte in NRW entstehen, wenn ein geeigneter Standort identifiziert werden kann und die Rahmenbedingungen stimmen", ergänzt Michael Deutmeyer, bei Choren für Biomassemanagement verantwortlich und damit wesentlich in die weiteren Arbeiten in NRW involviert. Im Ergebnis wurde deutlich, dass NRW über hervorragende Standorte verfügt und unter bestimmten Bedingungen auch die Versorgung mit Biomasse sichergestellt werden kann. Im Vorfeld hatte Choren die Kreise und kreisfreien Städte des Landes angeschrieben und auf Basis einer Minimalkriterienliste um Vorschläge gebeten. Von den 58 eingegangenen Angeboten erweisen sich 40 Standorte grundsätzlich geeignet. Dabei stehen Fragen der Biomasseverfügbarkeit und –logistik, der Infrastruktur und der Genehmigung aber auch die Zusammenführung der regionalen Projektpartner, die Erarbeitung eines Businessplans und die Kommunikation im Vordergrund. Nach einem erweiterten internen Kriterienkatalog und unter Berücksichtigung der Biomassesituation im Land identifizierte Choren einige wenige Standorte, die nachfolgend einer vertieften Betrachtung unterzogen werden sollen. Choren beteiligt sich nicht an öffentlichen Spekulationen über die Lage dieser Standorte. Choren wird umgehend sämtliche Bewerber über das Ergebnis informieren. Der Abschluss der Arbeiten ist bis November 2005 geplant. www.choren.de www.munlv.de Quelle(n): Choren Industries-Pressemitteilungen vom 2005-04-28 und 2005-05-20. |
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| Staatssekretär Dr. Thomas Griese: Hanfanbau in NRW hat Zukunft |
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Startschuss für Projekt "Koordinierung des Hanfanbaus in NRW, Beratung der Landwirte und öffentlichkeitswirksame Informationen über Hanf" Der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Dr. Thomas Griese, hat heute in Rheda-Wiedenbrück einen Zuwendungsbescheid über 135.000 Euro für ein zweijähriges Projekt zur Koordinierung des Hanfanbaus in NRW an den Verein zur Förderung des Anbaus und der Verwertung von Hanf e.V. überreicht. Ziel ist es, Landwirte und besonders Neueinsteiger durch Beratung über den Hanfverein intensiv beim Hanfanbau zu unterstützen und dadurch einen großflächigen und qualitativ hochwertigen Anbau zu erreichen. Staatssekretär Dr. Thomas Griese: "Hanf bietet ein erhebliches Innovationspotenzial für die verarbeitende Industrie und sehr gute Anbaualternativen für die Landwirtschaft. Gleichzeitig wird durch diesen nachwachsenden Rohstoff die Umwelt geschont. Wir wollen dem NRW-Hanf eine gute Starthilfe geben, damit er sich durch gute Qualität von anderen Regionen abhebt. Der wichtigste Verwendungsbereich in Deutschland wird in Zukunft die Werkstoffindustrie sein. Hanffasern und auch Reststoffe aus der Verarbeitung von Hanf sind interessante Komponenten für Verbundwerkstoffe aus Naturfasern und Kunststoffen, die in vielen Bereichen, wie zum Beispiel in der Automobil- und Möbelbranche verwendet werden können. Hier gibt es deutlich steigende Absatzmengen und hohe bis sehr hohe Marktpotenziale bis in den Bereich von über 100.000 Tonnen reine Fasern pro Jahr in Deutschland." Hierfür sind großtechnische Lösungen für die Aufbereitung des Hanfes notwendig. Mit großem Interesse verfolgt das Landwirtschaftsministerium daher die Planungen für den Bau der größten deutschen Hanfverarbeitungsanlage in Werther (NRW), wo eine innovative Aufschlusstechnik eingesetzt werden soll. Das Landwirtschaftsministerium wird dieses Vorhaben unterstützen. Quelle(n): MUNLV vom 2005-05-19. www.munlv.de |
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| Höhn zum Tag des Klimas: In Münster entsteht Deutschlands erste öffentliche Bioethanol-Tankstelle |
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Erneuerbare Energien vermindern Abhängigkeit vom Öl und schaffen Arbeitsplätze in NRW Die Westfalen AG wird in Münster im Herbst eine Bioethanol-Tankstelle errichten. Das teilt Umweltministerin Bärbel Höhn im Vorfeld des Tags des Klimas am 15. Mai 2005 mit. Bei einer bereits bestehenden Tankstelle wird eine Zapfsäule für den so genannten Kraftstoff E 85 (85% Bioethanol, 15% Benzin) installiert. Um die Bioethanoltechnologie auch in Deutschland und NRW zu fördern, hat das Umweltministerium NRW im Februar das Projekt "Einsatz von Bioethanol E85 als Kraftstoffe in Fahrzeugen der öffentlichen Verwaltung" gestartet. Wie die Beispiele aus Schweden, Brasilien und den USA zeigen, ist die Nutzung von Bioethanol in Benzinmotoren mit der sogenannten Flexibel-Fuel-Technologie (FFV-Technologie) ausgereift, praxiserprobt und für den Nutzer komfortabel und unproblematisch. Mindestens ein deutscher Automobil-Hersteller wird ab Mitte diesen Jahres entsprechende Fahrzeuge auch in Deutschland anbieten. In Münster gibt es mit dieser Bioethanol-Tankstelle ideale Voraussetzungen für die Einführung der FFV-Technologie. So haben beispielsweise öffentliche Einrichtungen die Anschaffung von FFV-Fahrzeugen zugesichert. Darüber hinaus haben auch größere private Flottenbetreiber in Münster großes Interesse an der FFV-Technologie signalisiert. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Um das Klima zu schützen, müssen wir unsere Abhängigkeit vom Erdöl schnell vermindern und stattdessen auf Erneuerbare Energien, insbesondere auf die Bioenergie aus Land- und Forstwirtschaft, setzen. Die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen ist CO2-neutral, schont das Klima und schafft zusätzlich noch Arbeitsplätze vor Ort. Deshalb ist diese bundesweit erste öffentliche Tankstelle mit Bioethanolangebot ein weiterer wichtiger Schritt für den Klimaschutz. Genau wie Biodiesel beim Dieselkraftstoff mittlerweile einen Anteil von rund vier Prozent hat, wird zukünftig Bioethanol bei Benzinfahrzeugen eine wichtige klimaschützende Alternative sein. Der "Tag des Klimas" fordert uns alle zum Handeln auf." Nordrhein-Westfalen hat zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und kann bis Ende 2005 über 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber 1990 einsparen. Damit erfüllt NRW seinen Anteil an der deutschen Verpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll. Mit seiner in weiten Teilen des Landes ausgeprägten ländlichen Struktur schreitet in NRW der Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse stetig voran. Bereits jetzt nimmt NRW einen führenden Platz ein. Ende 2004 gab es in NRW etwa 165 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von ca. 26 Megawatt und einer daraus resultierenden Stromproduktion von ca. 210 Gigawatt pro Stunde. Mit der Holzabsatz-Förderrichtlinie (HAFÖ) des MUNLV steht in NRW ein bundesweit einmaliges Förderprogramm für die Gewinnung von Strom und Wärme aus Holz zur Verfügung, mit dem seit 1999 rund 3.000 Holz-Heizanlagen (Pellets- und Hackschnitzelanlagen) mit einer Gesamtwärmeleistung von rd. 200 Megawatt gefördert worden sind. Darüber hinaus gibt es in NRW rund ein Dutzend größere Holzheizkraftwerke mit einer Gesamtwärmeleistung von ca. 290 Megawatt und einer installierten elektrischen Leistung von ca. 70 Megawatt. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher haben mit ihren Kaufentscheidungen, mit der Wahl des Verkehrsmittels und durch den sparsamen Umgang mit Energie Einfluss auf die Klimabilanz. Für den Verkehrssektor fördert das Umweltministerium z.B. mit dem Projekt "Pendlernetz NRW"die Bildung von Fahrgemeinschaften für den effizienten und kostensparenden Einsatz privater PKWs mit Hilfe des Internet. Zwei oder mehr Pendler teilen sich ein Fahrzeug und tragen damit ganz persönlich zum Klimaschutz bei. Quelle: MUNLV-Presseinformation vom 2005-05-13. www.munlv.nrw.de/ www.nrw.pendlernetz.de |
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| In der Biogas-Branche geht die Post ab |
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Gutbesuchte Vortragstagung im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse informiert über Trends und Technik Nordrhein-Westfalen ist das Energieland Nummer eins in Deutschland und in der Europäischen Union. Darauf wies Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Johannes Frizen anlässlich der Biogastagung 2005 vor 200 Besuchern hin, die im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen im Kreis Soest stattfand. Die Landwirtschaftskammer hat die Tagung gemeinsam mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, der Energieagentur NRW, dem Fachverband Biogas und dem Zentrum für nachwachsende Rohstoffe der Landwirtschaftskammer ausgerichtet. 40 Prozent des Energieverbrauchs von Deutschland entfallen auf NRW. „Ein Grund hierfür sind die Ballungsräume an Rhein und Ruhr“, sagte Frizen. Während in den Zentren der Ausbau der regenerativen Energien schnell an Grenzen stoße, sehe das für ländliche Räume ganz anders aus. Mittelfristig sehe man in einzelnen Regionen die Möglichkeit bis zu einem Fünftel der Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse zu erhalten. Die größten Zuwächse beim regenerativen Energiemix der Zukunft würden nach dem EU-Weißbuch beim Entwicklungsfeld „Energie aus Biomasse“ gesehen. Bestand an Biogasanlagen verdoppelt Vizepräsident Frizen: „Auf der Grundlage dieser Rahmenbedingungen hat sich in NRW in den vergangenen beiden Jahren der Bestand an Biogasanlagen auf mehr als 200 verdoppelt.“ Zu beobachten sei ein Trend in Richtung größerer Anlagen bis 500 Kilowatt Leistung. Insbesondere in veredlungsstarken Regionen Westfalens könne der Ausbau von Biogasanlagen zum Problem werden, denn eine Biogasanlage könne zur „Nährstoffsammelmaschine“ werden und so zusätzlich die regionalen Nährstoffbilanzen belasten. Außerdem mache eine Biogasanlage Arbeit und stelle hohe Anforderungen an den Betriebsleiter. Die Fachleute rechnen mit Arbeitszeiten von 1,5 bis 2 Stunden pro Tag, für den Betrieb der Anlage. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen leiste mit ihrem Fachreferat und dem Zentrum für nachwachsende Rohstoffe NRW ihren Beitrag dazu, dass über Information und Beratung der Ausbau der Biogastechnik zum Wohle der Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen geschehe, sagte Vizepräsident Frizen. 140 Bauinteressierte und 25 Anlagengebetreiber hätten sich im vergangenen halben Jahr im Rahmen von Betreiberschulungen zu Biogas durch die Landwirtschaftskammer fortgebildet. Einen wertvollen Beitrag für Demonstrations- und Versuchszwecke lieferten des Weiteren die Biogasanlagen im Gartenbauzentrum Straelen und in den Landwirtschaftszentren Haus Riswick und Haus Düsse mit ihrer Versuchsarbeit. Biogasanlagen in Ackerbaustandorte Die Karte mit den Biogasanlagen in NRW weise noch ein uneinheitliches Bild auf. Von den etwa 220 fertigen und geplanten Anlagen stehen etwa 50 Prozent im Münsterland. Zahlreiche Anlagen würden auch in Ostwestfalen-Lippe geplant und errichtet, wohingegen das Rheinland noch eher unterrepräsentiert sei. Es wäre jetzt sinnvoll, dass Biogasanlagen in Ackerbaustandorten geplant werden, um dort die Nährstoffe aus diesen Anlagen auszubringen. Der Saal hier ist voll und gleiches gilt auch für die Auftragsbücher der Biogas-Anlagenbauer“, sagte Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem Landwirtschafts- und Umweltministerium in Düsseldorf. In der Branche gehe zur Zeit die Post ab: „Biogas boomt, nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern im ganzen Bundesgebiet.“ Der Fachverband Biogas gehe davon, dass sich die Zahl der Anlagen bundesweit bis zum Jahresende auf 4 000 erhöhen werde. Glaube man dem Investitionsbarometer des Deutschen Bauernverbandes, würden in diesem Jahr ungefähr zwei Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe mit mehr als 30 Hektar – das wären etwa 2 800 Betriebe – eine Biogasanlage bauen. Feste Größe für regenerative Energieversorgung Der technische Stand der Biogasanlagen und ihre Leistungsfähigkeit habe sich in wenigen Jahren deutlich erhöht. „Man kann also mit Fug und Recht behaupten“, resümierte der Staatssekretär, „Biogas ist zu einer festen Größe für die regenerative Energieversorgung in Deutschland geworden.“ Es sei Ziel der Landesregierung, den Ausbau der Biogasanlagen – auch im Rheinland – in den nächsten Jahren voranzutreiben. Es gebe Nutzungsmöglichkeiten, die bisher in der Praxis noch wenig verbreitet seien und für die Zukunft interessante Perspektiven böten. Das seien beispielsweise die Möglichkeit der Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz und eine abgesetzte Nutzung von „grünem Gas“ in Kraft-Wärme-Kopplung. Mittel- bis langfristig sei ebenso denkbar, dass Biogas Erdgas als Treibstoff für Fahrzeuge ersetze und damit neben Strom und Wärme künftig auch Treibstoffe in Biogasanlagen produziere. „Wir haben erhebliche Potenziale für den Ausbau von Biogasanlagen und diese Chance sollten wir in größtmöglichem Umfang nutzen“, sagte Dr. Griese. Die Biogastagung im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse befasste sich mit der Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas. So referierte Dr. Stephan Kabasci vom Institut Frauenhofer-Umsicht in Oberhausen über „Innovative Techniken bei Biogasanlagen“, die im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von 2004 möglich sind. Den „Einfluss der Faulraumbelastung auf die Gasausbeute von Gülle und nachwachsenden Rohstoffen“ untersuchte Dr. Bernd Linke. Dr. Linke arbeitet am Institut für Agrartechnik Bornim in Potsdam und betreut ein Forschungsprojekt, das von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe gefördert wird. Georg Döring von Claas in Harsewinkel stellte ein neues Claas-Direktschneidewerk unter dem Thema „Vielseitige Erntetechnik für nachwachsende Rohstoffe“ vor. Die „Erzeugung von Biomasse vom Grünland und vom Acker“ untersucht der Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Die neuesten Ergebnisse referierte Dr. Franz-Ferdinand Gröblinghoff von der Fachhochschule. Dr. Karsten Block vom Landwirtschaftszentrum Haus Düsse informierte die Teilnehmer über Direkteinspeisung als „Lösungsansätze für Nachwachsende-Rohstoff-Anlagen“. Den „Energieverbrauch in Biogasanlagen“ stellte Simone Besgen aus Bühl vor. Sie nutzte Projektergebnisse von Biogasanlagen aus dem Rheinland, um unter anderem darauf hinzuweisen, dass ein Fermenter für den Prozess der Vergärung nicht – wie bisher angenommen – 50 Prozent Wärme benötigt, sondern lediglich 20 Prozent. Arne Dahlhoff vom Landwirtschaftszentrum Haus Düsse stellte das Projekt „Betriebsoptimierung und Störfallanalyse für Biogasanlagen“ vor. Abschließend kamen zwei Praktiker zu Wort: Andreas Rugen berichtete über Erfahrungen aus seinem Biogasbetrieb Breddorf: „Betrieb einer Anlage, die ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben wird“. „Erste Erfahrungen mit der Trockenfermentation“ zeigte Johannes Theißen aus Schwalmtal auf. Nach Abschluss der Biogastagung besichtigten die Teilnehmer die Biogasanlage von Haus Düsse und ließen sich ihre Wirkungsweise erläutern. Quelle:Uwe Spangenberg, Landwirtschaftskammer NRW www.landwirtschaftskammer.de/ |
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| NRW führend in Energieerzeugung aus Biomasse |
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Umweltministerin Bärbel Höhn: Erneuerbare Energien sind die Antwort auf steigende Ölpreise und schaffen moderne zukunftsfähige Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen Anlässlich des Auftakts der bundesweiten Informationskampagne für Erneuerbare Energien am Mittwoch in Essen hat NRW-Umweltministerin Höhn die Bedeutung der Erneuerbaren Energien für Wachstum und Beschäftigung betont. Höhn verwies auf eine Studie des Internationalen Wirtschaftsforums, wonach es im Bereich Regenerative Energien in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2003 rund 15.000 Arbeitnehmer – davon 3.000 Beschäftigte im Industriesektor – in etwa 2.200 Firmen gab, die zusammen einen Umsatz von rund 3,7 Mrd. Euro erwirtschaftet haben. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Ich freue mich sehr, dass der heutige Start der Informationskampagne ’Deutschland hat unendlich viel Energie’ in NRW als dem Energieland Nr.1 stattfindet. Wir müssen unsere Abhängigkeit vom Erdöl schnell vermindern, um das Klima zu schützen, das Ökosystem Erde zu erhalten und nachkommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu überlassen. Auf diesem Weg werden wir gleichzeitig in den nächsten Jahren weitere Zehntausende Arbeitsplätze schaffen." Mit seiner in weiten Teilen des Landes stark ausgeprägten ländlichen Struktur eignet sich NRW hervorragend für einen Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse. Bereits jetzt nimmt NRW einen führenden Platz ein. Ende 2004 waren in NRW etwa 165 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von etwa 26 MWelektrisch und einer Stromproduktion von rund 210 GWh in Betrieb. Durch verbesserte Rahmenbedingungen ist auch weiterhin eine große Dynamik bei der Errichtung weiterer landwirtschaftlicher Biogasanlagen zu erwarten. Durch die großen noch unerschlossenen Potenziale ist davon auszugehen, dass die Entwicklung der Stromproduktion aus Biogas in Nordrhein-Westfalen deutlich stärker steigen wird als im Bundesdurchschnitt. Darüber hinaus führt der konsequente Ausbau der Biogasnutzung zu einer Standortsicherung und zusätzlichem Einkommen für landwirtschaftliche Betriebe. In NRW bieten die Landwirtschaftskammer NRW und die Energieagentur NRW Beratungen in Sachen Biogasnutzung an. Neben landwirtschaftlichen Abfällen und Energiepflanzen ist Holz der wichtigste Rohstoff für die energetische Nutzung von Biomasse. Mit der Holzabsatz-Förderrichtlinie des MUNLV steht in NRW ein bundesweit einmaliges Förderprogramm für diesen Bereich zur Verfügung, mit dem seit 1999 mehr als 2.800 Holzheizanlagen (Pellet- und Hackschnitzelanlagen) mit einer Gesamtleistung von rund 180 MWthermisch gefördert worden sind. Darüber hinaus gibt es in NRW rund ein Dutzend größere Holzheizkraftwerke mit einer Gesamtleistung von etwa 290 MWthermisch und rund 70 MWelektrisch. Unterstützt wird der Absatz von Holzpelletheizungen in NRW durch die im Februar 2003 gestartete Informationskampagne "Aktion Holzpellets". Ziel dieser Aktion ist es, gemeinsam mit Anlagenherstellern, Pelletproduzenten, dem Handel, handwerklichen Fachbetrieben, Institutionen und Verbänden dieser innovativen Heiztechnik zum breiten Durchbruch zu verhelfen und den Marktanteil an Pelletheizungen deutlich zu erhöhen. Mit Hilfe dieser Kampagne und flankiert von Investitionszuschüssen von Bund (1.700 EUR) und Land (1.500 EUR) hat sich die Zahl der Holzpelletheizungen in NRW im Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr um 100 Prozent gesteigert. Inzwischen haben sich in NRW auch mehrere Holzpellet-Produzenten angesiedelt. Ein wichtiger Markt für die energetische Nutzung von Biomasse ist ihr Einsatz im Treibstoffsektor. Für das Jahr 2004 wird für NRW ein Biodiesel-Anteil von 3,7 Prozent des Diesel-Krafstoffverbrauchs geschätzt. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Einsatz von Rapsöl und Biodiesel durch zahlreiche Programme und Modellprojekte. So haben mehrere Unternehmen ihren gesamten Fuhrpark auf Biodiesel umgestellt, rund 60 Prozent des Biokraftstoffes geht direkt an Betreiber größerer Fuhrparks. Über 350 Tankstellen in NRW bieten mittlerweile Biodiesel an, das Umweltministerium hat zudem Anfang 2005 das Projekt "Einsatz von Bioethanol und Rapsöl als Kraftstoff in Fahrzeugflotten der öffentlichen Verwaltung" gestartet. Mit dem im März 2005 ins Leben gerufenen Kompetenz-Netzwerk "Kraftstoffe der Zukunft NRW" soll darüber hinaus unter dem Dach der Landesinitiative Zukunftsenergien die Entwicklung, Produktion und Verbreitung alternativer Kraftstoffe in NRW verstärkt aufgegriffen werden. Gemeinsam mit Mineralölunternehmen, Automobilherstellern, Forschungseinrichtungen und Energieversorgern soll eine Strategie für den mittel- und langfristigen Kraftstoffeinsatzes entwickelt werden, die der Einsparung fossiler Energieträger und dem Klimaschutzgedanken gleichermaßen Rechnung trägt. Industrie, Landwirtschaft und Tankstellenbetreiber sollen motiviert werden, zur eigenen Zukunfts- und Absatzmarktsicherung die infrastrukturellen Voraussetzungen zur breiten Anwendung alternativer Kraftstoffe zu schaffen. Quelle: Pressemitteilung des MUNLV vom 2005-03-06. www.munlv.nrw.de www.landwirtschaftskammer.de/ www.ea-nrw.de www.aktion-holzpellets.de/ |
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| 3. N-FibreBase Kongress: Naturfaserverstärkte Kunststoffe (NFK) |
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Das jährliche Expertentreffen: Marktüberblick & Trends, neue Entwicklungen zu Form- und Fließpressen, Spritzgießen und WPC Ort: EuroMedia Hotel, Hürth (bei Köln) Datum: 9. und 10. Juni 2005, 11:00h Preis für 2 Tage inkl. Abendbuffet: 300 EUR zzgl. 16% USt. Die Teilnehmerzahl ist auf 80 begrenzt, frühe Anmeldung wird empfohlen! Die Anmeldung ist ab Mitte März unter www.N-FibreBase.net möglich. Zum dritten Mal veranstalten das Faserinstitut Bremen (FIBRE), M-Base Aachen und das nova-Institut, Hürth, den Fachkongress N-FibreBase. Wie schon in den Vorjahren soll mit einem attraktiven Vortragsprogramm und einem Abendbuffet der Rahmen für ein Treffen der NFK-Experten aus führenden Unternehmen und Instituten geschaffen werden. Themenschwerpunkte: Markttrends Aktuelle Zahlen zum Einsatz von NFK & WPC in und außerhalb der Automobilindustrie. NF-Formpressen Zu diesem klassischen NFK-Thema sind ausschließlich Unternehmensvorträge zu technischen Innovationen und Branchentransfer vorgesehen. NF-Spritzgießen Dieses neue Verfahren ist vielfach in der Einführung begriffen und verspricht eine Ausweitung der NFK-Verwendung weit über die Automobilbranche hinaus. Hier werden neueste Entwicklungen vorgestellt. NF-Fließpressen Erstmalig wurden in den letzten Jahren Außenteile mit Naturfasern auf Basis der Fließpresstechnik realisiert (Unterboden). Experten sehen hier große Wachstumspotenziale. WPC Wood Plastic Composites - jenseits der Holzkunststoffe in der Automobilindustrie ist dies ebenso wie das NF-Spritzgießen ein starker Wachstumsmarkt in Europa. In den USA und Japan werden jährlich über 500.000 t WPC-Werkstoffe produziert. Die Veranstaltung wird wieder im mit Auto und Bahn gut erreichbaren Kongresshotel EuroMedia Hürth stattfinden. Das kleine, moderne Konferenzhotel gewährleistet die Atmosphäre für Kontakte und Gespräche unter und mit Experten. Bis heute (3. März 2005) haben als Vortragende bereits zugesagt: - Daniel Caulfield and Michael Schmitz (Madison University, USA): "Natural Fibre Research at the Forest Products Laboratory: From Wood/Plastics to Engineered Composites" - Heidemarie Kunert (Kunert Design, Berlin): "Entwicklung und Gestaltung von Produkten aus Nachwachsenden Rohstoffen" - Jürgen Pfitzer (Tecnaro, Eisenach): "Spritzgießen mit PP-NF und Lignin-NF" - Martin H. B. Snijder (A & F, Wageningen, NL): "PP-NF-Entwicklungen von A & F und PP-NF-Simulationen" - Jörg Müssig (FIBRE, Bremen): "Naturfaser-SMC, neue Entwicklungen in der Automobilindustrie" - Erwin Baur (M-Base, Aachen): "Simulationsverfahren für NFK" - Sven Ortmann (nova-Institut, Hürth): "Technologieüberblick PP-NF und Vorstellung der aktuellen PP-NF-Markteinführungs-Kampagne" - Michael Karus (nova-Institut, Hürth): "Aktuelle Zahlen zum Einsatz von NFK & WPC in und außerhalb der Automobilindustrie" Nachwachsende Rohstoffe - Marktforschung & Ökonomie nova-Institut GmbH Dipl.-Phys. Michael Karus (Geschäftsführer) Goldenbergstr. 2 50354 Hürth Germany T +49-(0)2233-94 36 84 F +49-(0)2233-94 36 83 E-Mail: michael.karus@nova-institut.de www.nova-institut.de www.nachwachsende-rohstoffe.info www.N-FibreBase.net www.faserinstitut.de www.m-base.de |
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| Mit erneuerbaren Energien Einkommen erwirtschaften |
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Der Landwirt als Energiewirt - diese Worte beschreiben kurz und prägnant, welche Perspektiven für die Landwirtschaft in der Erzeugung von erneuerbaren Energien bestehen. Unter diesem Motto könnten viele landwirtschaftliche Betriebe künftig ein zusätzliches Einkommen mit der Gewinnung regenerativer Energien erwirtschaften. „Ob sie dadurch wirklich die Ölscheichs von morgen werden, bleibt abzuwarten“, sagte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen, am 15. Februar in Südlohn anlässlich einer Vortragstagung der Landwirtschaftskammer zum Thema „Erneuerbare Energien“. „Aber Chancen haben wir noch nie ausgeschlagen.“ So sei es nur konsequent, dass auch auf diesem Gebiet nichts unversucht gelassen werde. Mit der Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im vergangenen Jahr wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. Insbesondere die Produktion von Biogas hat dadurch zusätzlichen Rückenwind erhalten und auch andere Bereiche, wie Fotovoltaik und Windkraft, verdienen weiterhin Aufmerksamkeit. Seit der EEG-Novellierung sind etwa 40 bis 60 neue Biogasanlagen in NRW entstanden. In Nordrhein-Westfalen sind zur Zeit etwa 150 landwirtschaftliche Biogasanlagen in Betrieb. Die Landwirtschaftskammer schätzt, dass jährlich etwa 50 weitere neue Biogasanlagen errichtet werden. Neben der Energieerzeugung muss auch der Energieeinsparung in der Landwirtschaft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Diesel, Heizöl und Gas werden zu immer bedeutenderen Kostenfaktoren in der Produktion. Die Vortragstagung der Landwirtschaftskammer widmete sich beiden Themen. Fachleute der Landwirtschaftskammer brachten den Landwirten aktuelle Trends und Zukunftsperspektiven näher, informierten sie aber auch über die Wirtschaftlichkeit und mögliche Probleme. Weitere Tagungen der Landwirtschaftskammer zum Thema „Erneuerbare Energien“ finden statt am Montag, 28. Februar, im Schützenhof in Herford sowie am Mittwoch, 2. März, in der DEULA in Kempen. Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 2005-02-16. www.landwirtschaftskammer.de/ |
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| Umweltministerium fördert Einsatz von Bioethanol und Rapsöl in Fahrzeugen der öffentlichen Verwaltun |
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Noch sind Autos, die mit Bioethanol oder mit reinem Rapsöl aus nachwachsenden Rohstoffen fahren eher die Ausnahme. Um den Einsatz dieser klimaschonenden Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu fördern, hat das nordrhein-westfälische Umweltministerium jetzt ein Förderprogramm für Modellprojekte von Fahrzeugflotten der öffentlichen Verwaltungen aufgelegt. Alle nordrhein-westfälischen Kommunen, Landkreise, Wasserverbände und die beiden Landschaftsverbände können Anträge stellen. Mit maximal 80 Prozent unterstützt das Umweltministerium z.B. die Umrüstung von Fahrzeugen, die auf den Betrieb mit Bioethanol oder reinem Rapsöl ausgerichtet sind. Mit den Städten Köln, Aachen, Münster und dem Kreis Steinfurt gibt es bereits erste Interessenten. Solche städtischen Flotten sind nicht auf ein bundesweit flächendeckendes Netz von Tankstellen angewiesen, sondern "übernachten" meist im eigenen Betriebshof mit eigener Tankstelle. "Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen stark an Bedeutung, weil mit ihnen sowohl die Abhängigkeit vom Mineralöl verringert als auch der Ausstoß von Treibhausgasen aus dem Verkehr erheblich gemindert werden kann," erläuterte die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn heute bei der Vorstellung des Förderprogramms in Köln. "Weg vom Öl ist die Devise der Zukunft auch aus wirtschaftlicher Sicht. Energiepflanzen wie Zuckerrüben, Raps oder Getreide, die auf unseren Feldern angebaut und in heimischen Werken verarbeitet werden, sorgen bei uns für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Nach neuesten Schätzungen geht die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die Biotreibstoffe bis zu 25 Prozent des deutschen Treibstoffverbrauchs decken können. Bleibt die Wertschöpfungskette bei uns, ergibt sich daraus ein Arbeitsplatzpotential von 175.000 Arbeitsplätzen." Die Nutzung von Bioethanol (E85) in Benzinmotoren mit sogenannter Flexibel-Fuel-Vehicle-Technologie (FFV) erfolgt seit einigen Jahren in Schweden, den USA und Brasilien. Mindestens ein deutscher Hersteller wird voraussichtlich Mitte diesen Jahres entsprechende Fahrzeuge auch in Deutschland anbieten. Die Benzinmotoren mit Flexible-Fuel-Technologie können eine beliebige Mischung von Bioethanol und Benzin tanken und sind deshalb nicht an den Einzugsbereich von Tankstellen mit Bioethanol gebunden. Die Nutzung von reinem Rapsöl für Dieselmotoren setzt im Unterschied zu Biodiesel eine technische Umrüstung der Dieselmotoren voraus, die bisher durch Spezialwerkstätten erfolgt, da sie von den Herstellern nicht angeboten wird. Eine solche Umrüstung ist sowohl für PKW als auch für LKW und andere Nutzfahrzeuge möglich. Die Treibstoffversorgung der Fahrzeuge mit Bioethanol (E85) bzw. mit reinem Rapsöl kann über die eigenen Betriebstankstellen erfolgen. Das Umweltministerium beteiligt sich mit bis zu 80 Prozent an den Beratungskosten, an der Umrüstung, bzw. an den eventuellen Mehrkosten bei der Neuanschaffung der Fahrzeuge und an der Errichtung oder Umrüstung der Betriebstankstellen. www.munlv.nrw.de/ vom 2005-02-11. |
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| Europa auf dem Holzweg |
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Die Gemeinde Nettersheim und das Forstamt Euskirchen wollen sich gemeinsam für den Rohstoff Holz einsetzen. Durch die Verbindung von verschiedenen Standorten, die alle mit Holz zu tun haben, wurde die Europäische Holzroute ins Leben gerufen. Standorte wie der Bahnhof Kottenforst, ein Holzhaus in Passiv-Bautechnik, das Dach des Kölner Elefantenhauses oder die Ruhrbrücke Mausauel sollen die Verwendungsmöglichkeiten des Stoffes darstellen. Dass Holz aber auch sehr viel vielfältiger sein kann und umweltfreundlich ist, beweist beispielsweise das Biowärme-Kraftwerk in Nettersheim, ein anderer der bislang zwölf Standorte innerhalb Nordrhein-Westfalens. „Europäisch“ heißt die Holzroute, weil außerdem noch Standorte in Luxemburg, Tschechien, Österreich und Slowenien vorgesehen sind. Diese Standorte sollen durch die Präsentation der Vielfalt und der Kultur des Holzes zu einer weiterführenden Entwicklung des Werkstoffes sorgen. Speziell in NRW versprechen sich die Umsetzungspartner, der Naturpark Eifel und das Bildungswerk Nettersheim, eine Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region, eine Wertschöpfung und einen aktiven Umwelt- und Naturschutz. Das gesamte Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Wer sich darüber hinaus mit dem Projekt vertraut machen will oder Näheres über die Standorte erfahren möchte, findet hier weitere Informationen: www.holzroute.de Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen www.landwirtschaftskammer.de/presse/aa-2005-06-05.htm vom 09.02.2005 |
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| Holzpellets heizen Grundschule in Engelskirchen ein |
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Der Trend zur Nutzung umweltfreundlicher Holzpellets macht auch vor der oberbergischen Gemeinde Engelskirchen nicht halt. Mit der offiziellen Inbetriebnahme einer neuen Heizungsanlage ist die Wärmeversorgung der Grundschule nun langfristig auf ökologische Weise gesichert. Installiert wurde eine Pelletheizung mit 150 kW Wärmeleistung sowie ein Erdgaskessel mit 280 kW. Holzpellets sind kleine zylindrische Presslinge aus unbehandelten Hobel- und Sägespänen. Die Heizungsanlagen für die kleinen Energiebündel sind auf einem hohen technisch Niveau und bieten einen komfortablen Betrieb. Nach einer eingehenden Bewertung verschiedener Sanierungsvarianten durch das Energiebüro Schaumburg, Marienheide - fachlich begleitet durch die Energieagentur NRW - sprachen vor allem auch wirtschaftliche Aspekte für den Einsatz von Holzpellets. "Nicht zuletzt durch einen Zuschuss in Höhe von fast 40.000 € durch die Holzabsatzförderrichtlinie des Landes NRW sprachen letztendlich alle Argumente für die Pelletheizung", so Wolfgang Oberbüscher, Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen. Die alte Gasheizung war 34 Jahre alt und dringend sanierungsbedürftig. "Die Auswertung der Erdgasverbräuche zeigte eine deutliche Überdimensionierung der alten Anlage, so dass die Kesselleistung nun deutlich reduziert wurde", so Dipl.-Ing. Detmar Schaumburg. Installiert wurde die Anlage unter Leitung der Firma Haustechnik Breidenbach GmbH, Lindlar. Die vorhandenen Räumlichkeiten waren für den Einbau einer Pelletheizung nahezu ideal. So konnte ein ehemaliger Lüftungsraum als Pelletlager eingerichtet werden, aus dem die Holzpellets automatisch zum direkt angrenzenden Heizraum transportiert werden. Der Heizraum bot ausreichend Platz für den Pelletkessel und den Erdgas-Spitzenlastkessel sowie einen Pufferspeicher mit 2.500 Liter. Vom Gesamtwärmebedarf in Höhe von 550.000 kWh werden damit voraussichtlich mehr als 90% durch Holzpellets bereitgestellt. "Vor dem Hintergrund der in den letzten Monaten deutlich gestiegenen Erdgaspreise zeigt sich, dass die Entscheidung in Engelskirchen für Holzenergie absolut richtig war", so Dipl.-Ing. Steffen Hofmann von der Energieagentur NRW. Beratung und weitere Informationen zum Thema "Heizen mit Holz" bietet die Energieagentur NRW, Kasinostr. 19-21, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202 24552-0, www.ea-nrw.de oder www.aktion-holzpellets.de . Fragen der Redaktionen: Oliver Weckbrodt, Energieagentur NRW, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0202 - 24552 20, oliver.weckbrodt@ea-nrw.de . Pressemitteilung www.ea-nrw.de vom 2005-01-20. |
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| Telefonforum zum Thema "Holz" am 19.01.05 im Holzkompetenzzentrum Rheinland |
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Das Holzkompetenzzentrum Rheinland bietet allen Holzliebhabern einen besonderen Service. Am Mittwoch, 19.01.2005 findet ein Telefonforum statt, bei dem alle Interessierten von 17-20 Uhr Fragen rund um das Thema Holz an die Experten richten können. Die Telefon Nr. lautet: 02486-801260 Im Folgenden sind einige Experten den entsprechenden Schwerpunktthemen zugeordnet: - Dipl.-Designer Klaus Eberts: Gestaltungsfragen, Innenausbau, Innenarchitektur, Möbel und Möbeldesign, praktische Hinweise zum Bauen, Wohnen und Leben mit Holz und Holz im Garten. - Dipl.-Forstwirt Eckhard Jäck: Holzökologie, Verwendung von Holz (Zahlen und Fakten), Energetische Nutzung von Holz, alternative Heizsysteme und Brennstoffe (Pellets, Holz, Holzhackschnitzel) Förderung, Finanzierung, Versorgungssicherheit - Dipl.-Ingenieur Ekkehard Meisel: Wohnraumerweiterung, Umbau, Anbau, Dachausbau, Dachaufstockung in Holzbauweise, Innenausbau, renovieren und sanieren, Wärmedämmung, Holzschutz, Passivhäuser, Gesetze und Verordnungen im Zusammenhang mit der Verwendung von Holz. Kontakt HolzKompetenzZentrum Rheinland Herr Jäck Römerplatz 8 - 10 53947 Nettersheim Fon: 02486 - 801260 Fax: 02486 - 78 78 Internet: www.holzkompetenzzentrum.de |
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| Bärbel Höhn: 8.000 ha Staatswald im Bereich des Eggegebirges können in den Nationalpark Senne |
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Das Land Nordrhein-Westfalen plant, in einem künftigen Nationalpark Senne die in der Nähe gelegenen landeseigenen Flächen von 8.000 Hektar einzubringen. Es handelt sich dabei um Staatswald der Forstämter Paderborn und Bad Driburg im Bereich der Egge. Anlass für diesen Schritt sind bereits vorliegende Beschlüsse aus der Region, sich unter bestimmten Voraussetzungen bei paralleler militärischer Nutzung für die Ausweisung eines Nationalparks Senne auszusprechen. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Wir tragen den Beschlüssen aus der Region für einen Nationalpark Senne gerne Rechnung und erweitern die mögliche Kulisse um landeseigene Flächen von 8.000 Hektar auf insgesamt ca. 19.000 Hektar. Damit vergrößern wir die Entwicklungspotenziale für die Region durch die Nationalparkausweisung und den damit verbundenen Tourismus. So kann der Tourismus im Nationalpark auch außerhalb des Truppenübungsplatzes stattfinden. Der mögliche Nationalpark Senne wird durch eine attraktive Mittelgebirgslandschaft bereichert, die naturschutzfachlich wertvoll ist." Im Dezember 2004 hatte die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten ein Gutachten vorgelegt, das der Senne gemäß den Kriterien des Bundesnaturschutzgesetzes Nationalparkfähigkeit bescheinigte. Der erste Abgrenzungsvorschlag umfasste mit seinen rund 11.000 Hektar im überwiegenden Teil den Bereich des Truppenübungsplatzes Sennelager. Wie der Nationalpark Eifel wird sich der Nationalpark Senne ausschließlich auf Flächen, die sich im Eigentum des Bundes und des Landes befinden, erstrecken und keinen Umgebungsschutz umfassen. Dass die Flächen unmittelbar aneinandergrenzen, ist ebenso wie im Nationalpark Eifel nicht erforderlich. Quelle: Pressemitteilung MUNLV NRW (www.munlv.nrw.de) vom 2005-01-06. |
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| Alles wird klein gehackt - Gemeinde Nettersheim macht sich immer weiter von fossilen Energieträgern |
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"Wärme, die aus unseren Wäldern kommt" - das ist der Leitgedanke der Gemeinde Nettersheim, wenn es um Wärmeproduktion geht. Schon seit einigen Jahren ist in der Hauptschule Nettersheim eine Hackschnitzelheizanlage in Betrieb, die den Kindergarten, das Jugendgästehaus und die Neubauten im Gewerbegebiet über eine Nahwärmeleitung mit umweltfreundlicher Energie versorgt. Bisher wurde das Holz für die Heizung allerdings von außerhalb eingekauft. Im Rahmen des innovativen "Entwicklungskonzeptes Holzenergiewirtschaft", das am vergangenen Dienstag im Rat der Gemeinde verabschiedet wurde, wird sich dies nun ändern. Zur Umsetzung ihrer Ziele hat die Gemeinde die "Biowärme Nettersheim" übernommen und trägt also nun zu 100 Prozent die technische und wirtschaftliche Verantwortung. "Das Projekt wird sich in kurzer Zeit refinanzieren. Mittelfristig wollen wir noch weitere öffentliche Gebäude an dieses Heizsystem anschließen", erläuterte Bürgermeister Wilfried Pracht. Da denke man zum Beispiel an den Bahnhof und das Altenheim. In Zingsheim müssten ohnehin die Heizungen von Turnhalle und Grundschule erneuert werden, da biete sich ebenfalls eine Umstellung an. Und das Rathaus, so Pracht, komme auch noch dran. Mit der Anschaffung eines neuen Holzhackers ist die Gemeinde jetzt in der Lage, die im Gemeindegebiet anfallende hölzerne Biomasse so aufzubereiten, dass sie in Hackschnitzelanlagen thermisch verwertet werden kann. "Wir können jetzt nicht nur den Gehölzschnitt von Straßenrändern und Grünanlagen verwenden, sondern auch Fichtenkronen und sonstiges Restholz, das bei den Durchforstungen der Nadelbestände anfällt. Dafür benötigen wir ein Gerät, das von dünnen Ästen bis zu dickeren Bäumen alles zu homogenen Stücken zerhackt, denn diese trocknen am besten", erklärte Förster Wolfgang Schmieder bei der Präsentation des Hackers im Marmagener Forst. Zudem ist vorgesehen, das in den privaten Gärten der Bürger anfallende Reisigmaterial zu verarbeiten. "Im nächsten Jahr werden wir im Gewerbegebiet in Zingsheim einen Biomassehof mit Trockenhalle errichten, wo die Bürger der Gemeinde ihr Holz anliefern können", kündigte Pracht an. Die Investitionskosten für den neuen Holzhacker von rund 58.000 EUR wurden zu 35 Prozent vom Land unterstützt. Daher überzeugte sich auch Horst-Karl Dengel, Leiter des Forstamtes Euskirchen, von der Qualität des Gerätes: "Wir freuen uns, wenn wir die Landesmittel aus der Holzabsatzförderrichtlinie in die richtigen Hände leiten können." Die Nettersheimer seien angesichts steigender Öl- und Gaspreise auf dem richtigen Weg, so der Forstamtsleiter. Quelle: ELKE SPRUNKEL (Kölner Stadtanzeiger vom 2004-12-11.) |
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| Ein neues Berufsbild entsteht: Der Land- und Forstwirt als Energiewirt |
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Bereits zum siebten Mal findet in Bonn die Konferenz "Der Land- und Forstwirt als Energiewirt" statt. Wenn EUROSOLAR (www.eurosolar.org), die Energieagentur NRW (www.ea-nrw.de) sowie die Landesforstverwaltung NRW (www.forst.nrw.de) am 17. und 18. Februar 2005 ins Kunstmuseum Bonn einladen, dreht sich diesmal alles um Biokraftstoffe, Nutzpflanzenbreite, wirtschaftliche Betriebskonzepte und den Abbau von Markthemmnissen. Die Endlichkeit der fossilen Energieträger macht es notwendig, rechtzeitig alternative Energiequellen zu erschließen. " Die weltweiten Ölpreissteigerungen signalisieren das nahende Ende des Erdölzeitalters. Der Einstieg in die Biomassenutzung ist überfällig und muss beschleunigt werden. Die wichtigsten wirtschaftlichen Träger sind die Land- und Forstwirtschaft. Die primäre Wirtschaft wird durch regionale Wertschöpfung eine dauerhafte Bedeutungssteigerung erfahren", erklärt Irm Pontenagel, Geschäftsführerin von EUROSOLAR. Experten sind sich einig: Mit einem Anteil an der Energieversorgung, der mittelfristig bei deutlich über zehn Prozent liegen wird, wird die Biomasse-Nutzung weiter an Bedeutung gewinnen. Gerade in waldreichen Gegenden, dort, wo also die Nähe zum Rohstoff gegeben ist, bietet sich die energetische Verarbeitung von Holz an. Vor allem im Sauerland, im Oberbergischen, der Eifel und in Westfalen nimmt die Zahl der Holzheizwerke stetig zu, sie werden zur effizienten Beheizung von Schulen, Rathäusern und anderen überwiegend öffentlichen Gebäuden eingesetzt und aus den anliegenden Waldgebieten mit Holz – meist in Form von Hackschnitzeln – versorgt. In den vergangenen Jahren finden zudem in der Landwirtschaft verschiedene technische Möglichkeiten zur Biomassenutzung zunehmend breitere Anwendung. "Landesweit entdecken immer mehr Landwirte die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen als zusätzliche Erwerbsmöglichkeit neben der herkömmlichen Viehzucht und dem Ackerbau. Neben der Nutzung der Sonnenenergie durch Photovoltaik ist die Biogasanlage auf dem eigenen Hof eine technisch ausgereifte und betriebswirtschaftlich sinnvolle Technologie zur Stromerzeugung", erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher von der Energieagentur NRW. Mittlerweile ist absehbar, dass Land- und Forstwirte bei der regionalen, dezentralen Energieversorgung als Energieerzeuger oder als Produzenten energetisch nutzbarer Pflanzen eine bedeutendere Rolle einnehmen werden. Die Teilnahmegebühr für die Tagung am 17. und 18. Februar 2005 beträgt für EUROSOLAR-Mitglieder bei der Anmeldung vor dem 15. Januar 2005 150 Euro, anschließend 180 Euro (Nicht-Mitglieder: 250 Euro). Programm und Anmeldung im Internet unter www.eurosolar.org. Weitere Infos via Email unter [info@eurosolar.org] oder unter Tel. 0228-36 23 73 oder unter Energieagentur NRW, 0202-24 55 20 oder www.ea-nrw.de (Veranstaltungen). Quelle(n): Presseinformation der Energieagentur NRW vom 2004-12-10. |
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| Neue Online-Datenbank: Wer liefert Holzpellets und Hackgut? |
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Über 80 Anbieter für Holzpellets und Holzhackschnitzel gibt es mittlerweile in Nordrhein-Westfalen. Wer aber liefert an meine Adresse? Antwort gibt eine neue Datenbank auf der Homepage der Energieagentur NRW (www.ea-nrw.de/holzpellets). Der Interessent gibt eine Postleitzahl ein und erfährt mit einem Klick, welche Firma in dieses Gebiet liefert. In Nordrhein-Westfalen sind heute rund 1.700 Holzpellet-Heizungen in Betrieb. Der Boom ist ungebrochen, die Branche verzeichnet Umsatzseigerungen über 20 Prozent. Kontakt: Energieagentur NRW Oliver Weckbrodt (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) Telefon: 0202-245 52 20 E-Mail: oliver.weckbrodt@ea-nrw.de Autor(in): Oliver Weckbrodt "Energieagentur NRW, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) Endredaktion: Michael Karus (nova) Quelle(n): Presseinformation der Energieagentur NRW vom 2004-12-03. |
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| Den Strom ganz einfach «wachsen sehen» - bundesweit einmaliges Verfahren |
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Dem erklärten Ziel der Bundesregierung, fossile Brennstoffe durch regenerative Energien zu ersetzen, begegnen die Stadtwerke Aachen AG (Stawag) (www.stawag.de/privat_gewerbe_kunden/index.html) mit dem Bau einer Biomasse-Anlage. Diese gewinnt durch ein bundesweit einmaliges Verfahren Energie aus dem Rohstoff Holz, ohne die Atmosphäre durch zusätzliches Kohlendioxid und Methan zu belasten. Für das Projekt werden 27 Millionen Euro bereitgestellt. Es wird in enger Kooperation mit der RWTH Aachen entwickelt und startet im Dezember in die Genehmigungsphase. Ziel ist, ab dem Jahre 2006 rund 20.000 Aachener Haushalte mit dieser ausgesprochen umweltfreundlichen Energie zu versorgen. "Wir als kommunaler Energieversorger machen uns dadurch ein stückweit unabhängiger von den großen Stromproduzenten und sichern dadurch auch unser eigenes Überleben. Aufgrund der langen Planungszeiten sind Investitionen in nachwachsende Rohstoffe nicht mehr aufschiebbar," so Dieter Attig (Vorstandsvorsitzender der Stawag). Die neue Anlage entsteht auf dem Gelände der RWTH in Seffent-Melaten in direkter Nähe zu verschiedenen Hochschulinstituten, die die Planung und den Bau begleiten. Die neue Holzgasanlage soll nach Fertigstellung rund 75.000 Tonnen Holz pro Jahr umsetzen und den Brennstoff für mehrere Blockheizkraftwerke in Laurensberg, am Bendplatz, in Seffent-Melaten und auf der Hörn liefern. "Die Investition ist auch eine Aufwertung für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Aachen. In der Holzbeschaffung, bei der Aufbereitung und in der Holzgasanlage selbst entstehen dauerhaft über 40 neue Arbeitsplätze", beschreibt Attig die Vorteile auch für die Region. In der Region Aachen ist laut einer Studie im Auftrag der Aachener Stiftung Kathy die Biomasse Holz in den kommenden Jahrzehnten in ausreichender Menge vorhanden. Durch die Holzgasanlage wird der Anteil regenerativen Stroms in Aachen auf über 20 Prozent steigen. Ausgangsrohstoff ist ausschließlich Frischholz aus der Euregio, also unbehandelte Waldhölzer oder Landschaftspflegehölzer. "Wir betreten mit der wirtschaftlichen Nutzung einer solchen Anlage bundesweit Neuland. Das unternehmerische Risiko ist trotz der zu erwartenden Kinderkrankheiten gering", so Attig. Endredaktion: Michael Karus (nova) Quelle(n): Aachener Zeitung vom 2004-12-03. |
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| Produktneuheiten aus Hanf: Schleifscheiben und die Aktentasche vom heimischen Acker |
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Am 18. und 19. November kamen über 80 Hanf- und Naturfaserexperten aus 20 Ländern - fast allen Ländern Europas sowie Japan, Australien, Kanada und USA - in Hürth im Rheinland zusammen und tauschten die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Hanfnutzung aus. Dabei ging es vor allem darum, für Hanffasern, -schäben und -samen neue Anwendungsfelder zu erschließen. In der deutschen Automobilindustrie finden schon heute jährlich ca. 45.000 Verbundwerkstoffe mit Naturfasern wie Flachs, Hanf, Jute, Kenaf, Sisal oder Abaca ihren Einsatz - leider jedoch unsichtbar in Türinnen- oder Kofferraumverkleidungen. Dirk Fischer von R+S Technik (Offenbach), einem führenden deutschen Maschinenbauer, zeigte eindrucksvoll, wie ausgereift und für Großserien geeignet das Produktionsverfahren "Formpressen" ist. Sein Unternehmen liefert entsprechende Anlagen zu Automobilzulieferern in die ganze Welt. Bislang war diese Produktionstechnik ganz auf die Automobilindustrie beschränkt, nun aber beginnt der Einsatz in neuen Branchen: Auf der EIHA-Konferenz wurden erstmalig zwei Aktenkoffer der Weltöffentlichkeit präsentiert, die mittels der Formpresstechnik hergestellt werden und ohne Kaschierung diesen innovativen Werkstoff mit seinen Naturfasern "stolz" präsentieren. Andere Branchen, wie z.B. die Möbelindustrie könnten nun durchaus aufmerksam werden: Naturfaser-Formpressteile sind leicht, mechanisch hoch belastbar, preislich konkurrenzfähig, produzierbar mit ausgereifter Großserien-Produktionstechnik und zeigen (unkaschiert) eine neue, interessante Optik und Haptik. Aktenkoffer Gleich zwei Unternehmen zeigten Naturfaser-Aktenkoffer: R+S Technik einen Koffer aus Kenboard®, einem Material aus 50% Polypropylen und 50% Naturfasern (Flachs, Hanf und Kenaf), und J. Dittrich & Söhne Vliesstoffwerk (Ramstein-Miesenbach) einen Aktenkoffer aus den Naturfasern Hanf (50%) und Kenaf (50%) der als Matrix das BASF-Duroplast Acrodur verwendet. Laut Heribert Jungmann und Manfred Lahm wird Dittrich in Kürze eine ganze Produktreihe mit Aktentaschen, Brillenetuis etc. einführen, einmal in "Natur" (Nafacryl® basic) und in Farbe (Nafacryl® color). Die Aktenkoffer werden noch vor Weihnachten in einer ersten Serie verfügbar sein. Marketingpartner Hempro International (Düsseldorf) nimmt ab sofort Bestellungen entgegen und konnte auf dem Kongress ein reges Interesse verbuchen. Fächer-Schleifscheiben Neben den Aktenkoffern wurde ein weiteres neues Produkt präsentiert, das bereits in Produktion ist und vor wenigen Tagen auf dem deutschen Markt eingeführt wurde: Einer der führenden Hersteller von Schleifscheiben, die Firma Eisenblätter (Geretsried), hat eine Fächer-Schleifscheibe entwickelt, die als Trägerteller erstmalig ein Spritzgussteil aus Polypropylen (PP) und Hanffasern verwendet. Die Hanffasern dienen der Verstärkung und ersetzen die bislang eingesetzten Glasfasern. Als Vorteile des Produktes werden der Wegfall der Belastung durch Glasfaserstaub sowie die einfachere Entsorgung genannt. Neue Werkstoffe Auf der EIHA-Konferenz standen insgesamt neue Werkstoffe aus Hanffasern im Mittelpunkt. Acht Vorträge zeigten aktuelle Markttendenzen in Europa und Kanada, neue Produkte und technische Entwicklungspotenziale. Insbesondere der PP-Naturfaser-Spritzguss wurde von Michael Karus, dem Geschäftsführer des nova-Instituts als "schlafender Riese" bezeichnet. Gute mechanische Eigenschaften, Einsatz auf unmodifizierten Spritzgussmaschinen und attraktiver Preis machen diesen neuen Werkstoff interessant für viele Branchen. Qualitätsmanagement Weitere Vorträge hatten das Qualitätsmanagement von Naturfasern zum Thema. Hier zeigte z.B. Hubert Schmidt (IST Ltd., Vilters) aus der Schweiz das Mess-System FIBRESHAPE, mit dem Naturfasern im Vergleich zu bisherigen Verfahren sehr schnell und kostengünstig mittels eines Hochleistungs-Scanners und Spezialsoftware analysiert werden können. Hanftextilien und Bauen mit Hanf Weitere Sessions beschäftigten sich dem Potenzial und den Hemmnissen für Hanf im Textilbereich sowie den zahlreichen Möglichkeiten, Hanffasern und -schäben im Baubereich einzusetzen. Auf großes Interesse stieß dabei das deutsche Markteinführungsprogramm für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sowie die weit fortgeschrittene Bautechnik aus Frankreich (Balthazard & Cotte), wo mit der Kombination aus Hanfschäben und Kalk schon hunderte komplette Häuser errichtet wurden. Diese Bautechnik soll nun auch in anderen Ländern eingeführt werden. Hanflebensmittel in Kanada Ein weiterer Höhepunkt des Kongresses war der Vortrag von Gero Leson (Leson Environmental Consulting, USA/Kanada) über den zunehmenden Einsatz von Hanfsamen in der kanadischen Lebensmittelindustrie. In den letzten fünf Jahren konnte eine Vielzahl von Hanflebensmitteln entwickelt und am Markt platziert werden, wie z.B. Hanfnussriegel, Hanfmüsli, Hanfproteinpulver, Hanföl oder auch Hanfnudeln. Die Produkte fügen sich ideal in den Markt der gesunden Nahrungsmittel ein, der besonderen Wert auf ein gutes Fettsäurespektrum legt, das Hanfsamen in idealer Weise liefern. Entsprechend haben sich in Kanada die Anbauzahlen von Nutzhanf, der dort vor allem für die Samenproduktion angebaut wird, in den letzten vier Jahren sehr gut entwickelt. Insgesamt zeigte der EIHA-Kongress eine positive Stimmung, alle Bereiche konnten sich in den letzten Jahren deutlich professionalisieren und sind nun bereit für die Erschließung weiterer Märkte. Eine CD-ROM mit sämtlichen Vorträgen wird in Kürze unter www.eiha.org erhätlich sein. Michael Karus (nova) Pressemitteilung EIHA (www.eiha.org) vom 2004-11-22. |
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| Hackschnitzelanlage erzeugt jetzt Wärme für Langenberger Schulen |
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Velbert. Velberts Bürgermeister Stefan Freitag, der Umweltdezernent des Kreises Mettmann, Hans-Jürgen Serwe und Baurat Ralph Güther nahmen heute (1. Dezember) offiziell die Holzhackschnitzelanlage am Langenberger Gymnasium in Betrieb. Mit dieser Wärmerzeugungsanlage werden das Gymnasium, die Waldorfschule und die angrenzenden Sporthalle mit Wärme versorgt. Gleichzeitig wurden die bis dahin vorhandenen alten Öl- und Gaskesselanlagen stillgelegt. "Holz ist ein Energieträger, der regional verfügbar, kostengünstig und mit moderner Technik CO2-neutral, d.h. umweltverträglich nutzbar ist. Vor allem für Kommunen bietet sich die Finanzierung solcher größerer Investitionen in Energieeffizienz-Technologie durch das Contracting an", erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. "Insgesamt ein vorbildliches Projekt für die Region", so Hüttenhölscher. Das Projekt zur Installation einer Wärmeerzeugungsanlage (WEA) auf Basis der regenerativen Energiequelle Holz wurde Ende 2001 vom Förderverein der Waldorfschule bei der Fachabteilung Immobilienservice als Alternative zu einer Gas-Kesselerneuerung angefragt. Die Vorteile des Energieträgers Holz wurden bei der damaligen Entscheidung zur Unterstützung des Projektes ebenso berücksichtigt wie wirtschaftliche Aspekte. Vorteile sind beispielsweise eine CO2-neutrale Verbrennung und ein nachwachsender Rohstoff. Da auch am Gymnasium Langenberg eine Kesselerneuerung erforderlich war, konnten die anschließenden Überlegungen für beide Schulgebäude und die angrenzenden Sporthallen angestellt werden. Die ersten Kontakte und der Aufbau von Projektverbindungen zu Vertretern aus dem Bereich der Holzwirtschaft, beispielsweise der Forstämter und dem Kreisumweltdezernat sowie die Vorstellungen im Rat und Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Velbert nahmen einen Zeitraum bis etwa Mitte 2003 ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Projekt mit der Energieagentur NRW und dem beratenden Ingenieurbüro DENARO Energiesysteme GmbH zwei kompetente Partner, mit denen die folgenden Schritte konkretisiert und gemeinsam zu guten Ergebnissen gebracht wurden. Während dieser Zeit verdeutlichte sich, dass ein derartiges Projekt mit seinen umwelt- und ressourcenschonenden Aspekten den städtischen Ansatz einer nachhaltigen Politik widerspiegelt und Potenzial als "Initialzündung" für die Belebung des örtlichen Handwerkes, für den Aufbau eines Holz-(Stoff-)- Strom-Marktes und für die öffentliche Auseinandersetzung mit den Themen Energie und Nachhaltigkeit in sich birgt. Darüber hinaus wird eine solche Anlage in unmittelbarer Nähe von zwei weiterführenden Schulen ein lohnendes Besichtigungs- und Lehrobjekt. Aus dem Bieterkreis konnte die Firma bio.econ Biomasse Energiecontracting GmbH aus Neuwied das überzeugendste Angebot hinsichtlich Konzeption, Betriebs- und Anlagensicherheit und Wirtschaftlichkeit abgeben und erhielt im April 2004 den Auftrag zum Wärmeliefer-Contracting. Die hierfür zu errichtende Anlage setzt sich im wesentlichen zusammen aus den Bestandteilen: * Zentrale Energieerzeugungsanlage als Holzkessel und * Öl-Spitzenlast-Kessel inklusive der Peripherie, * Heizhaus inklusive Brennstoff-Bunker - Großteil unterirdisch -, * Schornstein - rund 15 Meter hoch - * rund 220 m Nahwärmenetz zur Anbindung der Schulgebäude. Neben diesen baulichen Teilen umfasst das Wärmeliefer-Contracting aber auch die Leistungen der Brennstoffversorgung, der Wartung, des Betriebes inklusive Notdienst und der Instandsetzung. Der Holz-Kessel ist auf 600 kW ausgelegt, der Spitzenlast-Öl-Kessel auf rund 800 kW. Der Spitzenlastkessel deckt vornehmlich die Zeiten von hohen Leistungsbereichen ab, so dass der Holz-Kessel in der Leistung, jedoch nicht in der (zeitlichen) Auslastung reduziert werden kann. Darüber hinaus ist ein Warmwasser-Puffer-Speicher vorgesehen. Mindestens 70 Prozent der Wärme muss gemäß Vertragsbedingungen regenerativ durch die naturbelassenen Hackschnitzel erzeugt werden. Die Qualität der Hackschnitzel ist durch die Vorgaben der Holzabsatzförderrichtlinie 2002 (Hafö 2002) geregelt und wird durch diverse Kontrollen bei den Brennstofflieferanten langfristig sichergestellt. Die Belieferung / Bestückung des Brennstoffbunkers erfolgt einmal wöchentlich Werktags zwischen 14 und 18 Uhr, so dass die mögliche Lärmentwicklung für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden kann. Die Bestückung des Kessels mit den Hackschnitzeln erfolgt automatisiert über eine Förderschnecke aus dem Rohstoffvorrat des Kellersilos. Weitere Informationen: Energieagentur NRW, Kasinostraße 19-21, 42103 Wuppertal (Tel.: 0202 / 2 45 52-15 ). Ansprechpartner/in: Dr. Joachim Frielingsdorf Quelle: Presseinformation der Energieagentur NRW vom 2004-12-01. |
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| Bärbel Höhn: Neue Fördermöglichkeiten für regionale Entwicklungskonzepte |
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Richtlinie "Integrierte ländliche Entwicklung" in Kraft Düsseldorf, 25.10.04 - Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium hat die neue Landesrichtlinie zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung heute in Kraft gesetzt. Künftig sind nicht nur Dorfentwicklungs- und Bodenordnungsmaßnahmen förderfähig, sondern auch die Erstellung und Umsetzung integrierter ländlicher Entwicklungskonzepte sowie kleinere Infrastrukturmaßnahmen, die die Attraktivität des ländlichen Raums weiter verbessern, zum Beispiel im touristischen Bereich. Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: "Die regionalen Aktionsgruppen können jetzt gemeinsam mit den Kommunen vor Ort die guten Ideen und Ansätze in einem Konzept bündeln und umsetzen. Viele Aktivitäten werden dadurch überhaupt erst förderfähig. Außerdem werden die Projekte stärker miteinander verzahnt und dadurch optimiert. Mit vergleichbaren Programmen wie LEADER+ oder REGIONEN AKTIV haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Kreativität der Leute vor Ort ist enorm, viele neue Arbeitsplätze können auf diese Weise geschaffen werden. Damit stärken wir die wirtschaftliche Basis im ländlichen Raum und tragen dazu bei, die natürlichen und kulturellen Grundlagen zu erhalten." Die neue Förderrichtlinie fasst die bisher eigenständigen Maßnahmen Dorferneuerung, Flurbereinigung und freiwilliger Landtausch unter einem Dach zusammen und bietet darüber hinaus neue Fördermöglichkeiten für die Erarbeitung "Integrierter ländlicher Entwicklungskonzepte" und für das Regionalmanagement. Künftig können Regionen, die sich zusammenschließen und gemeinsam ein Konzept für die Zukunft erarbeiten, mit bis zu 50.000 Euro unterstützt werden. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Größe der Region. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Bevölkerung in die Erarbeitung und Entscheidung der Entwicklungskonzepte eingebunden ist. Damit wird die Akzeptanz der Förderung verbessert. Die anschließende Umsetzung der Entwicklungskonzepte ist ebenfalls förderfähig. Die Regionen können ein Regionalmanagement einstellen, das Projekte initiiert und die Umsetzung organisiert. Die dafür anfallenden Kosten können für fünf Jahre mit bis zu 50.000 Euro pro Jahr gefördert werden. Die neue Förderrichtlinie ist Bestandteil des NRW-Programms "Ländlicher Raum", das noch bis Ende 2006 läuft. Seit Beginn des Programms im Jahr 2000 wurden bislang rund 525 Millionen Euro an EU-, Bundes und Landesmitteln bereitgestellt. Schwerpunkte der Förderung sind neben der integrierten ländlichen Entwicklung die Agrarumweltmaßnahmen, die Verbesserung der Produktions- und Verarbeitungsstrukturen und die Stärkung der Forst- und Holzwirtschaft. Weitere Informationen und Förderanträge sind bei den Ämtern für Agrarordnung und bei der Oberen Flurbereinigungsbehörde der Bezirksregierung Münster erhältlich. Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Quelle(n): Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW vom 2004-10-25. www.munlv.nrw.de www.modellregionen.de |
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| FH Münster: Machbarkeitsstudien Bioethanol und Strohheizung abgeschlossen |
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Ab sofort sind 2 Machbarkeitsstudien verfügbar, die von der Fachhochschule Münster erstellt und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wurden. Die erste Studie zur Bioethanolproduktion in landwirtschaftlichen Brennereien prüft die Möglichkeit in landwirtschaftlichen Brennereien, die derzeit innerhalb des Branntweinmonopols brennen, die Produktionsmenge zu erhöhen und Bioethanol herzustellen. Es wird eine technische und wirtschaftliche Betrachtung durchgeführt, bei der ökologische und ökonomische Aspekte untersucht werden. Hier wird insbesondere ein Konzept zur Schließung kleinräumiger Stoffkreisläufe entwickelt. Abschließend wird die erwartete Marktentwicklung abgeschätzt und es werden Investitionskriterien genannt. Die zweite Studie zur Integration einer Strohheizungsanlage in eine landwirtschaftliche Brennerei befasst sich mit Stroh als Energieträger. Es werden gesetzliche Grundlagen für den Bau einer Strohheizungsanlage zusammengestellt sowie der Stand der Technik dargestellt. Beispielhaft wird eine Strohheizungsanlage bemessen und für dieses konkrete Beispiel eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchgeführt. Abschließend werden Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten genannt. Die Studien können als pdf-Dokumente kostenfrei aus dem Netz geladen werden oder als Druckversion zum Preis von jeweils 25 € + MWSt. bestellt werden: Bioethanolstudie: www.fh-muenster.de/fb4/bioethanol Strohheizungsstudie: www.fh-muenster.de/fb4/strohheizung Rückfragen: "Prof. Dr.-Ing. Christof Wetter (www.fh-muenster.de/wetter) Fachhochschule Münster Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt Stegerwaldstr. 39 48565 Steinfurt Tel.: 0251/83-62725 Mob.: 0171/9222 933 Fax: 0251/83-62717 E-Mail: wetter@fh-muenster.de Quelle: Pers. Mitteilung Dr. Christof Wetter vom 2004-10-19. |
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| Rapsöl in den Tank |
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Die Erzeugung und Nutzung von Rapsöl, Biodiesel und Bioethanol als Kraftstoff eröffnet der Landwirtschaft neue Perspektiven bei den nachwachsenden Rohstoffen. Darauf wies Landwirtschaftskammer-Präsident Karl Meise anlässlich der Fachtagung "Biogene Treibstoffe – Vom Acker in den Tank“ am Mittwoch, 13. Oktober, in Rheine hin. Gemeinsam mit dem Transferzentrum für angepasste Technologien, der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW und der Agenda 21–Initiative des Kreises Steinfurt veranstaltete die Landwirtschaftskammer diese Fachtagung. Mit der Mineralölsteuerbefreiung für Biokraftstoffe und der EU-Richtlinie zur Förderung von Biokraftstoffen wurden auf europäischer und nationaler Ebene Rahmenbedingungen geschaffen, die eine forcierte Entwicklung auf dem Gebiet der nachwachsenden Rohstoffe ermöglichen. Der Präsident erinnerte daran, dass als Mindestmengenanteile für Biokraftstoffe am Gesamtkraftstoffmarkt zwei Prozent für dieses Jahr und 5,75 Prozent für das Jahr 2010 formuliert seien: "Diese Vorgaben eröffnen der Landwirtschaft im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe als Kraftstoff neue Perspektiven.“ In Nordrhein-Westfalen ist eine Biodieselanlagenkapazität in Höhe von 235.000 Tonnen pro Jahr vorhanden. Um diese Menge Biodiesel zu erzeugen, ist eine Fläche von 100.000 Hektar Raps erforderlich. Diese Frucht ist zurzeit in Deutschland die bedeutendste Ackerkultur für den Tank. In diesem Jahr wurde in NRW auf 57.000 Hektar Raps angebaut. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit dem Zentrum für nachwachsende Rohstoffe NRW und dem Referat "Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe" leistet mit Informationen zur Nutzung von Biomasse ihren Beitrag dazu, dass der Ausbau der regenerativen Energien auf der Basis von Biomasse zum Wohle der Landwirtschaft in NRW vorangetrieben wird. Die Landwirtschaftskammer stellt sich so als Dienstleister den Herausforderungen der Zukunft bei der Entwicklung vom Landwirt zum Energiewirt. www.tat-zentrum.de/ www.energieland.nrw.de/ www.landwirtschaftskammer.com/duesse/znr/index.htm Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Quelle: Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 13.10.2004 |
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| Umweltministerin Bärbel Höhn verleiht Förderpreis nachwachsende Rohstoffe NRW |
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Der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal ausgeschriebene und mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis nachwachsende Rohstoffe geht an die Firma Agroflamm aus Overath. Das Unternehmen wird damit für die Entwicklung einer innovativen Kleinfeuerungsanlage ausgezeichnet, die aufgrund ihres hohen Verbrennungsgrades die Emissions- und Schlackebildung selbst bei problematisch zu verfeuernden Agrarbrennstoffen wie beispielsweise Grünschnitt oder Stroh deutlich reduziert. Damit liegen die Emissionswerte der prämierten Anlage deutlich unter den Grenzwerten der Bundesimmissionsschutz-Verordnung. Die Verbrennung von Biomasse zur Energieerzeugung bietet Landwirten neue Einkommensmöglichkeiten und ersetzt die Nutzung fossiler Brennstoffe. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Die Anzahl der Wettbewerbsbeiträge zum Förderpreis hat in diesem Jahr stark zugenommen. Das macht deutlich, wie aktuell und richtungsweisend die Themen nachwachsende Rohstoffe und regenerative Energien sind. Vielfältige Innovationen zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowohl im stofflichen als auch im energetischen Bereich zeigen, dass Aspekte des Umweltschutzes mit denen einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung vereinbar und zukunftsträchtig sind. Die Minderung des globalen Treibhauseffektes, die Schonung knapper Ressourcen und die Erhöhung der Energieeffizienz gehören zu den bedeutenden Leistungen, die Projekte zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe leisten können. Gleichzeitig sichern und schaffen sie Arbeitsplätze in der Region." Der zweite Preis ging an die Firma Lott-Lacke in Bielefeld. Mit naRoLa® (nachwachsender Rohstoff Lack) ist es Lott-Lacke gelungen, einen umweltfreundlichen und lösungsmittelfreien Lack zu entwickeln, der zu etwa neunzig Prozent aus nachwachsenden heimischen Rohstoffen besteht. naRoLa® wird durch UV-Strahlung getrocknet und ausgehärtet. Die Energiebilanz der UV-Strahlenhärtungstechnologie fällt im Vergleich zur thermischen Trocknung in der Regel günstiger aus. Das Holzbausystem Holzhausplus von Dr. Hans Löfflad aus Köln erhielt den dritten Preis. Dieser Wettbewerbsbeitrag gründet selbst im Vergleich zu ähnlichen Holzbausystemen in aller Konsequenz auf dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe. So wird zum Beispiel selbst in technisch anspruchsvollen Bereichen mit Holzdübeln gearbeitet und auf Metallschrauben verzichtet. Umweltministerin Höhn stellte heraus, dass Holzhausplus der weitreichenden Philosophie zu einem gesunden, umweltbewussten und nachhaltigen Bauen in beispielhafter Weise Rechnung trägt. Ein Sonderpreis für herausragende Management-Leistung ging an die GNR Gesellschaft zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Brakel. Mit großem Idealismus, überdurchschnittlicher Risikobereitschaft und Ausdauer ist es den Initiatoren der GNR gelungen, Akzeptanz für das Contracting-Modell "Nahwärmeverbund Brakel" zu schaffen und Beteiligung zu erwirken. Das Holzhackschnitzelheizwerk dieses Nahwärmeverbundes erzeugt derzeitig sechs Millionen kWh/a Wärme auf der Basis des nachwachsenden Rohstoffes Holz. www.agroflamm.de www.lott-lacke.de www.holzhausplus.de Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Pressemitteilung des MUNLV vom 2004-10-08 |
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| Bärbel Höhn: Waldinventur in NRW dokumentiert nachhaltige Nutzung und Anstieg von Laubwaldfläche |
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Holzvorrat ist in den letzten 15 Jahren um ein Viertel auf 268 Mio. Kubikmeter gestiegen - Heizen mit Holz bietet effiziente und klimaschonende Alternative zum Öl Die nordrhein-westfälischen Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet, weil deutlich weniger Holz genutzt wird als zuwächst. Das ist ein Ergebnis der zweiten Bundeswaldinventur, die vor 15 Jahren erstmalig durchgeführt wurde. Der nordrhein-westfälische Holzvorrat ist seitdem um ein Viertel - 57,6 Millionen Kubikmeter - auf 268,8 Millionen Kubikmeter angestiegen. Dabei wachsen jährlich rund 10,6 Millionen Kubikmeter Holz nach, wovon bisher nur 5,9 Millionen Kubikmeter genutzt werden. Der Staatswald nutzt 74 % des Zuwachses, der Privatwald nur 53%. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Die nachhaltige Bewirtschaftung der nordrhein-westfälischen Wälder ist die Grundlage für gesunde Ökosysteme im Wald. Sie können Schäden durch die Umwelt, das Wetter oder Insekten besser verkraften. Die Fichte hat mit 36 Prozent zwar immer noch den größten Flächenanteil unter den Baumarten insgesamt, doch die Förderung von Laubbäumen schlägt sich mittlerweile mit 1,7 Prozent Flächenzuwachs auf Kosten des Nadelwaldes nieder. Das Ergebnis: 52 Prozent des nordrhein-westfälischen Waldes besteht heute aus Laubwald. Die Inventur zeigt auch, dass es mehr Totholz gibt, das zum Aufbau von natürlichen Ökosystemen, die Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten, beiträgt. Wir haben in NRW so große Holzvorräte, dass wir sie verstärkt nutzen sollten. Angesichts der Rekordölpreise bietet zum Beispiel das Heizen mit Holz, das vom Land gefördert wird, eine echte klimaschonende und CO2-neutrale Alternative. Die von uns unterstützte Zusammenarbeit im Cluster Forst und Holz muss zu einer stärkeren Verwendung des erneuerbaren Rohstoffes Holz in allen Bereichen führen. Dazu gehört auch die Mobilisierung von Holz aus dem Privatwald." Die meisten Bäume sind in NRW zwischen 21 und 41, aber vor allem zwischen 41 und 60 Jahre alt. Bäume, die bis zu 100 Jahre alt sind, sind meist Fichten. Dagegen sind Bäume ab 100 Jahren zum überwiegenden Teil Buchen und Eichen. Von den insgesamt 915.000 Hektar Wald in NRW sind etwa zwei Drittel in Privateigentum, 20 Prozent gehören Körperschaften, 13 Prozent dem Land und drei Prozent dem Bund. In den Jahren 2001 und 2002 hat die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (LÖBF) im Auftrag des Landesumweltministeriums Walddaten für die Bundeswaldinventur erhoben. Nordrhein-Westfalen hatte bereits 1998 eine Landeswaldinventur durchgeführt, deren Trends durch die NRW-Daten der zweiten Bundeswaldinventur bestätigt werden. Im Spätherbst diesen Jahres wird darüber hinaus der alljährliche ökologische Waldzustandsbericht erstellt, der den Gesundheitszustand der Bäume und der Böden erfasst. Das Umweltministerium NRW fördert den Einsatz von Holzpellet-Heizungen in Privathaushalten mit bis zu 1.500 Euro, weitere 1.700 Euro steuert der Bund bei. Anträge gibt es bei den örtlichen Forstämtern (www.forst.nrw.de oder www.bafa.de). Alle Einzelheiten über die Aktivitäten der Aktion Holzpellets finden Sie im Internet: www.aktion-holzpellets.de Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Quelle(n): Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) vom 2004-09-30. |
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| Bärbel Höhn: "Tag der Holzpellets" - Über 400 NRW Haushalte öffnen am 2. Oktober 2004 die Heizungske |
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Familien aus Mönchengladbach, Bad Berleburg, Dinslaken, Stemwede und Weilerswist gewinnen je drei Tonnen Holzpellets - Über 400 private Kellertüren werden am Samstag, den 2. Oktober 2004, dem "2. Tag der Holzpellets" in NRW, weit offen stehen. In den Häusern zwischen Rhein und Ruhr kann sich jeder Interessierte an diesem ersten Oktobersamstag über die innovative Heiztechnik mit kleinen Holzpresslingen aus erster Hand informieren. Die Adressen und Öffnungszeiten sind im Internet unter www.aktion-holzpellets.de zu finden. Unter allen Betreibern, die ihre Holzpellet-Heizung zur Besichtigung angemeldet hatten, wurden fünfmal je drei Tonnen Pellets verlost. Staatssekretär Dr. Thomas Griese überreichte heute der Familie Birgit und Stephan Terhorst in Mönchengladbach ihren aktuellen Wintervorrat, der vom Holzpelletproduzenten ante Holz gestiftet wurde. Die weiteren Gewinner sind Fritz Treude aus Bad Berleburg, Fabio Goldenbeld aus Dinslaken, Marlies Langer aus Stemwede und Oliver Nanko aus Weilerswist. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Pelletheizungen haben sich in NRW bereits über 1.700 mal bewährt und beweisen täglich, dass diese effiziente, umweltfreundliche und CO2-neutrale Heiztechnik wirtschaftlich, komfortabel und sicher ist." Die Aktion ist Teil der "Europäischen Biomasse-Tage der Regionen", die vom 26. September bis 3. Oktober 2004 stattfinden, um eine möglichst breite Öffentlichkeit über die Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten von regenerativen Energien zu informieren. "Durch den zweiten Holzpellettag wollen wir möglichst vielen Interessenten diese Heiztechnik näher bringen und Bürgerinnen und Bürgern in NRW die Möglichkeit geben, eine Holzpelletanlage direkt in einem Privathaus zu besichtigen", gratulierte Staatssekretär Dr. Thomas Griese bei der Übergabe der Pellets in Mönchengladbach. "Die enorm hohe Zahl der diesjährigen Anmeldungen zeigt die Zufriedenheit der Besitzer mit dieser innovativen und klimaschonenden Heiztechnik." Für zahlreiche Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer in NRW ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Heizungsneubeginn: Bei den hohen Öl- und Gaspreisen sind Holzpellets eine echte wirtschaftliche Alternative. Darüber hinaus müssen auf Grund der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) in den nächsten Jahren zahlreiche Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Um den Pelletheizungen dabei einen größeren Bekanntheitsgrad zu verschaffen, hat das Umweltministerium die Aktion Holzpellets gemeinsam mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW in Kooperation mit der Energieagentur NRW ins Leben gerufen. Das Umweltministerium NRW fördert den Einsatz von Holzpellet-Heizungen in Privathaushalten mit bis zu 1.500 Euro, weitere 1.700 Euro steuert der Bund bei. Anträge gibt es bei den örtlichen Forstämtern (www.forst.nrw.de oder www.bafa.de). Alle Einzelheiten über die Aktivitäten der Aktion Holzpellets finden Sie im Internet: www.aktion-holzpellets.de oder Telefon: (02 11) 45 66 - 692. Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Quelle(n): Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) vom 2004-09-28. |
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| Bärbel Höhn zur Eröffnung der Sauerlandmesse: Erneuerbare Energien sichern und schaffen Arbeitsplätz |
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– Export der innovativen Technologien bietet große Chancen für eine weltweite nachhaltige Entwicklung Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem Umweltministerium NRW hat heute in Iserlohn im Rahmen der Umweltmesse Sauerland die Ausstellung "Bauen, Heizen und Leben mit Holz" eröffnet. Über 80 Aussteller präsentieren sich dort. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Die hohen Ölpreise machen unsere Abhängigkeit von diesem Brennstoff deutlich. Deshalb müssen wir Alternativen zu Öl, Gas und Kohle schaffen. Biomasse hat die Chance zum globalen Zukunftsenergieträger Nr. 1 zu werden, denn sie ist die vielseitigste unter den Erneuerbaren Energien. Sie kann in unterschiedlich angepasster Form in fast allen Ländern der Erde zum Einsatz gebracht werden und die Grundlast der Energieversorgung tragen. Sie ist jederzeit regional verfügbar und dezentral einsetzbar. Sie ist CO2-neutral und unabhängig von Wettereinflüssen. Sie schafft Arbeitsplätze und hält die wirtschaftliche Wertschöpfung im eigenen Land, denn Erzeugung, Transport, Lagerung und Verwertung können regional erfolgen. Energie aus Biomasse bedeutet Klimaschutz und neue Einkommensmöglichkeiten für die Land- und Forstwirtschaft. Die Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bietet in Deutschland eine Investitionssicherheit von 20 Jahren." Nordrhein-Westfalen ist als das Energieland Nummer eins. Hier werden fast 30 Prozent der in Deutschland benötigten Energie erzeugt und verbraucht. Mit seiner in großen Teilen des Landes stark ausgeprägten ländlichen Struktur eignet sich NRW hervorragend für einen Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse. Die energetische Nutzung von Biomasse wird in NRW gefördert. Ziel ist es, die Spitzenstellung bei Regenerativen Energien weiter auszubauen. Das Land NRW unterstützt z.B. mit Hilfe der Holzabsatzförderrichtlinie Investitionen zur energetischen Nutzung von Holz. Dadurch wurden bislang 2.234 Anlagen gefördert und damit mindestens 30 Millionen Liter Heizöl eingespart und eine Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids von 150.000 Tonnen jährlich erreicht. Dabei konnten Hunderte Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. Durch die Einführung moderner Holzheizungstechnik wurde der Absatzmarkt für qualitativ minderwertige Hölzer bzw. Resthölzer neu belebt. In NRW gibt es mittlerweile ein flächendeckendes Netz zur Sicherung der Nachfrage nach Holzpellets. Die Unteren Forstbehörden sowie die Landesinitiative Zukunftsenergien stehen den Verbraucherinnen und Verbrauchern für Beratung zur Verfügung. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Erneuerbare Energien bieten große Marktchancen für die heimische Wirtschaft. Nachhaltig wirtschaftende Untenehmen sind vorausschauende Unternehmen, die durch Innovation neue Produkte und Märkte schaffen und damit Gewinne erzielen. Das gilt auch und gerade für den Export. Bei der Nutzung fossiler Brennstoffe bleiben nur etwa 20% der Gewinne in der Region und 80% fließen ins Ausland ab. Der Einsatz von Erneuerbaren Energien kann dieses Verhältnis umkehren. Der Einsatz von Erneuerbaren Energien ist auch deshalb wichtig, damit die Menschen Lösungen finden, um die neuen Technologien auch an die Bedingungen in den Ländern des Südens anzupassen." Mehr Informationen erhalten Sie unter: • www.forst.nrw.de • www.munlv.nrw.de • www.aktion-holzpellets.de • www.landesinitiative-zukunftsenergien.de Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Quelle(n): Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW vom 2004-09-17. |
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nova nrw-nr
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| Landwirtschaft in Zahlen |
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Wie viele Bauern gibt es in Nordrhein-Westfalen? Was wächst auf ihren Feldern? Welche Tiere stehen in ihren Ställen? Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt die neue Broschüre "Zahlen zur Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen" die jetzt erschienen ist. Auf 71 Seiten haben die Statistikexperten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen umfangreiches Zahlenmaterial über die Landwirtschaft zusammengestellt. Die zahlreichen Tabellen und grafischen Darstellungen geben Auskunft über Betriebsstrukturen, Bodenbewirtschaftung, Viehwirtschaft, Gartenbau, Nahrungsmittelverbrauch und betriebswirtschaftliche Kennzahlen nordrhein-westfälischer Betriebe. Die Angaben zur Landwirtschaft werden ergänzt durch statistische Rahmendaten über die Bevölkerung und ihre Erwerbstätigkeit im Kammergebiet sowie durch Angaben zur Entwicklung der Preise und Löhne. Der in vielen Tabellen und Darstellungen enthaltene Vergleich mit den Zahlen zurückliegender Jahre zeigt eindrucksvoll, welche Entwicklung die Landwirtschaft in dieser Zeit durchgemacht hat. Die Zahlen zur Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2004 können kostenlos bestellt werden bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Referat 31, Endenicher Allee 60, 53115 Bonn, Telefax: 0228 / 7 03 84 98, E-Mail: Sibylle.Schmitz@lwk.nrw.de. Die Broschüre finden Sie hier zum Herunterladen: www.landwirtschaftskammer.de/wir/zahlen/index.htm Quelle(n): Pressemeldung der Landwirtschaftskammer NRW vom 2004-09-08. |
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| Biogas-Info-Service NRW |
| Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen informiert über Grundlagen, Technik und Förderung von Biogas-Anlagen. In NRW sind zurzeit rund 100 landwirtschaftliche Biogasanlagen in Betrieb, möglich wären aber über 400. Die Landwirtschaftskammer hat ihre Fachkompetenz in diesem Bereich deutlich erweitert und bietet unter der Adresse www.biogasinfoservice.de den Landwirten zur Erschließung dieses neuen Betriebszweiges eine umfassende Beratung an. |
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| Umweltministerin Bärbel Höhn: "Aktion Holzpellets" ein voller Erfolg |
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– über 150 Unternehmen unterstützen die Aktion! Die von Umweltministerin Bärbel Höhn im Februar 2003 gestartete "Aktion Holzpellets" der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW kann eine durchweg positive erste Jahresbilanz ziehen. Die Nutzung von Holzpellets und Pelletheizungen im Ein- und Mehrfamilienhausbereich stellt einen dynamischen Wachstumsmarkt dar, der sich zunehmend für kleinere und mittlere Unternehmen als Jobmotor erweist. Gleichzeitig unterstützen bereits über 150 Unternehmen aus den Bereichen Brennstoffproduktion, Anlagenherstellung und Vertrieb sowie zahlreiche Institutionen und Verbände die bundesweite Aktion: Sie beteiligen sich inzwischen mit eine Gesamtsumme von über 110.000 Euro jährlich an der Aktion Holzpellets. Umweltministerin Bärbel Höhn: "In NRW sind derzeit über 1.200 Pelletanlagen in Betrieb. Unser erklärtes Ziel ist es, dieses Jahr noch 1.000 weitere Anlagen zur fördern. Die Chancen stehen gut, denn im ersten Quartal gingen bereits über 400 Förderanträge bei der Landesforstverwaltung ein. Das Heizen mit Holz ist zurzeit nicht nur wegen der hohen Ölpreise besonders attraktiv, auch die Förderung von bis zu 3.200 Euro, die sich Bund und Land teilen, macht die Entscheidung für eine Holzpelletanlage leicht." Holzpellets sind die Energieträger der Zukunft und werden aus Resten der Holzindustrie wie Sägemehl und Hobelspänen hergestellt. Das Heizen mit Holz erfolgt voll automatisch und ist so komfortabel wie die Nutzung von Heizöl oder Gas. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 6.000 neue Pelletanlagen in Betrieb genommen. Der Markt konnte ein stetiges Wachstum auf bundesweit insgesamt fast 20.000 Pelletheizungen verzeichnen. Die Fachvorträge der 2. Fachtagung Holzpellets können auf der Internetseite www.aktion-holzpellets.de/fachtagung.htm als pdf-Dateien abgerufen werden. Weitere Informationen zur Aktion Holzpellets: Beate Schmidt Landesinitiative Zukunftsenergien NRW c/o NRW-Umweltministerium Schwannstr. 3; 40476 Düsseldorf Tel.: (02 11) 45 66 – 692 oder 0171 – 930 32 60 E-Mail: Beate.Schmidt@munlv.nrw.de Quelle(n): Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW und Mitteilung der Energetic Consulting zur 2. Fachtagung Holzpellets vom 2004-06-29. |
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| Ratgeber Biogas im Internet |
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Mit einem neuen Informationsangebot im Internet bietet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Biogasbauern und solchen, die es noch werden wollen, Rat und Unterstützung. Immer mehr Bauern interessieren sich dafür, das, was ihre Kühe, Schweine oder Hühner fallen lassen, mit Hilfe einer Biogasanlage zu Geld zu machen. Für die nächste Zeit rechnet die Kammer mit dem Bau weiterer Biogasanlagen auf Bauernhöfen, denn im Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind deutlich höhere Stromentgelte für landwirtschaftliche Biogasanlagen vorgesehen. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hilft bei der Planung und Kalkulation neuer Anlagen ebenso wie bei der Verbessung der Stromausbeute in bestehenden Systemen. Das neue Internetangebot unter der Adresse www.biogasinfoservice.de erklärt, wie eine Biogasanlage funktioniert und für welche landwirtschaftlichen Betriebe sie in Frage kommt. Neben Informationen zu den Beratungsangeboten der Landwirtschaftskammer gibt es umfangreiche Hinweise auf die Fördermöglichkeiten der Biogaserzeugung in Nordrhein-Westfalen. Das Angebot wird abgerundet durch eine Reihe von Vorträgen und Veröffentlichungen zum Thema, die laufend ergänzt wird und eine Beschreibung der Biogasanlagen, die die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in ihren Landwirtschaftszentren Haus Riswick bei Kleve und Haus Düsse im Kreis Soest seit einigen Jahren selbst betreibt. Quelle(n): Pressemeldung der Landwirtschaftskammer NRW vom 2004-06-16. |
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| Umweltministerin Bärbel Höhn eröffnete den Tag der Biomasse |
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Erneuerbare Energie sichern und schaffen Arbeitsplätze – Export der innovativen Technologien bietet große Chancen für eine weltweite nachhaltige Entwicklung Umweltministerin Bärbel Höhn hat heute im Rahmen der internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn den "Tag der Biomasse" eröffnet. Das NRW-Umweltministerium und das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft präsentieren dort Beispiele für die energetische Nutzung von Biomasse zum Beispiel aus Stroh, Holz, Mist und Gülle. Ganztägige thematische Exkursionen für ausländische Energieexpertinnen und -experten sowie Journalistinnen und Journalisten führen darüber hinaus zu den wichtigsten nordrhein-westfälischen Vorzeigeprojekten im Bereich Wasserkraft, Biogas, Brennstoffzellen und energetische Nutzung von Holz. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Die hohen Ölpreise machen unsere Abhängigkeit von diesem Brennstoff deutlich. Auch deshalb müssen wir Alternativen zu Öl, Gas und Kohle schaffen. Biomasse hat die Chance zur globalen Zukunftsenergie Nr. 1 zu werden, denn sie ist die vielseitigste unter den Erneuerbaren Energien. Sie kann in unterschiedlicher, angepasster Form in fast allen Ländern der Erde zum Einsatz gebracht werden und die Grundlast der Energieversorgung tragen. Sie ist jederzeit regional verfügbar und dezentral einsetzbar. Sie ist CO2-neutral und unabhängig von Wettereinflüssen. Sie schafft Arbeitsplätze und hält die wirtschaftliche Wertschöpfung im eigenen Land, denn Erzeugung, Transport, Lagerung und Verwertung können regional erfolgen. Energie aus Biomasse bedeutet Klimaschutz und neue Einkommensmöglichkeiten für die Land- und Forstwirtschaft. Die Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gibt Landwirtinnen und Landwirten in Deutschland eine Investitionssicherheit von 20 Jahren." Nordrhein-Westfalen gilt als das Energieland Nummer eins, hier werden fast 30 Prozent der in Deutschland benötigten Energie erzeugt und verbraucht. Mit seiner in großen Teilen des Landes stark ausgeprägten ländlichen Struktur eignet sich NRW hervorragend für einen Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse. Die energetische Nutzung von Biomasse wird in NRW gefördert und ist auf dem Vormarsch. Das Land NRW unterstützt mit Hilfe der Holzabsatzförderrichtlinie Investitionen zur energetischen Nutzung von Holz sowie die dafür notwendigen vorbereitenden Maßnahmen. Dadurch wurden in den vergangenen Jahren fast 1.700 Anlagen gefördert. Die Gesamtleistung dieser Anlagen beläuft sich auf rd. 140 Megawatt mit einer jährlichen Holzeinsatzmenge von ca. 430.000 Schüttkubikmetern. Dies entspricht einer Heizöleinsparung von 30 Mio. Liter und einer Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids von 143.000 Tonnen jährlich. Darüber hinaus wurden über 600 Maßnahmen zur Strukturverbesserung in der Forst- und Holzwirtschaft gefördert. Dabei konnten viele hundert Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen werden. Durch die Einführung moderner Holzheizungstechnik wurde der Absatzmarkt für qualitativ minderwertige Hölzer bzw. Resthölzer neu belebt. In NRW gibt es mittlerweile drei Anlagen, die Holzpellets für die Verbraucherinnen und Verbraucher herstellen. Bis Ende 2006 müssen 500.000 private Heizungsanlagen erneuert oder ersetzt werden. Die Eigentümerinnen und Eigentümer werden bis dahin Investitionsentscheidungen für die nächsten 20 Jahre treffen. Das Land fördert Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, die künftig mit Holzpellets heizen wollen, mit insgesamt über 3.000 Euro je Anlage. Das Land NRW fördert im Bereich der Biomasse u.a. auch Biogasanlagen und bietet bundesweit die besten Fördermöglichkeiten. Über 100 geförderte Anlagen sind mittlerweile in Betrieb. Eine der größten Anlagen in NRW ist durch einen Zusammenschluss von 19 Landwirten installiert worden. Auch im Treibstoffsektor ist NRW aktiv: NRW hat beim Biodiesel den größten Anteil an der Produktionskapazität mit 235.000 Tonnen im Jahr und den größten Verbrauch. Mit rund 1,1 Millionen Tonnen hat sich die Produktion in Deutschland seit 1998 verzehnfacht. Darüber hinaus können Pflanzenöle auch direkt in entsprechend umgerüsteten Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Erste Initiativen sind in Nordrhein-Westfalen erfolgreich umgesetzt worden. So sind zum Beispiel im Rahmen des Modellvorhabens Regioöl im Raum Aachen mehr als 200 Pkw und eine Tankstelle auf den Einsatz von Pflanzenölen umgerüstet worden. Die zur Ölgewinnung aus Raps notwendige Pflanzenpresse wurde vom Land gefördert. Auf den positiven Erfahrungen aufbauend soll künftig im Rahmen des Agrarinvestitionsförderprogramms (AFP) auch in der Landwirtschaft die Umrüstung von Traktoren und anderen selbstfahrenden Erntemaschinen (z.B. Mähdrescher etc.) auf den Einsatz von Pflanzenölen gefördert werden. Entsprechende Fördermöglichkeiten wurden Anfang des Jahres geschaffen. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Erneuerbare Energien insgesamt bieten große Marktchancen für die heimische Wirtschaft. Nachhaltig wirtschaftende Untenehmen sind vorausschauende Unternehmen, die durch Innovation neue Produkte und Märkte schaffen und damit Gewinne erzielen. Das gilt auch und gerade für den Export. Bei der Nutzung fossiler Brennstoffe bleiben nur etwa 20 % der Gewinne in der Region und 80 % fließen ins Ausland ab. Der Einsatz von Erneuerbaren Energien kann dieses Verhältnis umkehren. Die internationale Konferenz für Erneuerbare Energien ist auch deshalb wichtig, damit Expertinnen und Experten aus der ganzen Welt gemeinsam Lösungen finden, um die neuen Technologien auch an die Bedingungen in den Ländern des Südens anzupassen." Im Bereich der Erneuerbaren Energien hat die Beschäftigungszahl in NRW seit 1998 mit 80 % Zuwachs auf 118.000 kräftig zugelegt. In rund 2.100 Firmen erwirtschafteten sie einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Besonders im Bereich der Windenergie, aber auch bei den Photovoltaikanlagen zeigte sich ein deutlicher Aufwärtstrend. Umweltministerin Bärbel Höhn: "20 % der Weltbevölkerung produzieren 80 % der weltweiten CO2-Emissionen. Wir dürfen und können die Energieverschwendung von fossilen Brennstoffen durch die reichen Industrieländer nicht auf die gesamt Welt übertragen. Dafür bräuchten wir vier mal den Planeten Erde. Deshalb müssen wir mit der Energiewende ernst machen. Wir bauen die nordrhein-westfälische Spitzenstellung bei den Regenerativen Energien weiter aus. Ohne ein ausreichendes Energieangebot werden wir weder bei der Bekämpfung der Armut noch der Nahrungsmittelknappheit weiterkommen." Mehr Informationen erhalten Sie unter: · www.munlv.nrw.de · www.aktion-holzpellets.de · www.renewables2004-nrw.de · www.landesinitiative-zukunftsenergien.de Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 2004-06-04. |
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| Bärbel Höhn: Erste große Holzpellet-Produktionsanlage in Nordrhein-Westfalen eröffnet |
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Power Pellets kommen jetzt auch aus dem Sauerland Knapp ein Jahr nach der Grundsteinlegung nahm heute Umweltministerin Bärbel Höhn die erste große Holzpellet-Produktionsanlage in Betrieb. Im sauerländischen Bremke bei Eslohe produziert die Firma Baust nun rund 10.000 Tonnen Holzpellets jährlich. Damit können fast 2.000 Haushalte mit dem Zukunftsbrennstoff versorgt werden. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Die Verfügbarkeit von Rohöl und Ergas wird in etwa dreißig Jahren sehr stark abfallen und in fünfzig Jahren nahezu auf null sinken. Die Wende hin zu anderen Energieträgern muss bereits heute erfolgen, damit sie rechtzeitig den Wegfall von Öl und Gas auffangen kann. Die Investition, die die Firma Baust hier getätigt hat, ist also eine Investition in die Zukunft. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze in der Region gesichert. Denn wenn Holz das Heizen mit Öl ersetzt, entstehen dabei fünf neue Arbeitsplätze in Deutschland. Im Gegenzug fällt hier nur ein Arbeitsplatz für die Verteilung von Öl weg, da der überwiegende Teil der Jobs im Bereich Öl im Ausland liegt. Auch von den Energieerlösen fossiler Brennstoffe bleiben nur etwa zwanzig Prozent in der Region und 80 Prozent des Geldes fließt ins Ausland ab. Bei dem energetischen Einsatz von Holz können wir dieses Verhältnis umkehren und zugleich den ländlichen Raum stärken, in dem in NRW immerhin sechs Millionen Menschen leben." Die im eigenen Sägebetrieb der Firma Baust anfallenden rindenfreien Sägespäne werden getrocknet, zerkleinert und dann unter hohem Druck durch eine Ringmatritze gepresst. Durch die beim Pressvorgang entstandene Wärme tritt das im Holz enthaltene Lignin hervor und verklebt so die Späne zu Pellets. Den sechs Millimeter starken und zehn bis zwanzig Millimeter langen Holzstäbchen müssen daher keine zusätzlichen chemischen Binde- und Klebstoffe zugefügt werden. Angeliefert werden die Pellets beim Endverbraucher, ähnlich wie Heizöl mit einem Silofahrzeug, das die Pellets staubfrei und sauber in den Keller einbläst. Die Brennstoffversorgung des Heizkessels erfolgt vollautomatisch. Geringe Emissionen und hohe Wirkungsgrade machen diese Anlagen sehr umweltfreundlich. "In unserer neu errichteten Pelletieranlage produzieren wir DIN plus zertifizierte Pellets. Unser Ziel ist es, unsere Kunden durch die einwandfreie und hochwertige Qualität der Pellets von Anfang an zu überzeugen", so Geschäftsführer Josef Baust. Der Sauerländer Unternehmer betreibt bereits seit acht Jahren ein Biomassekraftwerk zur Produktion von Strom und Wärme. Mit dieser Wärme werden die Späne vorgetrocknet, die den Grundstoff für die Holzpelletproduktion bilden. Das Land NRW hat den Aufbau der Produktionsanlage im Rahmen der Holzabsatzförderrichtlinie (HAFÖ) mit 35 Prozent Investitionszuschuss gefördert. Auch Hausbesitzer, die sich zur Umstellung auf das Heizen mit Pellets entschließt, können mit Unterstützung rechnen: Bund und Land fördern den Einbau der Heizanlagen mit insgesamt über 3.000 Euro. Größere Anlagen werden entsprechend höher bezuschusst. Vor der Anlage der Firma Baust gab es in NRW nur eine kleinere Holzpelletproduktion mit einer Kapazität von 1.000 Tonnen pro Jahr. Die Nachfrage nach der neuen Holzpellets-Technologie nimmt in Deutschland kräftig zu. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 6.000 neue Pelletanlagen in Betrieb genommen. Allein in NRW müssen auf Grund der neuen Energieeinsparverordnung in den nächsten drei Jahren 500.000 veraltete Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Aus diesem Grunde startete Umweltministerin Bärbel Höhn zusammen mit der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW und in Kooperation mit der Energieagentur NRW im letzten Jahr die Aktion Holzpellets. Sie soll der umweltfreundlichen Heiztechnik gemeinsam mit Herstellern, Fachbetrieben, Institutionen und Verbänden zum Durchbruch verhelfen. Mit der landesweiten Werbekampagne wird diese technisch ausgereifte Alternative des Heizens in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Das Beispiel Holzpellets beweist, dass Umweltschutz kein unbezahlbarer Luxus ist, sondern dass er wirtschaftlich vernünftig ist, wenn er von vielen Menschen mitgetragen wird." Interessierte Hausbesitzer bekommen weitere Informationen zum Thema Heizen mit Holz im Internet unter www.aktion-holzpellets.de oder telefonisch unter 0211 – 45 66 666. Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW vom 2004-04-22. |
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| Biogas: Vom Landwirt zum Energiewirt |
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Die Biogastechnik ist inzwischen ihrem Nischendasein entwachsen. Etwa 100 Biogasanlagen sind in Nordrhein-Westfalen in Betrieb. Grund genug für die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, sich im Rahmen der diesjährigen Biogastagung mit dem Thema "Biogas effektiv erzeugen" zu beschäftigen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 25. Februar, im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse im Kreis Soest statt. Sie dauert von 10 bis 16 Uhr. Ziel der Tagung ist es, die Entwicklung vom Landwirt zum Energiewirt zu unterstützen und so neue Einkommensquellen für landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen zu erschließen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, Förderprogramme des Landes und des Bundes sowie preisgünstige Kreditprogramme machen Investitionen in die Biogastechnik interessant. Parallel zu diesen Entwicklungen ist in Nordrhein-Westfalen eine Betreiberdatenbank für die Anlagenplanung und zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eingerichtet worden. Diese zeigt unter anderem auf, dass die Effizienz des Betriebes im Hinblick auf Gasausbeuten gesteigert werden kann. Die Biogastagung informiert über diese aktuellen Entwicklungen und Erkenntnisse. Optimierungsstrategien beim Betrieb einer Biogasanlage sind das Thema im Verlauf des Nachmittags. Neben der veränderten Flächennutzung werden der Vergärungsprozess, die Wirtschaftlichkeit, die Motorenentwicklung und ein EDV-gestütztes Betriebstagebuch für Anlagenbetreiber vorgestellt. Den Abschluss bilden drei Erfahrungsberichte über verschiedene Techniken der Direkteinspeisung von landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Kofermenten wie zum Beispiel Biomasse von Grünland und Acker, Festmist und Fette. (Vgl. Veranstaltungshinweis vom 2004-02-25.) Quelle: Pressemeldung der Landwirtschaftskammer NRW vom 2004-02-18. |
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| Ratgeber Förderung: EU-Agrarpolitik verständlich erläutert |
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Der "Ratgeber Förderung 2004" ist jetzt als Beilage zur Landwirtschaftlichen Zeitschrift Rheinland und zum Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe erschienen. In dem 64-seitigen Heft beantworten Förderungsexperten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen alle Fragen, die sich für die Landwirte aus der komplizierten EU-Agrarpolitik ergeben. Nahezu jeder landwirtschaftliche Betrieb ist davon betroffen. Das richtige Ausfüllen der umfangreichen Antragsformulare ist für den Betriebserfolg in der Landwirtschaft heute ebenso wichtig wie richtige Entscheidungen für die Arbeit auf dem Feld. Der Ratgeber Förderung 2004 erläutert alle einschlägigen Vorschriften für Landwirte und geht vor allem auf Neuerungen gegenüber dem Vorjahr ein. Die Broschüre ist erschienen im Rheinischen Landwirtschafts-Verlag, Rochusstraße 18, 53123 Bonn, Telefon: 0228-5 20 06 45, E-Mail: info@lz-rheinland.de, und im Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup, Hülsebrockstraße 2, 48165 Münster, Telefon: 02501-80 13 01, E-Mail: service@lv-h.de. Sie kann dort gegen Gebühr bestellt werden. Kostenlos gibt es sie als Download in der Rubrik Förderung (www.landwirtschaftskammer.de/fachangebot/foerderung/index.htm). Quelle: Pressemeldung der Landwirtschaftskammer NRW vom 2004-02-18. |
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| Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: Förderung regenerativer Energien im Agrarinvestitionsförderun |
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Düsseldorf, 11.02.2004 - Anlässlich der Energiemesse "E-world energy & water" hat Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn noch einmal auf das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) hingewiesen, in dessen Rahmen nun auch landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden, die sich im Bereich regenerative Energien ein zweites Standbein aufbauen wollen. Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: "Die Förderung von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien, etwa in Biogas- und Solaranlagen, ist sehr erfolgreich angelaufen. Hier ergänzen sich ökonomische und ökologische Ziele optimal. Landwirte erschließen sich neue Einkommensfelder mit Zukunft und leisten gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Diesen erfolgreichen Weg werden wir auch 2004 fortsetzen." Attraktive Förderkonditionen sollen eine möglichst große Zahl von Landwirten ansprechen. So liegt die Höhe der Zuschüsse für Biogasanlagen und für den Bereich Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffe bei 12 bis 33 Prozent der getätigten Investitionen. Förderfähige Investitionen sind hier zum Beispiel Rapsölpressen, Anlagen zur Gewinnung von Biodiesel oder Tankstellen für Kraftstoffe auf pflanzlicher Basis. Auf Initiative des Landes NRW wird der Bund zudem noch in diesem Jahr ein Programm für die Umrüstung von Motoren landwirtschaftlicher Fahrzeuge auf Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen anbieten. Die großen Dachflächen der landwirtschaftlichen Betriebe sind zudem ideal für die Installation von Fotovoltaikanlagen. Die Zuschusssätze sind hier auf vier bis elf Prozent abgesenkt worden, da diese Anlagen von den neuen Konditionen der Einspeisevergütung profitieren, die im Rahmen der Zweiten Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes deutlich angehoben worden ist. Wie sehr die Bauern mittlerweile in diesen Bereich investieren wollen, beweisen die vielen hundert Anträge für Fotovoltaikanlagen, die in den letzten Monaten gestellt worden sind. Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: "Die zahlreichen Landwirtinnen und Landwirte, die sich für eine Fotovoltaikanlage entschieden haben, werden mit diesen Investitionen zur Konjunkturbelebung beitragen. Mit der Förderung im Rahmen des AFP unterstützen wir dies nach Kräften." Anträge zum Agrarinvestitionsförderungsprogramm können über die Geschäftsführer der Kreisstellen der Landwirtschaftskammern als Landesbeauftragte im Kreise eingereicht werden. Formulare sind dort oder in der Kammerzentrale in Bonn erhältlich. Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) vom 2004-02-11. |
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| Nachwachsende Rohstoffe in NRW - Kontakte leicht gemacht! |
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Pressemitteilung des nova-Instituts vom 20.01.2004 Nordrhein-Westfalen ist stark in der Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen. Unter der Internet-Adresse www.nrw-nr.de haben sich bereits fast 200 Unternehmen und Institute in die „Adressdatenbank Nachwachsende Rohstoffe in Nordrhein-Westfalen“ eingetragen und können dort - sortiert nach Wirtschaftssektoren und Produktlinien - aufgerufen werden. Das Datenbank-Projekt wurde vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNLV) gefördert und vom nova-Institut aus Hürth/Rhld. gemeinsam mit dem LWZ Haus Düsse und dem TaT Rheine realisiert. Neben der Adressdatenbank finden sich unter der Internet-Adresse aktuelle Informationen über nachwachsende Rohstoffe sowie Veranstaltungshinweise aus NRW. Alle NR-Unternehmen aus NRW können ihren Eintrag in die Adressdatenbank problemlos, schnell und zudem kostenfrei (!) vornehmen. v.i.S.d.P.: Michael Karus, GF nova-Institut Im Text vorkommende Links: Adressdatenbank Nachwachsende Rohstoffe in Nordrhein-Westfalen: www.nrw-nr.de MUNLV: www.munlv.nrw.de nova-Institut: www.nova-Institut.de LWZ Haus Düsse: www.duesse.de TaT Rheine: www.tat-zentrum.de |
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| Bärbel Höhn: Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe ausgeschrieben |
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Bewerbungen bis 28. Mai 2004 einreichen Düsseldorf, 09.02.2004 – Zum dritten Mal ruft Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn zur Teilnahme am NRW-Förderpreis für nachwachsende Rohstoffe auf. Um den mit 5.000 Euro dotierten Preis können sich Personen, Unternehmen und Institutionen der nordrhein-westfälischen Land- und Forstwirtschaft (einschließlich der vor- und nachgelagerten Branchen, der landwirtschaftlichen Lehre und Forschung sowie der verarbeitenden Industrie) bewerben. Bewerbungsschluss ist der 28. Mai 2004, die Auszeichnung wird Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn persönlich vornehmen. Die Beiträge werden von einer unabhängigen Jury bewertet, deren Mitglieder aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung stammen. Eine wichtige Bewertungsgrundlage ist das Potenzial des Beitrags zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Wirtschaftskreisläufen. Dazu gehört die Schonung knapper Ressourcen, die Verminderung von Emissionen, die Schließung von Stoffkreisläufen, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie die Verbesserung des produktintegrierten Umweltschutzes. Zu den weiteren Bewertungskriterien gehören die innovative Qualität des Beitrags, seine Realisierbarkeit, seine Bedeutung für die Entwicklung des ländlichen Raumes und seine Marktchancen. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können im Internet unter www.munlv.nrw.de abgerufen oder telefonisch unter 0211 – 45 66 666 bestellt werden. Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Quelle(n): Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) NRW vom 2004-02-09. |
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| www.nachwachsende-rohstoffe.info - Alles, was Sie über nachwachsende Rohstoffe wissen müssen! |
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6-wöchiges, kostenfreies Probe-Abonnement für Unternehmen der Datenbank www.nrw-nr.de Sehr geehrte Damen und Herren, seit April 2002 sind alle aktuellen Fachinformationen zu nachwachsenden Rohstoffen auf einer Plattform zu finden - dem Nachrichten-Portal www.nachwachsende-rohstoffe.info. Inzwischen (Stand Februar 2004) enthält die Datenbank des Portals mehr als 2.300 Nachrichten und Fachinformationen zu nachwachsenden Rohstoffen – und jede Woche kommen rund 20 aktuelle Meldungen hinzu. Neben Kurznachrichten finden Sie aktuelle Pressemitteilungen im Original, Interviews, Hintergrundtexte, Forschungsberichte, Statistiken, Grafiken und Fotos sowie eine umfassende Aufstellung von Veranstaltungshinweisen. Die Datenbank erlaubt einen komfortablen Zugriff auf alle vorhandenen Informationen mittels Schlüsselbegriff-, Volltext- und Ähnlichkeitssuche sowie per individuellem Benutzerprofil. Allen Nutzern der Adressdatenbank www.nrw-nr.de möchte das nova-Institut die Möglichkeit eines 6-wöchigen, kostenfreien Schnupper-Zugangs einräumen, damit Sie als Branchenkundige auch einmal einen Überblick über die Leistungen des Nachrichten-Portals erhalten. Wenden Sie sich bitte hierfür an Frau Kupfer, Redaktion Nachrichten-Portal (redaktion@nova-institut.de, Tel.: 0228 - 390 86 06) und lassen Sie sich Ihren persönlichen Freizugang einrichten! Darüber hinaus ist ein Jahres-Abonnement für 69,95 EUR ( incl. 16% MwSt.) zu erhalten. Mit freundlichen Grüßen Ihr nova-Redaktionsteam Marion Kupfer und Michael Karus (V.i.S.d.P.) Das Projekt "Nachrichten-Portal für Nachwachsende Rohstoffe" (FKZ: 01NR003) wird finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) bzw. der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Gesponsert wird das Nachrichten-Portal von der Cognis Deutschland GmbH & Co KG und dem Faserinstitut Bremen (FIBRE). |
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| Wohlige Wärme aus Land- und Forstwirtschaft |
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Wohlige Wärme aus Land- und Forstwirtschaft - Stand der Technik und Perspektiven - Haus Düsse: 160 Teilnehmer folgten am 23.1.2004 der Einladung des Zentrums für nach-wachsende Rohstoffe NRW, der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW und der Energie-agentur NRW, um sich über Rahmenbedingungen, über die Technik und die Perspektiven von Wärme aus Biomasse zu informieren. Parallel zur Fachtagung fand eine Ausstellung statt, bei der 23 Aussteller Pelletöfen, Scheitholzkessel, Kaminöfen, Hackschnitzelfeuerun-gen und die Aufbereitungstechniken von Brennholz als Scheitholz oder Hackschnitzel prä-sentierten. Franz-Josef Graskemper (Kreislandwirt Soest) stellte in seinem Grußwort dar, welche Fort-schritte bei Pelletfeuerungen in den letzten Jahren erzielt worden sind. 1999 stand im Rah-men dieser Veranstaltung in Haus Düsse ein Pelletofen aus Süddeutschland in der Ausstel-lung, 2002 waren es sechs Aussteller, 2004 boten die Hälfte der Aussteller Informationen oder Öfen zum Thema Holzpellets an. Ferner dokumentiere der Pelletlastzug im Innenhof von Haus Düsse, dass Wärme aus Biomasse genau so bequem möglich ist wie die aus Gas, Kohle oder Öl. Die Ursache für diese dynamische Entwicklung ist nach Graskemper in der „Aktion Holzpellets“ begründet, die zur Zeit sehr erfolgreich im Lande wirkt. Der 1.000 te Pel-letkessel konnte so kürzlich von Frau Ministerin Höhn in Betrieb genommen werden. „Im Land von Kohle und Stahl tut sich etwas“ so Graskemper. In seiner Begrüßungsrede hob Staatssekretär Dr. Griese hervor, dass die wohlige Wärme aus Land- und Forstwirtschaft die Chance für ein neues wirtschaftliches Standbein beinhal-tet. Das Hochwasser in 2002, der Jahrhundertsommer 2003 mit dem Absinken der Pegel-stände der Flüsse als Kühler der Kraftwerke und die Tankerkatastrophe der Prestige vor der spanischen Küste mit seinen Ölfreisetzungen bis auf den heutigen Tag erfordern aus seiner Sicht ein Umdenken zur stärkeren Nutzung der regenerativen Energien und dabei insbeson-dere der Biomasse. Neben dem Ausbau von Biogas und der verstärkten Nutzung biogener Treibstoffe (Biodiesel) kommt dem Wärmesektor eine entscheidende Rolle zu. Schließlich entfällt in Deutschland ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs auf die Raumhei-zung und die Warmwasserbereitung. Um die Wärmegewinnung aus Holz in NRW voranzu-bringen, hat das MUNLV 1998 die Holzabsatzförderrichtlinie (HAFÖ) erlassen. Mit Zwi-schenstand vom 15.12.2003 sind über die HAFÖ 1.550 Anlagen als Pellet- oder Hack-schnitzelanlage gefördert worden. In den aktuellen Haushaltberatungen in NRW zeichnet sich ab, dass das Budget für diesen Bereich nicht gekürzt wird. Da gleichzeitig der Bund das Marktanreizprogramm für Holzfeuerungen verbessert hat, wird in Februar der HAFÖ-Workshop zusammentreten, um die Förderung in NRW entsprechend anzupassen. Die begleitende Ausstellung wurde am Samstag, den 24.1.2004 von etwa 400 interessierten Besuchern besichtigt. Die Veranstalter waren mit der Diskussion, dem Verlauf der Tage und dem Zuspruch aus der Öffentlichkeit sehr zufrieden. Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.duesse.de |
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| Knapp 100 Biogas-Anlagen in Nordrhein-Westfalen |
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Die Zahl der Biogasanlagen in Nordrhein-Westfalen hat deutlich zugenommen. Seit Einführung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 stieg die Zahl der Biogasanlagen, wenn zur Zeit auch eine verhaltene Weiterentwicklung zu beobachten ist. Bei einer Fachtagung "Biogas", die die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Haltern im Kreis Recklinghausen durchführte, wurden die neuesten Forschungsergebnisse, Planungsdaten und Informationen zur Einspeisevergütung den 180 Teilnehmern vorgeführt. Kammerpräsident Karl Meise wies darauf hin, dass sich der Informationsbedarf für die Technik als so beachtlich herausgestellt hat, dass die bundesweite Abstimmung der Beratung alsbald durch ein vom Fachministerium gefordertes Projekt mit dem Namen "Beratungsoffensive Biogas" ergänzt wurde. Diese "außerordentlich sinnvolle Offensive" dient der Erarbeitung von weiteren aktuellen und fundierten Daten für die Planung und Beratung von Biogasanlagen. Die Landwirtschaftskammer betreibt drei unterschiedliche Biogasanlagen in den Landwirtschafts- und Gartenbauzentren Haus Riswick bei Kleve, Haus Düsse im Kreis Soest und Straelen im Kreis Kleve. Jede der Anlagen hat ein eigenes Konzept, das die hervorragende Chance bietet, spezifische Fragestellungen zu prüfen. Daneben hat die Landwirtschaftskammer eine Betreiberdatenbank erarbeitet, in der Daten aus inzwischen 74 der knapp 100 in Nordrhein-Westfalen betriebenen Biogasanlagen enthalten sind. Mit dem Erfahrungsschatz und den Spezialversuchen aus Klein- und Großanlagen in den drei Anstalten bietet die Landwirtschaftskammer spezielle Beratungen an. So etwas ist in Deutschland einmalig. Die Landwirtschaftskammer berät in planungsrechtlicher, technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Außerdem bietet sie auch an, den Anlagenbetrieb zu betreuen. Dabei ist wichtig, dass die neuen Anlagen die Umweltbelastung reduzieren. Durch den Betrieb einer Biogasanlage verbessern die Landwirte die Nährstoffverfügbarkeit ihres Naturdüngers. Gülle beispielsweise verliert durch die Biogasanlage an Geruchsintensivität. Zweiter Vorteil der Biogasanlage ist die Produktion von Energie durch die in der Anlage ablaufende Fermentierung. Demgegenüber stehen neueste Forschungsergebnisse, die die Landwirtschaftskammer während der Veranstaltung vorlegte. Dabei wurde deutlich, dass viele Anlagen noch nicht optimal ausgenutzt werden. Es könnte mehr Energie erzeugt werden. Bei durchschnittlichen Anschaffungskosten in Höhe von 350.000 Euro pro Anlage ist die Einspeisevergütung ein wesentlicher Punkt bei der Überlegung, eine Anlage anzuschaffen. Die Politiker diskutieren zurzeit über die Erhöhung dieser Vergütung. Quelle(n): Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 2004-01-14. |
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| Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: Festakt besiegelt die Gründung der neuen Landwirtschaftskamme |
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Düsseldorf, 07.01.2004 - Mit seiner ersten Jahreshauptversammlung und einem Festakt im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen heute ihre Arbeit aufgenommen. In ihrer Festansprache unterstrich Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn die große Bedeutung der Kammer für die nordrhein-westfälische Landwirtschaft: "Durch die Fusion der beiden Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe ist eine neue, für das ganze Land zuständige Kammer entstanden. Dies führt zur Konzentration der Leistungsangebote und zur Verbesserung der Dienstleistungen für die Landwirtinnen und Landwirte." Der Landtag Nordrhein-Westfalen hatte am 17. Dezember 2003 das Gesetz über die Errichtung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen beschlossen. Das Gesetz ist am 31. Dezember 2003 in Kraft getreten. Durch das Gesetz werden die beiden bisherigen Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe zu einer für das ganze Land zuständigen Landwirtschaftskammer fusioniert. Mit der Fusion geht eine über 104-jährige Ära zweier Landwirtschaftskammern in unserem Lande zu Ende. Die Fusion der beiden Landwirtschaftskammern geht zurück auf eine Vereinbarung zwischen Ministerin Bärbel Höhn und den Präsidenten Karl Meise der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe und Wilhelm Lieven der Landwirtschaftskammer Rheinland vom 4. Oktober 2001. Auf Grund der finanziellen Lage der öffentlichen Haushalte war erkennbar, dass alle Konsolidierungsmaßnahmen nicht ausreichten, die Zukunft von zwei Kammern in unserem Lande zu gewährleisten. Die Zentrale der neuen Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen wird ihre Aufgaben zunächst für zwei Jahre an zwei Standorten in Münster und Bonn wahrnehmen, in Münster mit den Abteilungen Verwaltung, Tierproduktion und höhere Forstbehörde, in Bonn mit den Abteilungen Förderabwicklung, Informations- und Kommunikationstechnik und Landesplanung, Bildung und Unternehmensberatung und Pflanzenproduktion. In zwei Jahren wird über die Aufrechterhaltung der zwei Standorte der Landwirtschaftskammer NRW neu entschieden. Durch die erste Sitzung der Hauptversammlung hat die neue Landwirtschaftskammer heute ihre Arbeit aufgenommen. Um den Übergang zu erleichtern, bestehen bis zum 31.Dezember 2005 die Hauptversammlung und der Hauptausschuss aus den entsprechenden Gremien der bisherigen beiden Kammern. Es ist vorgesehen, danach die Hauptversammlung schrittweise zu verkleinern. Dem zukünftigen Hauptausschuss werden dann 18 Mitglieder angehören. Die Hauptversammlung hat heute auch die notwendigen personellen Entscheidungen getroffen. Sie hat den bisherigen Präsidenten der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, Karl Meise, zum Präsidenten und die bisherigen Vizepräsidenten Johannes Frizen und Ernst-Otto Meinecke zu den neuen Vizepräsidenten gewählt. Das Gesetz sieht vor, dass mit Ludwig Hanebrink und Dr. Gerhard Beckmann die beiden bisherigen Kammerdirektoren auch zukünftig diese Aufgabe wahrnehmen, Hanebrink für den Bereich Landwirtschaft und Beckmann für den Bereich der höheren Forstbehörde. Beide sind zugleich auch Landesbeauftragte und nehmen in dieser Funktion eine Vielzahl staatlicher Aufgaben wahr. Ministerin Bärbel Höhn begrüßt die personellen Entscheidungen: "Auf die Zusammenarbeit mit dem Führungsgremium der neuen Landwirtschaftskammer freue ich mich. Es gewährleistet Kontinuität und ist zugleich der Motor für die Bewältigung der vielfältigen vor uns liegenden Aufgaben." Das neue Landwirtschaftskammergesetz enthält aber auch eine zukunftsweisende Entscheidung für die Landesforstverwaltung. In Umsetzung des "Düsseldorfer Signals" der Koalitionsparteien sieht das Gesetz vor, dass die Landesforstverwaltung insgesamt in einen Landesbetrieb umgewandelt wird. Angestrebt ist hierfür der 1. Januar 2005. Ziel ist es, die Einheitsforstverwaltung zu stärken und zugleich unternehmerisches Denken zu fördern und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Damit wird die seit Längerem eingeschlagenen Linie fortgesetzt, die Landesverwaltung zu reformieren, um möglichst wirtschaftlich zu arbeiten. Ministerin Bärbel Höhn zum Start der neuen Landwirtschaftskammer: "Ich freue mich, dass es trotz der schwierigen Verhandlungen gelungen ist, die beiden Landwirtschaftskammern Rheinland und Westfalen-Lippe zur Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zu verschmelzen. Damit werden die bestehenden Leistungsangebote konzentriert und Einsparmöglichkeiten und Synergien in erheblichem Umfang erschlossen. Endredaktion: Marion Kupfer (nova) Quelle(n): Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums (MUNLV) vom 2004-01-07. |
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| Recke: Erste Biogasgemeinschaftsanlage in NRW |
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In Recke im Kreis Steinfurt betreiben 19 Landwirte die erste große Biogasgemeinschaftsanlage in NRW. Die Ökoenergie Recke GmbH erzeugt aus Mais, Mist und Gülle in Gärbehältern Biogas. Zwei BHKW liefern daraus Strom und Wärme. Unvergorene Reste werden als Wirtschaftsdünger eingesetzt. Das rund 1,6 Mio. Euro teure Projekt wurde im Rahmen des Agenda 21-Prozesses begleitet. Die Anlage ist als 42. Leitprojekt der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW ausgezeichnet worden. Einen vierbändigen Leitfaden zum Bau einer Biogasanlage können Sie aus dem Internet unter www.fh-muenster.de/fb4/biogas herunterladen. Landesinitiative Zukunftsenergien NRW Leonhard Thien, c/o NRW-Umweltministerium Schwannstr. 3 D-40476 Düsseldorf Tel.: 0211-4566-671 Fax: 0211-4566-425 Internet: www.energieland.nrw.de |
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| Willkommen auf der der Website der Adressdatenbank NRW-NR |
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Liebe Besucherinnen, liebe Besucher, willkommen auf der Website der Adressdatenbank www.NRW-NR.de! Diese Adressdatenbank umfasst Unternehmen, Firmen, Verbände und weitere Institutionen aus Nordrhein-Westfalen, die sich mit nachwachsenden Rohstoffen beschäftigen. Die Einträge sind über Namen, PLZ oder Ort zu finden und enthalten sowohl vollständige Kontaktinformationen als auch Wirtschaftssektoren und Produktlinien. Der einfachste Zugriff erfolgt zielgenau über die Such-Matrix. Da das Interesse an nachwachsenden Rohstoffen zunehmend wächst, kann diese Datenbank allen Interessenten zielorientiert und schnell die gewünschten Kontakte zugänglich machen. ACHTUNG! Sollte Ihr Unternehmen oder Institut in der Liste fehlen, so tragen Sie sich bitte selber in die Datenbank ein ("Ihr kostenfreier Eintrag in die NRW-Adressdatenbank"). ACHTUNG! Möchten Sie die Daten Ihres Unternehmens oder Instituts ändern, eine News oder einen Veranstaltungshinweis eingeben, so lassen Sie sich ein Einmal-Passwort schicken. Sie können sich dann einmal Einloggen und die gewünschte Funktion ausführen. Das Einmal-Passwort erhalten Sie, indem Sie Ihr Unternehmen oder Institut aufrufen (über die Liste aller Unternehmen). Ganz unten finden Sie dann eine Funktion, die Ihnen automatisch ein Einmal-Passwort schickt! Mit den besten Wünschen für erfolgreiche Ergebnisse Hürth, 01.12.2003 Dipl.-Phys. Michael Karus GF nova-Institut E-Mail: contact@nova-institut.de |
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| NRW: "Marktführer Holzpellets" neu erschienen |
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Der neue "Marktführer Holzpellets" der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW bietet eine solide Informationshilfe bei der Entscheidung für eine Holzpelletheizung. Er fasst auf über 100 Seiten die in Nordrhein-Westfalen vorhandene Kompetenz bei der Brennstoffherstellung, dem Vertrieb sowie der Anlagen- und Installationstechnik zusammen. Darüber hinaus enthält er alle wesentlichen Informationen zu den an der Aktion beteiligten Unternehmen, Institutionen und Verbänden. "Aktion Holzpellets" heißt die landesweite Werbekampagne, die im Februar 2003 gestartet wurde. Um Holz-Pelletheizungen einen größeren Marktanteil zu verschaffen, hat die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW die Aktion gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie in Kooperation mit der Energieagentur NRW ins Leben gerufen. Die Kampagne ist einzigartig in Deutschland. Ihr Ziel ist, mit Anlagenherstellern, Pelletproduzenten, dem Handel, handwerklichen Fachbetrieben, Institutionen und Verbänden dieser innovativen Heiztechnik zum breiten Durchbruch zu verhelfen. Mittlerweile gibt es ca. 15.000 installierte Pelletheizungen in Deutschland, davon knapp 1.000 in Nordrhein-Westfalen. Diese Zahlen belegen, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher und auch Unternehmen einen eigenen Beitrag zur CO2-Minderung leisten wollen und sich immer häufiger für diese moderne Klima schonende Heiztechnik entscheiden. Der neue "Marktführer Holzpellets" kann bei der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW unter der Fax-Nr.: 0211-4566-425 kostenlos angefordert werden. |
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